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Difu-Berichte 2/2007 - Wie können Städte Urban-Audit-Daten für sich nutzen?

Wie können Städte Urban Audit-Daten für sich nutzen?

Neue Arbeitshilfe zur Nutzung von Urban Audit-Daten

Das europäische Urban Audit-Projekt wurde 1997 auf Initiative der EU-Kommission gestartet. Derzeit beteiligen sich 259 europäische Städte (zukünftig 360), darunter 35 Städte (zukünftig 40) aus Deutschland. Bei dem Projekt geht es um die Sammlung umfangreicher Daten, die nach demographischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Indikatoren strukturiert sind.

Die Daten werden von nationalen Koordinierungsstellen aus amtlichen Statistiken sowie von den projektbeteiligten Städten zusammengetragen. Bisher liegen Daten aus den Jahren 1991, 1996, 2001 und künftig auch von 2004 vor.

Bei Eurostat – dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften – sind die Daten in einer Gesamtdatenbank gespeichert.

Wie die eigene Stadt in ihrer Struktur und Entwicklung zu anderen europäischen Städten steht, wie wettbewerbsfähig und sozial ausgeglichen sie einzuschätzen ist und wie gut sie den Wandel vom Produktions- hin zum Dienstleistungsstandort im Globalisierungsprozess meistert, das soll jede Stadt selbst erkunden können. Die unter der Projektleitung des Difu erstellte Publikation „Nutzung von Urban Audit-Daten – eine Arbeitshilfe für deutsche Städte“ soll die Städte nun beim Umgang mit dem umfangreichen Material unterstützen.

Dazu bietet die Arbeitshilfe neben einer instrumentellen Hilfestellung auch inhaltliche Empfehlungen zur Beurteilung städtischer Entwicklungsunterschiede, die in einer interdisziplinären Redaktionsgruppe mit Vertretern der Städtestatistik, des Difu und des BBR entwickelt wurden.

Die Veröffentlichung empfiehlt die Beurteilung städtischer Entwicklungsunterschiede vor allem unter Berücksichtigung von zwei Themenfeldern, die bereits in der „Lissabon-Agenda“ (Ziel- und Maßnahmenkatalog der EU, der auf der Sondertagung des Europäischen Rates im März 2000 in Lissabon verabschiedet wurde) zitiert sind:

  • Wettbewerbsfähigkeit und
  • Soziale Kohäsion.

Für diese beiden Themenfelder wurden – nach Prüfung durch Zuverlässigkeitstests – Indizes gebildet, die sich aus verschiedenen Indikatoren zusammensetzen:


Indizes der „Wettbewerbsfähigkeit“

  • Arbeitskräfte
  • Bruttoinlandsprodukt
  • Erwerbslosigkeit
  • Erreichbarkeit
  • Bildung


Indizes der „Sozialen Kohäsion“

  • Armut
  • Gesundheit
  • Erwerbslosigkeit

Zur verständlichen Darstellung der dem Urban Audit-Datenkatalog entnommenen Indikatoren wird ein kostenlos verfügbares Online-Instrument namens „Dashboard“ zur Nutzung empfohlen.

Dieses Instrument wurde ursprünglich von der „Consultative Group on Sustainable Development Indices“ entwickelt und seit 1999 von der gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (European Commission Joint Research Centre, JRC) im Rahmen des European Statistical Laboratory weitergeführt.

Das mit der Arbeitshilfe angekündigte und bereitgestellte „Dashboard“ ist gewissermaßen ein „ready-to-work-tool“, das auf inhaltlichen Vorüberlegungen der Arbeitsgruppe basiert und in dem Indikatoren theoretisch begründet zusammengestellt wurden. Die Nutzung des Angebots richtet sich vorerst an Urban Audit-Städte, die das Programm für eigene Analysezwecke nutzen können.

Darüber hinaus ist das Programm aber auch für andere Nutzer anwendbar. Schließlich lassen sich jenseits von Urban Audit eigene Daten einstellen und eigene Dashboards erzeugen.

Weitere Informationen:

Dipl.-Sozialwiss. Antje Seidel-Schulze
Telefon: 030/39001-198
E-Mail:
seidel-schulze@difu.de

Download der Arbeitshilfe mit Dashboard-Handbuch:

http://edoc.difu.de/edoc.php?id=BIRJ3S6N

Dashboard-Programm:
www.statistik.nuernberg.de/urban-audit/ua2online/dashboard/Dashboard.htm

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