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Difu-Berichte 2/2019 - Mobilitätsstationen in der kommunalen Praxis

Im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Forschungsprojekts „City2Share“ wurden unterschiedliche Modelle sowie Praxiserfahrungen mit Mobilitätsstationen in München, Bremen, Leipzig und Offenburg verglichen.

Mobilitätsstationen

Seit einigen Jahren entstehen immer mehr Mobilitätsstationen. Zudem können sie beispielsweise über die „Kommunalrichtlinie“ des Bundes gefördert werden. Nachdem die Hansestadt Bremen bereits 2003 die ersten „mobil.punkte“ eröffnet hat, folgen nun immer mehr Kommunen diesem Beispiel, mit teils sehr unterschiedlichen Betreiberkonzepten und Mobilitätsangeboten. Auch am Stadtrand und im Umland spielen Mobilitätsstationen in verkehrsplanerischen Überlegungen eine immer größere Rolle.

Mobilitätsstationen dienen der Angebotsdiversifizierung sowie der Verknüpfung vielfältiger Mobilitätsangebote (s. S. 16). Konkret soll die Multi- sowie Intermodalität gesteigert werden, mit dem Ziel, den privaten Autobesitz und die negativen Begleiterscheinungen zu reduzieren. Die Wirkungsweise und Bedeutung von Mobilitätsstationen wurde bisher jedoch wenig erforscht. Hier knüpft das Forschungsprojekt „City2Share“ an. Kern des Projekts ist die Evaluation der zwischen 2017 und 2019 in Hamburg (drei Stationen) und München (vier Stationen) errichteten Elektro- Mobilitätsstationen. Die Stationen befinden sich in innerstädtischen Quartieren und unterscheiden sich hinsichtlich der Anbindungsqualität an den ÖPNV, der Lage im Quartier, sowie der Art und Anzahl verfügbarer (geteilter) Mobilitätsangebote. Mithilfe der vom Difu koordinierten begleitenden Wirkungs- und Prozessanalyse sollen die Wirkungen von Mobilitätsstationen auf Umwelt, Stadtraum sowie Mobilitäts- und Nutzerverhalten in den unterschiedlichen Konfigurationen näher beleuchtet und Verbesserungspotenziale im Umsetzungsprozess identifiziert werden.

In einem projektbegleitenden Städtenetzwerk wurden bisherige Erfahrungen diskutiert und in einem Diskussionspapier zusammengefasst.

Neben den Münchener Erfahrungen werden auch Praxiserfahrungen aus mittleren Großstädten wie Bremen und Leipzig sowie der aus der Mittelstadt Offenburg dargestellt. Zentrale Fragen sind u.a.:

  • Welche Ziele werden mit den Mobilitätsstationen verfolgt?
  • Was sind Mindestanforderungen und -angebote einer Mobilitätsstation?
  • Wer betreibt die Mobilitätsstationen? Welche Rolle übernimmt die Kommune, welche das Verkehrsunternehmen?
  • Was sind die wichtigsten „lessons learned“ (Hemmnisse, Akzeptanz, Betrieb, Umweltwirkungen)?

Mobilitätsstationen werden in den Kommunen als grundsätzlich sinnvolles Element der Verkehrsplanung gesehen. Weiterer Diskussionsbedarf ergibt sich unter anderem hinsichtlich der Konzeption der Stationen (Rolle des ÖPNV, Ausstattung) sowie in Bezug auf betriebliche und bauliche Aspekte. Konkret standen u.a. Fragen der Flächensicherung und nach effektiven Betreibermodellen im Fokus.