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Difu-Berichte 3/2015 - Interkommunaler Erfahrungsaustausch zur Stadterneuerung

Der 45. Interkommunale Erfahrungsaustausch zur Stadterneuerung und Sozialplanung – einer Veranstaltungsserie des Deutschen Institut für Urbanistik mit langer Tradition, die im Frühjahr 1973 als Reaktion auf die drängenden kommunalen Herausforderungen ins Leben gerufen wurde – fand vom 10. bis 12. Juni auf Einladung der Landeshauptstadt Dresden statt.

In der Außenwahrnehmung steht Dresden vor allem für die Ausstrahlung des wieder hergestellten historischen Zentrums und seine Lage an der Elbe. Aber das städtische Gefüge besteht natürlich aus zahlreichen – meist weniger bekannten – attraktiven Quartieren und Ortsteilen in einer seit mehreren Jahren wieder wachsenden Stadt. In diesem Jahr blickt die Stadt Dresden auf 25 Jahre Stadterneuerung seit der Wende zurück. Die umfangreichen Erfahrungen der Stadt beinhalten den Einsatz vielfältiger Planungs- und Förderinstrumente, die Ausweisung von 14 Stadterneuerungsgebieten sowie die Umsetzung unterschiedlicher Programme der Städtebauförderung oder auch die Nutzung europäischer Programmmittel (EFRE). So wurden bislang rund 420 Mio. Euro Fördermittel genutzt, die ein Gesamtinvestitionsvolumen von 2,9 Mrd. Euro umfassen. Von den Erfolgen dieser Arbeit der Stadtverwaltung konnten sich die rund 70 teilnehmenden Fachleute im Rahmen interessanter Vorträge und Fach-Exkursionen, die auch abseits der gängigen Quartiere und ausgetretenen Pfade führten, überzeugen.

Mit dem neuen Wachstum der Stadt von rund 6.000 Einwohnern jährlich sind auch zahlreiche Herausforderungen verknüpft: Denn dieser Zuwachs wird nicht mehr – wie in der Vergangenheit – als Stadterweiterung realisiert, sondern er entsteht in Form von Ergänzung und Nachverdichtung in der Stadt. Dies ist für die meisten deutschen Großstädte „neu“ und stellt einen Paradigmenwechsel dar. So waren die damit einhergehenden Herausforderungen wie die Bereitstellung von (bezahlbarem) Wohnraum, Verdrängungs- und Gentrifizierungsprozesse, erforderliche Anpassungen der sozialen, technischen sowie verkehrsbezogenen Infrastruktur und der Erhalt einer qualitativen Grün- und Freiflächenversorgung – einschließlich Fragen der Klimaanpassung – auch Thema des Abschlusspodiums „Handlungsfelder der Stadterneuerung in einer prosperierenden Stadt – Stadterneuerung als Chance oder als Verdrängungsmotor?“. Eingeleitet durch einen Vortrag diskutierten Dr. Jan Glatter von der Universität Köln, Jörn Marx und Stefan Szuggat von der Stadt Dresden, Joachim Gerth vom BMUB sowie Thomas Pirrong vom SMI mit den Tagungsteilnehmern.

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Zum Abschluss konnten sich die Teilnehmer bei bestem Wetter nochmals von den „weichen Standortfaktoren“ Dresdens – insbesondere der wunderbaren Lage der Stadt im Elbtal – im Rahmen einer Fahrt auf dem Strom überzeugen.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. Wolf-Christian Strauss
Telefon: 030/39001-296
E-Mail: strauss@difu.de

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