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Difu-Berichte 1/2010 - Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen

Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen:
Projektabschlussbericht und Anhangband, BBSR-Online-Publikation, Nr. 37/2009
http://d-nb.info/1000663264/34
http://d-nb.info/1001030516/34

Ansätze Integrierter Stadtentwicklung gewinnen nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen EU-Mitgliedstaaten zunehmend an Bedeutung. Betont wird dies beispielsweise in der „LEIPZIG CHARTA zur nachhaltigen europäischen Stadt“, die im Rahmen des Informellen Ministertreffens zur Stadtentwicklung und zum territorialen Zusammenhalt im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 angenommen wurde. Zugleich wird darin auf die Notwendigkeit hingewiesen, bei kommunalem integrierten Handeln auch regionale Zusammenhänge berücksichtigen zu müssen. Beide Positionen wurden in ihren Grundzügen auch vom Deutschen Städtetag bzw. seiner Fachkommission „Stadtentwicklungsplanung“ formuliert.

Vor diesem Hintergrund untersuchte das Difu in den Jahren 2007 bis 2009 im Rahmen des ExWoSt-Forschungsvorhabens „Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen“ im Auftrag des BBSR, was in deutschen Kommunen unter „integrierter“ Entwicklung generell verstanden wird, welchen Verbreitungsgrad kommunale Ansätze einer integrierten Entwicklung in Stadtregionen haben und inwieweit in diesen Konzepten regionale Aspekte berücksichtigt werden. Hierzu wurden eine schriftliche Befragung, qualitative Konzeptanalysen sowie vertiefende Experteninterviews in den drei Fallbeispielregionen Dresden, Hamburg und Saarbrücken durchgeführt, und Zwischenergebnisse im Rahmen zweier Workshops mit Experten bzw. kommunalen Praktikern rückgekoppelt.

FotoDie Untersuchungsergebnisse bestätigen einen Trend zur Neudefinition und –ausgestaltung kommunaler integrierter Stadtentwicklung. Dabei wird deutlich, dass heutige Ansätze – im Gegensatz zu Integrierter Stadtentwicklungsplanung (STEP) der 1960er und 1970er Jahre – oftmals wesentlich projekt- bzw. umsetzungsorientierter sind, dass sie je nach Anlass oder Ziel eine gesamtstädtische oder auch teilräumliche Ausrichtung haben, teilweise eher sektorale Ziele in einem integrativen Umfeld verfolgen und eine Vielfalt unterschiedlicher „Governance“-Formen aufzeigen.

Als genereller Trend ist erkennbar, dass vor allem integrierte Stadtentwicklungskonzepte und Leitbilder (gesamtstädtische Ebene) sowie integrierte Entwicklungskonzepte der Sozialen Stadt und der Stadtumbauprogramme (teilräumliche bzw. Quartiersebene) dominieren. Bei den Anlässen für die Erstellung von integrierten Konzepten und Planungen können zwei Bereiche unterschieden werden: endogene Anlässe, die sich aus der Problemstellung vor Ort ergeben, und denen man mit Hilfe eines integrierten Handlungsansatzes begegnen will, sowie exogene Anlässe in Form von Förderprogrammen bzw. -richtlinien. Offensichtlich tragen Förderprogramme entscheidend dazu bei, dass überhaupt integriert gehandelt wird und Aspekte wie ressortübergreifende Kooperation oder auch die Beteiligung von Akteuren außerhalb von Politik und Verwaltung berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Forschungsstudie wurde auch in den Blick genommen, inwieweit in den Nachbarländern  Dänemark, Niederlande und Schweiz regionale Aspekte bei kommunalen (integrierten) Planungen berücksichtigt werden bzw. welche Rahmenbedingungen dafür eine Rolle spielen. Die Studie schließt mit Handlungsempfehlungen für die Ebenen Bund, Länder und Kommunen, die geeignet sein können, kommunales integriertes Handeln zu stärken und auszuweiten als auch die bisher wenig berücksichtigte Einbeziehung regionaler Zusammenhänge zu befördern.

Die Forschungsergebnisse des Difu sind in der Reihe „BBSR-Online-Publikationen“ beim BBSR im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) erschienen.


 

Weitere Informationen: 

Dipl.-Geogr. Thomas Franke
Telefon: 030/39001-107
E-Mail: franke@difu.de

Dipl.-Ing. Wolf-Christian Strauss
Telefon: 030/39001-296
E-Mail: strauss@difu.de