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Difu-Berichte 2/2009 - Jubiläumskongress Soziale Stadt – 10 Jahre Soziale Stadt. Das Bund-Länder-Programm in der Praxis

Jubiläumskongress Soziale Stadt

10 Jahre Soziale Stadt. Das Bund-Länder-Programm in der Praxis

Am 5. Mai 2009 veranstaltete das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Umweltforum Auferstehungskirche in Berlin den Jubiläumskongress „10 Jahre Soziale Stadt – Das Bund-Länder-Programm in der Praxis“. Rund 400 Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen, Partner aus Politik und Gesellschaft sowie lokale Akteure zogen eine Zwischenbilanz der integrierten Entwicklung benachteiligter Stadtteile. Bundesbauminister Tiefensee unterstrich die Bedeutung des Programms nicht nur für die baulich-städtebauliche Erneuerung benachteiligter Quartiere, sondern vor allem auch für sozial-integrative Maßnahmen und Projekte, unter anderem aus den Bereichen Integration, Bildung, Beschäftigung und Gesundheit. „Sie können davon ausgehen: Dieses Programm wird auf hohem Niveau weitergeführt“, lautete eine seiner Schlussfolgerungen. Franz Müntefering – 1999 bei Start des Programms amtierender Bundesbauminister – wies unter anderem darauf hin, dass der Erfolg des Programms weiterhin davon abhänge, dass Bund, Länder und Gemeinden zusammenwirken und die verschiedenen Ressorts kooperieren. Wesentlich komme es – so der Vorsitzende der SPD weiter – auch auf das Engagement der Bürger vor Ort an: „Das Geheimnis des Erfolgs wird immer sein, ob man Menschen findet, die sich für ihren Stadtteil, für ihre Stadt engagieren“. Auch Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Bauministerkonferenz, würdigte das Programm vor allem wegen seines „lernenden“ und aktivierenden Charakters als den richtigen und daher fortzuführenden Ansatz zur Entwicklung benachteiligter Stadtteile.

Foto Jubiläumskongress
Gut besucht war der Jubiläumskongress des erfolgreichen Bund-Länder-Programms.

Im Mittelpunkt des Kongresses stand die Präsentation ausgewählter Projekte aus den Bereichen Wohnen, Bildung, Lokale Ökonomie, Integration vor Ort sowie Gesundheit. So zeigte das Beispiel des Projekts  „Wohnen in der Sozialen Stadt“ in Nürnberg-Nordostbahnhof, wie die Kooperation von Stadt, Wohnungsunternehmen und Bewohnern zu einer umfassenden Quartiersaufwertung ohne Verdrängung führen kann. Der „Lokale Bildungsverbund Reuterkiez“ in Berlin-Neukölln steht für das Engagement von Kindertagesstätten, Schulen und anderen Einrichtungen, die Kindern und Jugendlichen durch Vernetzung und Kooperation Bildung vor Ort „aus einer Hand“ anbieten und auch die Übergänge zwischen den verschiedenen Etappen begleiten. Wie auf Basis einer leerstehenden Immobilie ein funktionierender Verbund aus Ausbildung, Förderung von Existenzgründungen und Revitalisierung eines Quartiers erfolgreich entwickelt werden kann, zeigte das Projekt „Ostpol –Gründercampus Offenbach“. Um Fragen der Integration nicht nur von Zuwanderern, sondern auch ihrer Institutionen geht es der „Begegnungsstätte in der Moschee“ und dem „Rosengarten Gülhane Elise“ in Duisburg- Marxloh: Hier wird eine neu errichtete Moschee nicht nur „geduldet“, sondern in das Quartiersleben auch der deutschen Bevölkerung integriert. Das Projekt „KLEEMOBIL – aufsuchende Sozialarbeit/Familienhebammen“ in Stralsund-Grünhufe machte schließlich deutlich, wie wichtig (nicht nur) im Bereich der Gesundheitsförderung direkte Ansprache, Erreichbarkeit und Vertrauensbildung sind.

Foto Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee
Sprach sich für die Fortführung des Programms
Soziale Stadt „auf hohem Niveau“ aus:
Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee

Über die Zukunft des Programms diskutierten im Anschluss an die Präsentation der ausgewählten Projekte die fachpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen. Konsens war hier – wenn auch aus je unterschiedlichen parteipolitischen Perspektiven – , dass mit der Sozialen Stadt prinzipiell der richtige Weg eingeschlagen wurde, der nun auch fortgesetzt werden müsse.

Eine umfangreiche Kongressdokumentation wird im Sommer 2009 als Printveröffentlichung sowie im Internet unter folgendem Link zum Download zur Verfügung stehen:
www.sozialestadt.de/veroeffentlichungen/.

Weitere Informationen:

Dipl.-Ing. Christa Böhme
Telefon: 030/39001-291
E-Mail:
boehme@difu.de

Dipl.-Geogr. Thomas Franke
Telefon: 030/39001-107
E-Mail:
franke@difu.de