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Difu-Berichte 3/2005 - Kommunale Umwelt gesundheitsfördernd gestalten

Praxis der Lokalen Agenda 21

Kommunale Umwelt gesundheitsfördernd gestalten - Praxis der Lokalen Agenda 21

Das Themenfeld "Umwelt und Gesundheit" hat in den letzten Jahren vor allem im Hinblick auf Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung zunehmend an Bedeutung gewonnen. So legte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur 2. Europäischen Konferenz "Umwelt und Gesundheit" 1994 in Helsinki einen "Aktionsplan Umwelt und Gesundheit für Europa" vor und die Umweltund Gesundheitsminister der teilnehmenden Staaten einigten sich darauf, diesen Plan auf nationaler Ebene durch "Nationale Aktionspläne Umwelt und Gesundheit" umzusetzen. Auch in Deutschland wurde 1999 ein bundesweites Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) ins Leben gerufen.

Bei der Vernetzung von Umwelt und Gesundheit gewinnen auch Aktivitäten der Kommunen zunehmend an Bedeutung. Besonders auf lokaler Ebene zeichnet sich Handlungsbedarf im Hinblick auf die Entwicklung nachhaltig gesundheitsverträglicher Umweltverhältnisse ab. Beispiele hierfür: ein gesundes Wohnumfeld, ausreichende Erholungsflächen sowie Spiel- und Bewegungsräume und die Verringerung der Verkehrs-, Lärm und Luftbelastung. Dabei erscheint es weder zweckmäßig noch aussichtsreich, Parallelstrukturen im Sinne "Kommunaler Aktionspläne Umwelt und Gesundheit" zu bereits vorhandenen kommunalen Strukturen mit ähnlicher Programmatik und Arbeitsweise aufzubauen. Vielmehr wird es von Fachleuten für sinnvoll gehalten, an bestehende Strukturen in den Kommunen anzuknüpfen und eine stärkere Vernetzung der einzelnen Akteure anzustreben. In diesem Zusammenhang wird vor allem auf die Lokale Agenda 21 hingewiesen.

Auch wenn das Thema Gesundheit in der bisherigen Praxis der Lokalen Agenda 21 lange nicht den gleichen Stellenwert hat wie das Thema Umwelt, scheinen mit dem "Instrument" der Lokalen Agenda 21 auf kommunaler Ebene gute Voraussetzungen für eine stärkere Integration der vorhandenen Sachkompetenzen in den Umwelt- und Gesundheitsbereichen und für die ressortübergreifende Nutzung von Synergiepotenzialen an der Schnittstelle zwischen Umwelt und Gesundheit zu bestehen. Das Difu hat sich daher gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern (agendatransfer, Agentur für Nachhaltigkeit GmbH; Fachhochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen; Institut für Medizinsoziologie am Universitätsklinikum Eppendorf der Universität Hamburg; Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst Nordrhein-Westfalen) in einer im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) vom Umweltbundesamt geförderten Expertise mit folgenden Fragen beschäftigt:

Windmühlen
  • Werden die Potenziale der Lokalen Agenda 21 im Hinblick auf eine Verknüpfung und Vernetzung der Themenbereiche Umwelt und Gesundheit auf kommunaler Ebene bereits ausgeschöpft? Und wenn ja, inwieweit?
  • Welche erfolgreichen Strategien und Projekte werden in der kommunalen Praxis hierfür entwickelt und umgesetzt?
  • In welchen Bereichen existieren Kooperations- und Kommunikationsbarrieren oder andere Hemmnisse?
  • Welcher Informations- und Unterstützungsbedarf besteht in diesem Zusammenhang bei den Vor-Ort-Akteuren?

In der empirisch angelegten Untersuchung wurden verschiedene quantitative und qualitative Methoden angewandt und verknüpft: schriftliche Umfrage bei kreisfreien Städten und Kreisen mit Lokale-Agenda-Beschluss, Fallstudienanalyse in den Städten Heidelberg, Magdeburg, München und Viernheim, Expertengespräche sowie schriftliche Befragung der Länderministerien für Umwelt und Gesundheit. Die zentralen Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Empfehlungen der Expertise enthält die neue "Aktuellen Information" des Difu. Die gesamte Expertise wird in Kürze unter
http://www.apug.de im Volltext als Download verfügbar sein: Christa Böhme, Bettina Reimann und Ulla-Kristina Schuleri-Hartje, Lokale Agenda 21 - Umwelt und Gesundheit, Teil 1, Expertise: Kommunale Praxis, Berlin 2005).

Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. Christa Böhme
Telefon: 030/39001-291
E-Mail:
boehme@difu.de

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siehe
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Download unter
http://www.apug.de

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