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Difu-Berichte 2/2009 - Genossenschaftliches Wohnen

Wohnungsgenossenschaften in der Stadtentwicklung

Fotos BaustellenIn den vergangenen Jahren hat der Bund das genossenschaftliche Wohnen mit zahlreichen Maßnahmen unterstützt. Neben der Novellierung des Genossenschaftsgesetzes spielten dabei die Expertenkommission Wohnungsgenossenschaften sowie die Umsetzung ihrer Empfehlungen eine bedeutende Rolle. Besondere Aufmerksamkeit widmete die Bundesregierung dem Einfluss der Wohnungsgenossenschaften auf gesellschaftliche, stadtentwicklungspolitische und wohnungswirtschaftliche Entwicklungen. Sie verfolgt damit das wohnungspolitische Ziel, das genossenschaftliche Wohnen als „dritte Säule“ des Wohnungsmarktes neben Miete und Wohneigentum weiterzuentwickeln und die Zukunft der genossenschaftlichen Idee zu sichern.

Die im Rahmen der Expertenkommission aufgestellten Empfehlungen zeigen den Wohnungsgenossenschaften Wege auf, wie sie sich den neuen im Zuge gesellschaftlicher Veränderungsprozesse gestiegenen Herausforderungen stellen können (Link zu den Empfehlungen:
www.bbsr.bund.de/cln_015/nn_21946/BBSR/DE/FP/ReFo/
Wohnungswesen/ExpertenkommissionWohnungsgenossenschaften/05__Veroeffentlichungen.html
)

Diese besonderen Zielstellungen und Rahmenbedingungen werden derzeit im Rahmen eines Forschungsprojektes thematisiert, welches das Difu im Auftrag des BMVBS/BBSR zusammen mit dem Institut für Genossenschaftswesen an der Humboldt-Universität zu Berlin durchführt. Hierzu wurde eine schriftliche Befragung zur Wahrnehmung und Einschätzung der Empfehlungen der Expertenkommission Wohnungsgenossenschaften durchgeführt, an der 591 (oder „knapp ein Drittel aller“)  Wohnungsgenossenschaften in Deutschland teilnahmen. Daneben fanden Experteninterviews mit Vertretern der wohnungswirtschaftlichen Verbände, von Landesministerien, Genossenschaftsinitiativen und Kommunen statt.

Inhaltlich liegen die Schwerpunkte der Untersuchung in der Einschätzung des veränderten Stellenwertes genossenschaftlichen Wohnens seit Beginn der Arbeit der Expertenkommission sowie der Wirkung ihrer Empfehlungen auf eine marktgerechte Weiterentwicklung der Genossenschaften.

Im Detail geht es u. a. um die Erstellung entsprechender strategischer Konzepte, die Ausgestaltung interner und externer Kommunikationsprozesse, das Thema Altern in Genossenschaften und die Novelle des Genossenschaftsgesetzes.

Als weiterer zentraler Aspekt kam schließlich die Zusammenarbeit zwischen Genossenschaften und Kommunen hinzu. Denn durch den lokalen Bezug der Unternehmenstätigkeit ist die Bereitschaft bei Wohnungsgenossenschaften besonders hoch, sich auch in Themen wie die Quartiersentwicklung, in die Infrastrukturausstattung oder in die Stadtentwicklungsplanung einzubringen. Sie verfolgen als „Stakeholder“. In der Stadtentwicklung daher häufig ähnliche Ziele wie die Kommunen. Im Rahmen der  Genossenschaftsbefragung wurden daher Einschätzungen zur Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie entsprechende Erfahrungen abgefragt. Zugleich wurden im Rahmen der Difu-Mehrthemenumfrage unter den deutschen Kommunen mit über 50 000 Einwohnern deren Einschätzungen zur Zusammenarbeit mit den Genossenschaften sowie deren Rolle bei der Wohnungsversorgung erhoben.

Den letzten Baustein dieser Untersuchung bildet ein Fachgespräch am 9. Juli 2009, bei dem zentrale Thesen aus der Auswertung der Erhebungen zur Diskussion gestellt werden sollen. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens werden im Herbst dieses Jahres vorliegen.

Parallel zum Evaluationsvorhaben des Difu ist zum ersten Mal der Genossenschaftspreis Wohnen durch das BMVBS und den GdW-Bundesverband der Wohnungs- und Immobilienunternehmen ausgeschrieben und verliehen worden. Eines der Themenfelder des Wettbewerbs waren „Genossenschaften als starke Partner der Kommunen“. Eine Ausstellung mit den Wettbewerbsbeiträgen kann beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) kostenlos ausgeliehen werden (Kontakt: Katja Wischnewski, Telefon: 0228 99 401-1366, E-Mail:
katja.wischnewski@bbr.bund.de).

Weitere Informationen:

Dipl.-Geogr. Gregor Jekel
Telefon: 030/39001-190
E-Mail:
jekel@difu.de