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Difu-Berichte 2/2016 - Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil

Preisträger des Bundeswettbewerbs ausgezeichnet

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat 2015 erstmals den bundesweiten Wettbewerb "Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil" ausgeschrieben.

Cover der PublikationSchwerpunktthema des vom Deutschen Institut für Urbanistik betreuten Wettbewerbs war die Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen. Dass dieses Thema so prominent gesetzt wird, hat gute Gründe. Bewegung und Mobilität können die Lebensqualität im Alter verbessern und sich positiv auf das Älterwerden auswirken. Bewegung dient zudem der Vorbeugung altersbedingter Krankheiten und wirkt gesundheitlichen Beschwerden entgegen. Im Idealfall werden durch Bewegungs- und Mobilitätsförderung die Anzahl gesunder Lebensjahre erhöht und die Pflegebedürftigkeit hinausgeschoben.

Der Wettbewerb ist auf eine breite Beteiligung gestoßen. Insgesamt wurden 94 Beiträge eingereicht. Mitgemacht haben Städte, Gemeinden und Landkreise aus dem gesamten Bundesgebiet. Hierbei stellten kreisangehörige Kommunen die stärkste Teilnehmergruppe.

Eine von der BZgA berufene Jury aus Wissenschaft und Praxis hat die Wettbewerbsbeiträge bewertet und die Preisträger ausgewählt. Für die prämierten Wettbewerbsbeiträge stellte die BZgA ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung.

Preisträger

Neun Städte, Gemeinden und Landkreise wurden am 25. April 2016 im Kaisersaal der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin für ihre vorbildlichen Aktivitäten zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte durch die Leitung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Dr. med. Heidrun Thaiss und den Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Dr. Volker Leienbach. Prämiert wurden folgende Kommunen:

Kreisfreie Städte

Die Stadt Köln (1. Platz, 10.000 Euro) wird für ihre Initiative "gesund und mobil im Alter" prämiert. Gesundheitsförderung bei älteren Menschen ist in der Kommunalverwaltung der Stadt Köln strukturell verankert. 2008 wurde eine eigene Stelle "Gesundheitsförderung im Alter" im Gesundheitsamt eingerichtet. Die Qualität der Arbeit dieser Stelle spiegelt sich auch darin, dass Köln 2012 zum Kompetenz-Zentrum "Gesundheit im Alter" des Gesunde-Städte-Netzwerks ernannt wurde. Neben gesamtstädtischen Aktivitäten werden quartiersorientierte Ansätze verfolgt. Die kommunale Präventionsarbeit erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Sozialraumkoordinatoren und stadtteilbezogenen Seniorennetzwerken.

Die Landeshauptstadt Stuttgart (2. Platz, 6.000 Euro) wird für ihren Beitrag "Gesund und aktiv älter werden in Stuttgart" ausgezeichnet. Im Beitrag wird der Gesamtansatz der Stadt zu Gesundheitsförderung und Prävention unter besonderer Berücksichtigung der Mobilitäts- und Bewegungsförderung älterer Menschen dargelegt. Die facettenreiche Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung und Förderung der körperlichen Aktivität und Mobilität wird beispielhaft durch drei Einzelprojekte illustriert, welche als programmatische und stadtteilbezogene Ansätze – wie z.B. "Soziale Stadt Neugereut. Mobilität und Bewegungsförderung für Senioren"– weit über Einzelmaßnahmen hinausgehen. Der Beitrag zeigt eine bemerkenswert breite ämterübergreifende Arbeit.

In der Kategorie "Kreisfreie Städte" wurde zwei dritte Plätze vergeben. Die Landeshauptstadt Dresden (3. Platz, 4.000 Euro) wird für ihr strategisches Gesamtkonzept zur Förderung der körperlichen Aktivität prämiert. Das Dach des Konzepts bilden der Sportentwicklungsplan und der Aktionsplan "Aktives Altern", welche mit konkreten Maßnahmen – insbesondere für Menschen der Generation "50 plus" – untersetzt sind. Mit der Ausrichtung auf benachteiligte Stadtteile stehen sozial benachteiligte Menschen im Fokus. Zudem hat Partizipation eine zentrale Bedeutung.

Die Stadt Heidelberg (3. Platz, 4.000 Euro) wird für das Netzwerk "Mehr Bewegung lebenslang" ausgezeichnet. Im Fokus steht die langjährige Vernetzung von Akteuren aus dem öffentlichen, gemeinnützigen und wissenschaftlichen Bereich mit dem Ziel, günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen ältere Menschen zur Bewegung und sportlichen Betätigung motiviert werden (z.B. durch die Einrichtung und Betreibung eines Bewegungsparcours). Die niedrigschwelligen Bewegungsangebote für Senioren sind flächendeckend und quartiersorientiert angelegt und soziallagensensibel ausgerichtet.

Kreisangehörige Städte und Gemeinden

Die Gemeinde Dötlingen (1. Platz, 10.000 Euro) wird für ihr Konzept "Wi helpt di" – Wir für unsere Zukunft in Dötlingen" ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht ein Arbeitskreis aus ca. 50 Bürgern, der zu den Themen "Wohnen und Leben im Alter in der Gemeinde Dötlingen" verschiedene Projekte und Maßnahmen erarbeitet hat. Daraus entstanden ist das Konzept "Wi helpt di" mit den drei Säulen: Nachbarschaft leben, Wohnen gestalten, Pflege organisieren. Unterstützung leistet eine von der Gemeinde eingestellte Halbtagskraft.

Die Stadt Gladbeck (2. Platz, 6.000 Euro) wird für ihren Beitrag "Bewegt und gesund älter werden in Gladbeck" ausgezeichnet. Im Zentrum des Beitrags stehen Aufbau und Entwicklung des (seniorenbezogenen) Sports in der Stadt Gladbeck über die letzten Jahrzehnte bis heute. Im engen Kontext zum landesweiten Projekt "Zukunft gestalten – aktiv und gesund älter werden in Nordrhein-Westfalen" wurden und werden Maßnahmen in Kooperation und Zusammenarbeit der Stadt Gladbeck, des Seniorenbeirats und des Stadt-SportVerbandes (weiter)entwickelt.

Die Stadt Rödental (3. Platz, 4.000 Euro) wird für ihre Initiative "Prävention bei Hochbetagten" ausgezeichnet. Im Fokus des Beitrags steht die Gesundheitsprävention für ältere Menschen über 65 Jahre sowie für Hochaltrige durch Fitnesstraining und aufsuchende ehrenamtliche Arbeit. Der Beitrag dient in starkem Maße der Förderung von Empowerment, Eigeninitiative, Partizipation und ehrenamtlichem Engagement älterer Menschen in einer ländlichen Struktur.

Landkreise

Der Landkreis Havelland (1. Platz, 10.000 Euro) wird für sein "Demografie-Projekt Havelland" ausgezeichnet. Ein Demografie-Konzept bildet die Grundlage für das "Demografie-Projekt Havelland" – einer an drei Handlungsfeldern (Mobilität/Gesundheit und Pflege/Wohnen und Wohnumfeld)  orientierten Zusammenarbeit von acht im Landkreis ansässigen Projektpartnern. Ein besonderer Projektbaustein ist der Demografie-Fonds, in den alle Projektpartner jährlich einen festen Betrag zur Förderung von Modellprojekten einzahlen. Für die Dauer des Projekts wurde eine Geschäftsstelle eingerichtet, die direkt dem Büro des Landrates zugeordnet ist.

Der Landkreis Euskirchen (2. Platz, 6.000 Euro) wird für seinen Beitrag "Sicherung der Mobilität älterer Bürger/innen und Förderung der Kommunikation zwischen den Generationen im Kreis Euskirchen" prämiert. Im Kern steht eine "DemografieInitiative", die den Rahmen bildet für die Umsetzung einer Vielzahl von Projekten zur Daseinsvorsorge und Mobilität älterer Bürger. Das Einzelprojekt "Dorfauto mit ehrenamtlichen Fahrern" orientiert dabei auf die Mobilitätssicherung unter schwierigen Bedingungen von Älteren ohne eigenes Auto.

Foto aller Preistragerinnen und Preisträger und der Laudatoren

Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse

Um die Breite der eingereichten Beiträge für den Wettbewerb und die insgesamt herausragenden Aktivitäten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und anderen Kommunen einen Anreiz zu geben, von den Erfahrungen zu lernen, werden die Wettbewerbsergebnisse in einer Dokumentation veröffentlicht. Außerdem können alle Wettbewerbsbeiträge sowie die Wettbewerbsdokumentation im Internet abgerufen werden.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. Christa Böhme
Telefon: 030/39001-291
E-Mail: boehme@difu.de

Dr. Bettina Reimann
Telefon: 030/39001-191
E-Mail: reimann@difu.de

Internetseite des Wettbewerbs: www.wettbewerb-aelterwerden-in-balance.de

Download und Informationen zur Bestellung der Wettbewerbs-Dokumentation

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