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Difu-Berichte 2/2000 - Information, Kommunikation und Multimedia in den Städten


Information, Kommunikation und
Multimedia in den Städten

 





    

Handlungsfelder Wirtschaft/Arbeit und Infrastruktur

In allen Städten ist der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien), Internet und Multimedia heute ein wichtiges Thema. Drei wesentliche Handlungsbereiche sind dabei eng miteinander verflochten: der IuK-Einsatz in der Verwaltung, die "interaktive Verwaltung" oder das "virtuelle Rathaus" und die IuK-Unterstützung in der Wahrnehmung kommunaler Aufgaben in der gesamten Breite.

Im kommunalen Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit besteht ein besonders starker Bezug zum Thema IuK und Neue Medien: bei der aktiven Wirtschaftsförderung genauso wie bei der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik. Relevante Themen sind zum Beispiel die spezifische Förderung des IuK- und Medienstandorts, die Auseinandersetzung mit dem Thema E-Commerce, die Förderung des IuK-Einsatzes in den Unternehmen und die Unterstützung der Wirtschaftsförderung durch den Einsatz von IuK-Technologien.

Vor allem die fünf folgenden Handlungsfelder eignen sich, um den Wirtschaftsstandort und den Arbeitsmarkt durch den Einsatz von IuK-Technologien und Neuen Medien zu stärken:

  • Ausbau kommunaler Netzinfrastruktur einschließlich des Angebots von Diensten, Schaffung oder Bereitstellung von Standorten (Flächen, bauliche Infrastruktur) für IuK- und Medienunternehmen oder intensive IuK-Anwender;
  • allgemeine Informations- und Interaktionsangebote der Wirtschaftsförderungseinrichtungen; Vermittlung von Angebot und Nachfrage durch Informations- und Interaktionsangebote für bestimmte Zielgruppen der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt;
  • Unterstützung bei der Schaffung von Transaktionsangeboten sowohl für die Durchführung elektronischer Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen als auch für die Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Kunden (virtuelle Marktplätze);
  • Kompetenzvermittlung, d.h. Aus- und Weiterbildung von Entscheidungsträ gern und potenziellen IuK-Anwendern in den Betrieben, "Just-in-time-knowledge" oder Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose und Arbeit Suchende im Bereich IuK und Multimedia;
  • Förderung der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen im IuK- und Medienbereich, Förderung der IuK-Anwendungen in kleinen und mitleren Unternehmen, Telematiktransfer, Aufklärung über betriebliche Anwendungsfelder, Stärkung des Innovationsmanagements;
  • Förderung der lokalen IuK- und Medienwirtschaft und Unterstützung der Ausbildung neuer Wertschöpfungsketten, Stärkung von Unternehmenskooperationen und Netzwerken durch IuK-Einsatz, Bündelung der bei öffentlichen und privaten Akteuren vorhandenen Kompetenzen im Bereich der Telematik (Ermittlung der lokalen Wissensbasis), Moderation.

Ein eigenes Kapitel befasst sich genauer mit dem Thema der infrastrukturellen Voraussetzungen, die kommunales Handeln im IuK-Bereich erst ermöglichen. Dazu gehören vor allem

  • die physische Netzinfrastruktur,
  • Kioske, Informationssäulen, Zugangspunkte zum Internet,
  • Call-Center für den Verwaltungsbereich und
  • bauliche Infrastruktur für die IuK- und Medienbranchen.

Es geht in diesem Band also ausschließlich um die außerhalb der Kommunalverwaltung angesiedelten Infrastrukturaufgaben sowie die infrastrukturellen Schnittstellen zwischen Verwaltung und "Außenwelt".

 


Weitere Informationen:
Dr. Busso Grabow
Telefon: 030/39001-248
E-Mail: 
grabow@difu.de

    

Genauer wird auf Aktivitäten von Telekommunikationsgesellschaften unter kommunaler Beteiligung (kommunale TK-Carrier) nach der Liberalisierung des TK-Marktes eingegangen. Obwohl im Februar 1999 schon 84 lokale Telekommunikationsgesellschaften unter Beteiligung von Kommunen oder kommunalen Unternehmen (meist Stadtwerken) aktiv waren, stellt sich nach wie vor die Frage, inwieweit und mit welchem Zuschnitt die Versorgung mit Telekommunikationsinfrastruktur und -diensten als "neuer" kommunaler Aufgabenbereich verstanden werden muss. Denn vielfach ist festzustellen, dass Betreibergesellschaften mit kommunaler Beteiligung eine ähnliche Geschäftspolitik betreiben wie ihre privaten Konkurrenten. Besondere Angebote im kommunalen Interesse - wie etwa die Verbesserung des Informationszugangs für Bürger, spezifi sche Angebote für die lokale Wirtschaft und die Unterstützung von Stadtinformationssystemen oder virtuellen Marktplätzen - werden bisher vergleichsweise selten geschaffen.

Die Veröffentlichung ist Bestandteil einer "Themenreihe" des Difu über die Ausgestaltung kommunaler Handlungsstrategien im Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien und neuen Medien ("Lokale IuK-Politik"). Die weiteren Bände erscheinen in den nächsten Monaten.

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