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Difu-Berichte 3/2013 - Räumliche Auswirkungen der Energiewende

Positionspapier der führenden raumwissenschaftlichen Forschungs- und Beratungsinstitute Deutschlands

Die Energiepolitik gewinnt in Deutschland wie auch auf internationaler Ebene immer mehr an Bedeutung. Staaten und internationale Organisationen arbeiten an Strategien, um angesichts der knapper werdenden Rohstoffe und des globalen Klimawandels eine sichere regenerative Energieversorgung in Verbindung mit wirtschaftlichem Wohlstand zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund wird Deutschlands Energiepolitik mit großer Aufmerksamkeit beobachtet – hat sich doch die Bundesregierung mit ihrem Bekenntnis zur Energiewende als Ziel gesetzt, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die zivile Nutzung der Atomenergie zu beenden.

Foto einer Wasser-Energieanlage, Foto: Wikimedia Commons/author: Sylvain Perron

Wird im Zusammenhang mit der Energiewende von "Räumen" gesprochen, so wird üblicherweise danach gefragt, wie sich energiepolitische Entscheidungen räumlich auswirken werden. Dabei wird allerdings nur mit der "Energiebrille" auf die betroffenen Räume geblickt. Die umgekehrte Perspektive fehlt meist jedoch: Die verschiedenen Ausgangsbedingungen unterschiedlicher Räume werden in der Energiepolitik kaum berücksichtigt. Eine wesentliche Empfehlung der Autoren des Positionspapiers lautet daher, bei der Gestaltung der Energiewende auf jeden Fall die raumplanerische Sicht zu berücksichtigen, denn sie eröffnet zwei Perspektiven:

  • auf neue Anforderungen und Problemlagen in Räumen, z.B. einer Stadt, einer Region, einer bestimmten Fläche einerseits
  • sowie andererseits auf veränderte Verhältnisse zwischen Räumen, z.B. zwischen Bundesländern oder zwischen Stadt und Land.

Das Positionspapier nimmt genau diese Zusammenhänge unter die Lupe. Es verdeutlicht, warum räumliche Belange in der Energiepolitik stärkere Berücksichtigung finden müssen und welchen großen Forschungs- und Handlungsbedarf es zu dem Themenkomplex gibt. Zu den Adressaten des Positionspapiers gehören politische Entscheidungsträger, Verantwortliche in Raum- und Stadtplanung wie auch Energiewirtschaft, ebenso wie die wissenschaftliche Gemeinschaft.

Die Raumwissenschaften definieren Räume als Ergebnisse des Zusammenspiels physischer und sozialer Faktoren. Daran orientiert sich auch die Gliederung des Textes: In einer Bestandsaufnahme werden physisch-räumliche Aspekte der Energiewende ebenso wie Institutionen und Akteure betrachtet. Thematisiert werden jeweils neue Anforderungen und Problemlagen in diesen Räumen sowie neue Verhältnisse zwischen diesen Räumen. Darauf basierend werden in dem Positionspapier der raumwissenschaftliche Forschungsbedarf benannt und politische Handlungsempfehlungen gegeben.

Die Autoren betonen, dass die Raumforschung mit ihrem themenorientierten interdisziplinären und zugleich anwendungsorientierten Zugang über hervorragende methodische und fachliche Kompetenzen für die vertiefte Behandlung der räumlichen Auswirkungen der Energiewende verfügt. Die Raumforschung sollte daher in die wissenschaftliche Begleitung des Prozesses der Transformation auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen stärker als bisher eingebunden werden. Sie sollte umgekehrt aber auch selbst noch stärker ihr wissenschaftliches Know-how einbringen.

Das Positionspapier benennt Forschungsbedarfe sowie politische Handlungsempfehlungen. Es wurde im Raumwissenschaftlichen Netzwerk 11R erarbeitet, dem Zusammenschluss der führenden raumwissenschaftlichen Forschungs- und Beratungsinstitute in Deutschland.

Weitere Informationen: 

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann
Telefon: 030/39001-241
E-Mail: kj.beckmann@difu.de

Dipl.-Sozialökonom/Dipl.-Volkswirt Jens Libbe
Telefon: 030/39001-115
E-Mail: libbe@difu.de

Bestellung: siehe Bestellschein

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