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Difu-Berichte 3/2015 - Elektromobilität

Im Spannungsfeld technologischer Innovation, kommunaler Planung und gesellschaftlicher Akzeptanz

Cover der PublikationDas Thema Elektromobilität spielt in deutschen Städten und Gemeinden eine zunehmende Rolle, wie jüngst eine Umfrage des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) zeigte: 78 Prozent der befragten Kommunen setzen sich mit dem Thema Elektromobilität auseinander.

Durch die Bundesregierung wurden in den vergangenen Jahren unterschiedliche Forschungsprojekte hierzu gefördert. In „Schaufenstern“ und „Modellregionen“ wurden kommunalrelevante Fragestellungen bearbeitet und Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsspielräume der Kommunen in diesem Anwendungsfeld analysiert. Viele Projekte und Aktivitäten waren dabei auf Fragen der Umsetzung von Elektromobilität fokussiert, mit starker Praxisorientierung.

Immer noch schwerfällig – die Diffusion von „Elektromobilität“
Beim Thema Elektromobilität sind in den Städten sehr unterschiedliche Motivationen, Geschwindigkeiten und Interessen zu beobachten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das Engagement hängt dabei von Projektdauer, Förderperioden, kommunalen Planungshorizonten und politischen Legislaturperioden ab. Zu beobachten ist auch, dass Elektromobilität trotz vielfältiger und mehrjähriger Förderung noch immer nicht zum „Selbstläufer“ geworden ist und die Neuzulassungen für E-Pkws stagnieren. Diese Entwicklung warf die Frage auf, wie Elektromobilität vor dem Hintergrund der kommunalen Perspektive und der Implementierung und Diffusion von Innovationen zu bewerten ist, und warum sich die Diffusion der Innovation Elektromobilität so schwerfällig vollzieht. Dies geschah im Rahmen einer wissenschaftlichen Fokusgruppendiskussion im Februar 2015 mit unterschiedlichen Experten. Die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur finanzierten und durch die NOW GmbH koordinierten Projekts werden nun veröffentlicht.

Im Mittelpunkt steht dabei das Spannungsfeld von dynamischem Technologiewandel und kommunalen Planungshorizonten. Die Kommunen werden im Zuge der umfangreichen Förderprogramme „Elektromobilität“ des Bundes mit neuen Aufgabenstellungen zur Implementierung und Unterstützung technischer Innovationen im Bereich der Elektromobilität konfrontiert. Zwar sieht die überwiegende Mehrheit der Kommunen in der Elektromobilität ein gesamtgesellschaftliches Zukunftsfeld, gleichwohl sind Zeitpunkt und Art der Auseinandersetzung mit dem Thema häufig durch Einzelinteressen von Unternehmen und Fördermittelgebern getrieben und wirken mitunter tief in den öffentlichen Raum hinein (z.B. Aufbau von Ladeinfrastruktur, Ausweisung von Stellplätzen an Ladesäulen, Privilegien für Elektroautos). Mit Blick auf die Durchsetzungsfähigkeit und Breitenwirkung der Elektromobilität müssen Partikularinteressen gegen die Gemeinwohlperspektive abgewogen und technische Zweifel berücksichtigt werden.

Unterschiedliche Zeithorizonte
Kommunale Planung hat dabei auf der einen Seite – vorgegeben durch ihre formalen Instrumente sowie die Lebensdauer von Infrastrukturen und Gebäuden – zeitliche Planungshorizonte zwischen zehn und 30 Jahren. Auf der anderen Seite sind Entscheidungshorizonte der Kommunalpolitik deutlich kürzer, oft sogar kürzer als die Dauer einer Legislaturperiode. Hinzu kommt die „Taktung“ der Förderperioden, die ebenfalls Zeitfenster vorgeben. An dieser Kollision unterschiedlicher zeitlicher Perspektiven erwachsen mitunter Friktionen, etwa wenn einem politischen Bekenntnis nur (oder zu) langsam Taten folgen (können). Dies kann zu einer eher abwartenden Haltung in den Kommunen führen. Die wiederum im Widerspruch zum engen Zeitfenster für die Einführung der (technischen) Innovation Elektromobilität und dem Zeitfenster der öffentlichen Förderprogramme seitens Bund und Ländern stehen. Neben grundlegenden Fragen einer zukünftigen Verkehrssystemgestaltung und den rein technisch-infrastrukturellen Bedarfen und Ansprüchen ergeben sich dabei in den Kommunen besondere Herausforderungen für die Planungs- und Umsetzungsinstrumente. All diese Aspekte werden in der Veröffentlichung aus unterschiedlichen theoretischen Zugängen beleuchtet, ergänzt durch Aufsätze, die sich stärker der Perspektive Stadt widmen und dabei auf den Wandel von Planungsparadigmen, die Integration in die kommunale Verkehrsplanung fokussieren und Elektromobilität in unterschiedlichen Einsatzbereichen untersuchen.

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Weitere Informationen: 

Dipl.-Geogr. Anne Klein-Hitpaß
Telefon: 030/39001-204
E-Mail: klein-hitpass@difu.de

www.difu.de sowie http://starterset-elektromobilitaet.de/

Bestellung: siehe Bestellschein

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