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Difu-Berichte 1/2019 - Pfade des Urbanen – Pfadkonzepte in der historischen Stadtforschung

Unter dem Titel „Pfade des Urbanen“ widmen sich die Autoren in der neuen Ausgabe der Zeitschrift "Moderne Stadtgeschichte" – MSG Herausforderungen und Potenzialen von Pfadkonzepten für die historische Stadtforschung.

Foto einer Brücke in der Hamburger Speicherstadt

Das aktuelle Heft der "Modernen Stadtgeschichte" präsentiert unter dem Titel "Pfade des Urbanen" einen eher theoretisch ausgerichteten Themenschwerpunkt. Er widmet sich der Eignung von Ansätzen der "Pfadabhängigkeit" sowie "Entwicklungspfaden" für die stadtgeschichtliche Forschung.

In seiner Einleitung skizziert der Herausgeber des Themenschwerpunkts Jörg Eiben (Hamburg) die Grundzüge dieser zunächst in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften entwickelten Konzepte. Unter Einbezug verwandter Modelle, etwa zur "Eigenlogik" von Städten, verweist er auf Potenziale, zum Beispiel für die Erforschung von Industriestädten, sowie auf die Bedeutung von lokalen Akteurskonstellationen für Pfadentwicklungen.

Der Aufsatz von Christoph Bernhardt (Berlin) gilt der theoretischen Fundierung und Unterscheidung der beiden Ansätze "Pfadabhängigkeit" und "Entwicklungspfade", die auch mit Bezug auf empirische Analysen, etwa zu städtischen Infrastrukturen, diskutiert werden. Clemens Zimmermann (Saarbrücken) verweist in seinem Beitrag auf die wechselnden Determinanten der Entwicklung Antwerpens zwischen 1500 und 1600 sowie auf die heuristischen Potenziale einer Pfadanalyse für deren Interpretation. Am Beispiel des ersten Weltkriegs und seiner Auswirkungen auf den Entwicklungspfad Darmstadt hebt Dieter Schott (Darmstadt) die Rolle historischer Brüche und daraus resultierender Pfadwechsel hervor. Christoph Strupp (Hamburg) widmet sich der Bedeutung grundlegender Einstellungen städtischer Eliten für das Festhalten an bestimmten Leitbildern, die in Hamburg langfristig wesentlich zur Festigung einer auf den Hafen fokussierten Stadtentwicklungspolitik beitrugen. In ähnlicher Weise stellt dies Michael Röhrig (Saarbrücken) für das Eintreten der Stadtpolitik in Völklingen/Saarland für die Erhaltung der Montanindustrie zwischen den 1900er und 1980er Jahren fest, deren Stabilisierung auch über Krisen hinweg gelang. Jörg Eiben hingegen analysiert für Wilhelmshafen in den 1970er und 1980er Jahren den Versuch einer Diversifizierung der städtischen Wirtschaftsstruktur und verbindet dies mit theoretischen Reflektionen zu Fragen von Pfadwechsel und -bruch. Abgeschlossen wird der Themenschwerpunkt mit einer Leitrezension von Christoph Bernhardt zu einer neueren Publikation von Sarah Bell zu "Urban Water Trajectories", in der die Entwicklungspfade städtischer Wasserpolitik in verschiedenen Weltregionen in Geschichte und Gegenwart untersucht werden.

In der thematisch offenen Rubrik "Forum" werden zwei Aufsätze zur französischen Stadtgeschichtsforschung präsentiert. Armin Ozwar (Paris) bilanziert den Forschungsstand in Frankreich insbesondere zur Stadtgeschichte nach 1945, und Stéphane Frioux (Lyon) rekonstruiert die Diffusion infrastruktureller Innovationen im Zeitraum zwischen den 1890er- und den 1940er-Jahren mit Beachtung ihrer Folgen für die Umweltsituation in den Städten.

Im Berichtsteil, der wie immer über zurückliegende Tagungen im Feld der Stadtgeschichte informiert, werden von Dieter Schott et al. ausführlich die wesentlichen Ergebnisse der großen Konferenz zur europäischen Stadtgeschichte (EAUH) Ende August 2018 in Rom zusammengefasst. Franziska Klemstein (Weimar) informiert über eine Tagung zur DDR-Planungsgeschichte in Erkner und Wilfried Romberg (Würzburg) über eine Konferenz zum Verhältnis Stadt und Fluss in Würzburg. Wie immer rundet eine Vorschau auf zahlreiche kommende stadthistorische Konferenzen mit Hinweisen zu Webseiten und Deadlines das Heft ab.

Weitere Informationen: 

Prof. Dr. Christoph Bernhardt
+49 3362 793-142
christoph.bernhardt@leibniz-irs.de

Publikation:
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