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Difu-Berichte 2/2011 - Verstetigung der Sozialen Stadt in Nordrhein-Westfalen

Heft Verstetigung der Sozialen Stadt in Nordrhein-WestfalenSeit 1993 werden in benachteiligten Quartieren Nordrhein-Westfalens Strategien und Maßnahmen der integrativen Stadtteilentwicklung umgesetzt – zunächst im Rahmen des „Integrierten Handlungsprogramms der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“, seit 1999 im Zuge des Bund-Länder- Programms „Soziale Stadt“. Da die Gebiete nur für einen begrenzten Zeitraum gefördert werden können – seit 2006 ist dies auch im Artikel 104b des Grundgesetzes festgeschrieben –, wird das Thema der Sicherung und Verselbstständigung tragfähiger Strukturen in den Quartieren zunehmend in den Blick genommen. In Nordrhein-Westfalen befinden sich bereits mehr als 20 Stadtteile in der Verstetigungsphase: Hier werden Konzepte zur Sicherung tragfähiger Strukturen für die Quartiersentwicklung realisiert und entsprechende Umsetzungserfahrungen gemacht. Für weit mehr Gebiete steht eine solche Statusüberführung noch aus.

Vor diesem Hintergrund erarbeitete das Deutsche Institut für Urbanistik im Auftrag der Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH (EG DU) und des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MWEBWV) eine Broschüre zum Stand der Verstetigung integrierter Quartiersentwicklung in Gebieten der Sozialen Stadt in NRW. Darin werden zunächst die Verstetigungsdiskussion zusammengefasst (Ziele, Elemente, Akteure) sowie das Spektrum zwischen gebietsbezogenen Einzelansätzen (anchoring) und gesamtstädtischen Strategien (mainstreaming) aufgezeigt.

Schwerpunkt der Veröffentlichung ist die Darstellung von Praxisbeispielen zu den verschiedenen Aspekten von Verstetigung:

Foto: Fußgängerzone

  • Gesamtprozess am Beispiel Wuppertal- Ostersbaum
  • Verstetigungskonzepte am Beispiel Duisburg-Bruckhausen
  • Kooperation von Kommune und Universität als organisatorische Basis an den Beispielen Essen-Katernberg und -Altendorf
  • Kommunale Regelfinanzierung am Beispiel Hamm-Norden
  • Gemeinwesenentwicklung als Grundlage für Verstetigung am Beispiel Düren- Süd-Ost
  • Vereine als Träger von Verstetigung am Beispiel Gelsenkirchen
  • Bedeutung lokaler Stadtteilbüros am Beispiel Ahlen-Süd/Ost
  • Bedeutung baulich-räumlicher „Anker“ im Quartier am Beispiel Eschweiler-Ost
  • Wohnungswirtschaft als Partner am Beispiel Dortmund-Scharnhorst

Im dritten Teil der Broschüre werden aus der Gegenüberstellung von Theorie und Praxis bzw. aus den Erfahrungen mit Verstetigung vor Ort zusammenfassende Erkenntnisse und Möglichkeiten der Übertragbarkeit entwickelt. Danach muss Verstetigung als Prozess (über einen längeren Zeitraum hinweg) verstanden und umfangreiche Beteiligung frühzeitig begonnen werden. Da die Entwicklung benachteiligter Stadtteile nie „fertig“ ist, wird im Zuge des Verstetigungsprozesses ein (erneutes bzw. intensiveres) Nachdenken über die Funktion dieser Quartiere für die Gesamtstadt erforderlich. Die Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten ist ein wesentliches Element von Verstetigungsprozessen, was unter anderem die Bedeutung von Partnerschaften mit Dritten wie der Wohnungswirtschaft unterstreicht. Verstetigung setzt vor allem bei den Akteuren der Quartiersentwicklung an und benötigt (dafür) eine kontinuierliche „Motorenfunktion“, wie sie bisher die lokalen Quartiermanagements ausübten. Insgesamt – so lässt sich zusammenfassen – darf Verstetigung nicht dem Zufall überlassen werden, sondern sollte als komplexer strategischer Ansatz verstanden werden.

Download der Broschüre: http://edoc.difu.de/edoc.php?id=7TINRUJ6

Bestellung der Printfassung: Die Broschüre kann per Fax, E-Mail oder Postkarte bei den GemeinnützigenWerkstätten Neuss GmbH bestellt werden (Veröffentlichungsnummer SB-143): Gemeinnützige Werkstätten Neuss GmbH
Betriebsstätte
Am Henselsgraben 3
41470 Neuss
E-Mail: mwebwv@gwn-neuss.de
Fax: 02131/9234-699

Weitere Informationen: 

Dr. rer. nat. Thomas Franke
Telefon: 030/39001-107
E-Mail: franke@difu.de

Dipl.-Ing. Wolf-Christian Strauss
Telefon: 030/39001-296
E-Mail: strauss@difu.de

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