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Difu-Berichte 2/2017 - Wasserinfrastrukturen für die zukunftsfähige Stadt

Innovative Lösungen zur Anpassung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung an die sich verändernden Rahmenbedingungen: Forschungsergebnisse sind in einem Handbuch für Wasserwirtschaft, Kommunalverwaltung und -politik veröffentlicht.

Die Siedlungswasserwirtschaft ist essenzieller Teil der Daseinsvorsorge. Infrastrukturen der Wasserwirtschaft sorgen nicht nur für eine sichere Versorgung mit Trinkwasser und für hygienische Verhältnisse, sondern sind auch für den Umgang mit Überflutung und den allgemeinen Schutz der Gewässer verantwortlich. Sie tragen maßgeblich zur Gesundheitsvorsorge und zum Umweltschutz bei und sind so ein Standbein des Wohlstands.

Foto einer Wasserlawine

Die Infrastrukturen der Siedlungswasserwirtschaft sind ein über Jahrzehnte aufgebautes milliardenschweres Anlagevermögen und einer der größten Posten in den Kommunalhaushalten. Sie stehen derzeit unter großem Veränderungsdruck. Vorangetrieben durch aktuelle Entwicklungen – demografischen Wandel, Energiewende, Verknappung von Ressourcen, Umweltverschmutzung und Klimawandel – werden in den kommenden Jahrzehnten mitunter weitreichende Anpassungen der Wasserinfrastrukturen notwendig. Ziel muss dabei vorrangig sein, nachhaltige Wasserdienstleistungen zu bezahlbaren Preisen zu sichern.

Daher wurden von 2013 bis 2016 in 13 Verbundprojekten innovative Lösungen für die Anpassung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung an sich verändernde Rahmenbedingungen entwickelt und erprobt. Gefördert wurden die Projekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme "Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung" (INIS).

Die 13 Verbundprojekte der INIS-Fördermaßnahme deckten ein breites Themenspektrum ab. Von der Wasserversorgung über die Stadtentwässerung und Abwasserentsorgung bis hin zu den zukunftsorientierten integrierten Konzepten für Wasser, Abwasser und Energie wurden nahezu alle Systemelemente urbaner Wasserinfrastrukturen in den Fokus genommen und Vorschläge für ihre Weiterentwicklung erarbeitet. Dabei wirkten Kommunen, Ver- und Entsorgungsbetriebe oder auch Planungs- und Ingenieurbüros aktiv mit. Dass die Ergebnisse in ganz unterschiedlichen Kommunen und Regionen Deutschlands modellhaft umgesetzt wurden, stärkt die Praktikabilität und Übertragbarkeit der Lösungen. Gleichzeitig funktionierte der Wissenstransfer von Beginn an: von der Forschung in die Praxis und umgekehrt.

Begleitet wurden die Projekte vom Vernetzungsund Transfervorhaben INISnet, das sich der "strategischen Kommunikation" der Ergebnisse widmete. INISnet wurde von wichtigen Multiplikatoren der Städte und der deutschen Wasserwirtschaft, dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), der Forschungsstelle des Deutschen Vereins des Gasund Wasserfaches (DVGW) an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) durchgeführt.

INISnet war auch für die Abschlusspublikation mit allen Ergebnissen der Fördermaßnahme verantwortlich. Das Handbuch dient dazu, die Ergebnisse aus der Forschung für einen breiten Kreis potenzieller Nutzer verfügbar zu machen. Die zahlreichen Beiträge spiegeln die große Themenvielfalt wider: Wasserversorgung und Abwasserentsorgung unter Veränderungsdruck, Optimierung von Anlagen und Betrieb, Erschließung ungenutzter Potenziale durch sektorübergreifende Lösungen, integrierte Bewertung innovativer Systemlösungen, Werkzeuge für Planung, Entscheidungsfindung und Visualisierung, Integration von Stadt- und Infrastrukturentwicklung, Akteure, Strategien und Institutionen der Transformation. Das Handbuch soll vor allem der Ergebniskommunikation in die Praxis dienen. Damit werden die Wasserwirtschaft, Entscheidungsträger in Kommunalverwaltungen sowie nachgeordnet auch die Politik adressiert. Einzelne Beiträge richten sich auch an die Wissenschaft, da die Forschung neben Antworten stets auch neue Fragen aufwirft.

Weitere Informationen: 

Dr. Jens Libbe
+49 30 39001-115
libbe@difu.de

Mediathek NaWaM INIS

Die Fördermaßnahme "Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (INIS)" wurde im Förderschwerpunkt "Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)" als Bestandteil des BMBF-Programms "Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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