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Difu-Berichte 1/2017 - Energetische Gebäudesanierungen: So können Kommunen profitieren

Der kostenlose Online-Wertschöpfungsrechner ermöglicht die Berechnung von Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzeffekten. Er kann auch ermitteln, wie sich durch eine Steigerung der Sanierungsrate die kommunale Wertschöpfung noch erhöhen ließe.

Gebäude energetisch zu sanieren, spart nicht nur Energie und ist gut für das Klima, sondern schafft auch Arbeitsplätze und trägt zur Wertschöpfung bei. Kommunen können ab sofort mit dem Online- Wertschöpfungsrechner den Umfang solcher regionalökonomischen Effekte selbst ermitteln. Der Rechner steht kostenfrei online zur Verfügung. Er wurde vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gemeinsam mit dem Difu entwickelt und auf der Kommunalen Klimakonferenz Ende 2016 in Berlin öffentlich vorgestellt. Durch die Eingabe von Daten zu Gebäudebestand, Sanierungstätigkeit und vor Ort ansässigen Wirtschaftsbetrieben lassen sich kommunale Steuereinnahmen sowie regionale Beschäftigungseffekte und Unternehmensgewinne per Mausklick berechnen. Kommunen können damit herausfinden, wie sie über die gezielte Förderung von energetischen Sanierungen zur kommunalen Wertschöpfung beitragen können. Acht Kommunen aus Deutschland waren bei der Entwicklung des Rechners an Testläufen beteiligt, so dass die Funktionalität in der Praxis sichergestellt ist.

Grafik über den schematischen Aufbau des Wertschöpfungsrechners

 

Anhand des Onlinerechners können Kommunen ermitteln, wie hoch die ökonomischen Effekte der energetischen Gebäudesanierung bereits sind, und wie sich mit einer Steigerung der Sanierungsrate die kommunale Wertschöpfung erhöhen ließe. Die Ergebnisse der Berechnungen werden in Form von Tabellen und Grafiken zur Verfügung gestellt. Sie können Gemeinden und andere Akteure vor Ort dabei unterstützen, für Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung zu werben. Lokalen Entscheidungsträgern können die Kennzahlen hilfreiche Argumente liefern, um kommunale Energieberatungen, Informationskampagnen und Förderprogramme im Bereich der energetischen Gebäudesanierung trotz knapper Kassen auf- oder auszubauen. Damit trägt der Wertschöpfungsrechner auch dazu bei, die Klimaschutzdebatte in Kommunen zu fördern. So hat die private Investition, beispielsweise in eine neue Gebäudehülle oder eine hocheffiziente Heizung mit solar thermischer Unterstützung, gleich mehrere Vorteile: Sie erhöht die Wirtschaftskraft in der Region, verringert den Abfluss von Geldströmen durch den Einkauf fossiler Energieträger und schafft Arbeitsplätze vor Ort. Die Entwicklung des Wertschöpfungsrechners wurde vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative finanziell gefördert. An ersten Pretests des Rechners nahmen die Städte Arnsberg, Bad Hersfeld, Cloppenburg, Elmshorn, Mannheim, Offenbach, Uebigau- Wahrenbrück sowie die Gemeinde Niestetal teil. Ein Handbuch unterstützt bei der Dateneingabe und gibt zusätzliche Hintergrundinformationen.

Weitere Informationen: 

Dipl-Geogr. Jan Walter
+49 221 340308-26
walter@difu.de

Link
https://wertschoepfungsrechner.difu.de/startseite/

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