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Difu-Berichte 3/2017 - Standortfaktoren entscheiden über Wettbewerbsfähigkeit

Der Bedeutung kommunaler Standortfaktoren widmete sich das Difu in einer Untersuchung, die es im Auftrag der KfW durchführte. Die Studie zeigt eine steigende Relevanz weicher personenbezogener Faktoren, aber auch eine höhere Anforderung an harte Faktoren.

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Kommunale Wirtschafts- und Standortpolitik muss sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen. So haben der anhaltende Trend der Urbanisierung, der Klimawandel, die Folgen der demographischen Veränderungen sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auch Einfluss auf die Standortentscheidungen von Unternehmen.

Auf Grundlage der Daten einer „Koordinierten Unternehmensbefragung“ aus vier Städten nahm das Difu im Auftrag der KfW Bankengruppe eine Untersuchung zur Relevanz kommunaler Standortfaktoren vor. Die in der Reihe Difu-Papers erschienene Kurzstudie verdeutlicht die weiter steigende Bedeutung weicher personenbezogener Standortfaktoren, wie die Sicherheit in der Kommune, die Gesundheitsversorgung oder die Luft- und Umweltqualität. Für viele hochqualifizierte Fachkräfte sind Wohn- und Lebensqualität ausschlaggebend für die Wahl des Wohn- und Arbeitsortes. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels richtet sich die Standortentscheidung von Unternehmen deshalb auch zunehmend nach den persönlichen Wohn- und Arbeitsortpräferenzen der (potenziellen) Beschäftigten.

Gleichzeitig kann aber kein grundsätzlicher Bedeutungsverlust harter Standortfaktoren, wie der der Flächenverfügbarkeit oder technischen und verkehrlichen Infrastrukturanbindung, ausgemacht werden. Vielmehr sind auch hier die Anforderungen gestiegen, da diese von Unternehmen in der Regel vorausgesetzt werden. Für die konkrete Beurteilung müssen jedoch auch Unterschiede je nach Branche/Markt und Unternehmensgröße berücksichtigt und zwischen den Anforderungen an Mikro- und Makrostandort differenziert werden. So ist die digitale Erschließung beispielsweise ausschließlich für den Mikrostandort relevant und branchenabhängig werden Internetanbindungen in Bandbreiten von einem Gigabyte erforderlich.

Für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklungspolitik, die die Standortanforderungen von Unternehmen mit aufgreift, sind folgende fünf Ansätze besonders wichtig:

  • Breitgefächertes und sicheres Angebot an Wirtschaftsflächen bereitstellen
  • Verkehrliche und technische Anbindung umweltgerecht und nutzerorientiert ausbauen
  • Verfügbarkeit von bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum sichern
  • Versorgungs- und soziale Infrastrukturen fördern
  • Kulturelle Vielfalt und Weltoffenheit stärken

Darüber hinaus bestehen je nach Ausgangslage in wachsenden oder schrumpfenden Regionen unterschiedliche Handlungsspielräume: Während letztere sich mit der sinkenden Auslastung und Wirtschaftlichkeit von Infrastruktureinrichtungen auseinandersetzen müssen, stehen Wachstumsregionen vor der Aufgabe diese weiter auszubauen. Zur erfolgreichen Umsetzung muss mit den Nachbargemeinden und in der Region kooperiert werden. Viele Kommunen gehen bereits mit guten Beispielen voran, z.B. durch Neuausrichtung und integrierte Ansätze bei der Verkehrs- und Wirtschaftsflächenplanung im regionalen Kontext.

Weitere Informationen: 

www.difu.de/publikationen

Dipl.-Soz. Detlef Landua
+49 30 39001-196
DLandua@difu.de

Dipl.-Ing. Sandra Wagner-Endres
+49 30 39001-154
wagner-endres@difu.de

Dipl.-Geogr. Ulrike Wolf
+49 30 39001-297
wolf@difu.de

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