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Difu-Berichte 2/2013 - Maßnahmen zum Klimaschutz im historischen Quartier

Kommunale Arbeitshilfe erschienen

Cover des Heftes

Historische Stadtquartiere leisten mit ihren überwiegend kompakten Baustrukturen und kurzen Wegen zwischen den unterschiedlichen Nutzungen einen entscheidenden Beitrag zu Klimaschutz, Umweltverträglichkeit und Ressourcenschutz. Die dauerhafte Nachnutzung des Bestands und der entsprechend schonende Umgang mit Rohstoffen machen die historischen Quartiere beispielhaft im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Effizienz.

Doch auch die Altbestände bedürfen einer weiteren energetischen und klimatischen Ertüchtigung. Dabei sind es nicht nur die objektbezogenen Maßnahmen, welche mit Blick auf den Klimaschutz zum Tragen kommen sollten. Über die energetische Gebäudesanierung hinaus können auch quartiersbezogene Potenziale Relevanz für den Klimaschutz entfalten. Eine Aktivierung dieser Reserven und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen sind von entscheidender Bedeutung, um die Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit von historischen Quartieren zu sichern und den langfristigen Erhalt des baukulturellen Erbes zu gewährleisten.

Das Difu hat im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung eine Arbeitshilfe zum Thema erarbeitet. Die Arbeitshilfe beinhaltet wesentliche Grundlagen, wie konzeptionelle Vorbereitung von klimaschutzrelevanten Maßnahmen im historischen Quartier gelingen kann und wie die Vereinbarkeit von Klimaschutz und Denkmalschutz sichergestellt wird.

Im Ergebnis kristallisieren sich zwei wesentliche Aspekte heraus, die dem kommunalen Handeln im Rahmen von Klimaschutzaktivitäten im historischen Quartier stets zu Grunde gelegt werden sollten. Zum einen ist ein behutsames Vorgehen gefragt, welches eine intensive Auseinandersetzung mit den jeweils individuellen Rahmenbedingungen und baukulturellen Werten im historischen Quartier voraussetzt. Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, um die besonderen Merkmale eines Ortes zu untersuchen und stadtbildprägende Elemente zu identifizieren. Auch die möglichen Handlungsfelder und -optionen für Klimaschutzaktivitäten im historischen Quartier sind vielfältig. Welche davon tatsächlich für eine Umsetzung geeignet sind, hängt stets von den spezifischen Rahmenbedingungen ab.

Zum anderen lässt sich festhalten, dass sich die Herausforderung, historische Quartiere zukunftsweisend im Sinne von Denkmalund Klimaschutz weiterzuentwickeln, nur durch integriertes Handeln bewältigen lässt. Dies betrifft sowohl die Identifizierung von passenden Handlungsfeldern und -optionen, deren Wechselwirkung mit anderen Themenfeldern immer zu berücksichtigen ist, als auch die Beteiligung unterschiedlicher Akteure und Nutzergruppen im Quartier. Für die Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit von klimaschutzrelevanten Maßnahmen ist eine umfassende Einbindung der verschiedenen Fachämter einer Kommune, der unterschiedlichen Akteure in der Stadt und der Bewohner eines historischen Quartiers unerlässlich.

Foto: Augsburg

Die zahlreichen Praxisbeispiele in der nun veröffentlichten Arbeitshilfe veranschaulichen die entsprechenden kommunalen Herangehensweisen bei Klimaschutzaktivitäten im historischen Kontext und geben Anregungen, ähnliche Projekte in baukulturell wertvollen Quartieren zu initiieren. Sie verdeutlichen gleichzeitig den aktuellen Stand der kommunalen Praxis zur Vereinbarkeit der Belange von Denkmal- und Klimaschutz.

Kostenloser Download "Maßnahmen zum Klimaschutz im historischen Quartier".

Weitere Informationen: 

Privatdozent Dr. Arno Bunzel
Telefon: 030/39001-238
E-Mail: bunzel@difu.de

Dipl.-Ing. Daniela Michalski
Telefon: 030/39001-270
E-Mail: michalski@difu.de

Bestellung: siehe Bestellschein

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