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Difu-Berichte 1/2017 - Stadt und Romantik

Stadtgeschichte in der literarischen Periode der Romantik, romantische Haltungen gegenüber Stadt sowie Rezeption und Bewahrung von Stadtbildern sind Themen der neuen Ausgabe der "Informationen zur modernen Stadtgeschichte – IMS".

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Informationen zur modernen Stadtgeschichte – IMS" behandelt das Thema "Stadt und Romantik". Die Herausgeberin Gisela Mettele (Jena) akzentuiert in ihrem gleichlautenden Leitartikel, dass dabei nicht etwa nur die Stadtgeschichte in der literarischen Periode der Romantik beleuchtet, sondern vielmehr romantische Haltungen gegenüber Stadt sowie die Rezeption und Bewahrung von Stadtbildern über verschiedene Perioden und Länder hinweg thematisiert werden.

Rheinpanorama um 1856, Foto: commons.wikimedia.org, gemeinfrei

 

Charlotte Bühl-Gramer (Erlangen-Nürnberg) zeichnet die "romantische ‚Erfindung‘ des mittelalterlichen Nürnberg im 19. Jahrhundert" nach und zeigt, wie bestimmte Elemente von Stadt im Zuge der Mittelalterbegeisterung des 19. Jahrhunderts besonders "romantisch codiert" und betont wurden. Der englische Historiker Tom Hulme (Belfast) beleuchtet eine besondere Form der Präsentation und Aneignung von Stadtgeschichte, die sogenannten ‚Pageants‘, die sich in britischen Städten im frühen 20. Jahrhundert außerordentlicher Popularität erfreuten und wichtig für die Herstellung städtischer Gemeinschaft waren. Die Stadtbauhistorikerin Katharina Brichetti (Berlin) diskutiert "Romantisierende Stadtbilder. Historismus und postmoderner Historismus im Vergleich" und identifiziert verschiedene Phasen des baulichen Historismus in der Aneignung und Wiederschaffung romantischer Stadtbilder. Celina Kress (Berlin) geht auf ein zentrales Werk des berühmten Architekten Aldo Rossi "Fatti Urbani" ein und thematisiert daran Rossis "Poesie urbaner Dinge". Christoph Bernhardt (Erkner) setzt sich mit dem Spannungsverhältnis von Romantisierung und "Authentisierung" des städtischen Bauerbes auseinander, Sylvia Necker (München) reflektiert die "malerische" Stadt im Architekturdiskurs am Beispiel der "krummen" Straße. Gisela Mettele schließlich beleuchtet in ihrer Leitrezension Bettina von Arnims berühmte Schrift "Dies Buch gehört dem König" von 1843 mit ihrer ungeschminkten Darstellung der Wohn- und Lebensverhältnisse in Preußen.

In der Rubrik 'Forum' diskutiert Claudia Gatzka (Freiburg) die Rolle von Städten als Orte politischer Kommunikation in der Bundesrepublik und in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg. Michael Zeheter (Trier) untersucht hygienepolitische Strategien britischer Ingenieure und Kolonialbeamter im indischen Madras des frühen 19. Jahrhunderts unter dem Titel "Minimale Einmischung oder Zivilisierungsmission? Koloniale Ordnungsvorstellungen, Cholerabekämpfung und Reform in Madras, 1818-1854".

Im Berichtsteil, der wie immer über aktuelle Tagungen im Feld der Stadtgeschichte informiert, fasst Isabelle Schürch die Ergebnisse der Tagung "Die Verschiffung der Welt" zur Bedeutung vormoderner Häfen zusammen. Laura Wollenweber berichtet über einen Nachwuchsworkshop "Der Migrant als Konsument in Europa" mit einer Gegenüberstellung von Konsumräumen und Migrationsmustern in Paris und Berlin in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Volker Köhler referiert die internationale Tagung "Stadt – Macht – Korruption" mit besonderer Beachtung dieses Zusammenhangs im 19. und 20. Jahrhundert. Zwei Berichte von Christoph Bernhardt und Dieter Schott vom International Committee der European Association for Urban History (EAUH) und von Jörn Eiben über verschiedene Sektionen dieser bedeutenden stadtgeschichtlichen Tagung resümieren wichtige Aspekte der neueren europäischen Stadtgeschichtsforschung. Ein von mehreren Autoren verfasster Bericht präsentiert schließlich die große planungsgeschichtliche Tagung der International Planning History Society (IPHS) in Delft im Juli 2016.

Weitere Informationen: 

PD Dr. Christoph Bernhardt
+49 33 62793-142
christoph.bernhardt@leibniz-irs.de

Publikation
Stadt und Romantik
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