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Difu-Berichte 1/2000 - Bund-Länder-Programm "Die soziale Stadt" Bundesweite Starterkonferenz in Berlin

Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt"
Bundesweite Starterkonferenz in Berlin

 

    

Bundesweite Starterkonferenz
Am 1. und 2. März 2000 trafen sich im "Haus der Kulturen der Welt" in Berlin rund 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) veranstalteten bundesweiten Starterkonferenz zum Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt". Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinderäten und Parlamenten, aus Verwaltung und Verbänden, aus den Quartieren sowie die Tages- und Fachpresse informierten sich über das Programm. Einen lebendigen Charakter erhielt die Konferenz hauptsächlich durch Erfahrungsberichte aus den 16 Modellgebieten. Die Themenkomplexe Bündelung der Ressourcen, Management und Organisation sowie Aktivierung der Quartierbevölkerung standen dabei im Mittelpunkt.

Wichtige Aspekte der Starterkonferenz waren insbesondere die folgenden:

  • Um einen gebündelten Mitteleinsatz in den Quartieren zu erleichtern, ist es eine zentrale Aufgabe - vor allem der Länder und des Bundes - auf die Harmonisierung von Förderbestimmungen der verschiedenen Ressort-Programme hinzuwirken.
  • Das Quartiermanagement unterliegt einem enorm hohen Erwartungs- und Handlungsdruck. Gleichzeitig besteht häufig Unsicherheit über sein Aufgabenspektrum. Eine Präzisierung der Handlungsfelder sowie die Entwicklung eines Anforderungsprofils für das neue Berufsbild und ein neues Ausbildungsfeld "Quartiermanager/in" erscheinen daher notwendig.
  • Um die aktive Mitgestaltung der Quartierentwicklung durch Bewohnerinnen und Bewohner, Wirtschaft und andere lokale Akteure zu ermöglichen und zu fördern, sind in den Stadtverwaltungen und vor allem in den Stadtteilen geeignete Organisations- und Beteiligungsstrukturen zu entwickeln. Insbesondere im Hinblick auf ausländische Bewohnerinnen und Bewohner fehlen häufig noch adäquate Ansprache- und Beteiligungsformen.
  • Um die Bevölkerung in ihrer Mitwirkungsbereitschaft zu stärken, sind die Umsetzung von schnell realisierbaren und den Problemen angemessenen "Schlüsselprojekten" in den Stadtteilen sowie eine "Organisation der Anerkennung" (Karin Schmalriede, Lawaetz- Stiftung, Hamburg) für die Aktivitäten der Menschen vor Ort von großer Bedeutung.

 





Weitere Informationen:
Dr. Heidede Becker
Telefon: 030/39001-298
E-Mail: h.becker@difu.de


Dipl.-Ing. Christa Böhme
Telefon: 030/39001-291
E-Mail: boehme@difu.de


Dipl.-Soz. Robert Sander
Telefon: 030/39001-267
E-Mail: sander@difu.de


Die Materialsammlung des Difu
zur Starterkonferenz (Arbeitspapiere
zum Programm Soziale Stadt, Bd. 3)
kann angefordert werden.
Demnächst erscheint eine
Dokumentation der Starter-konferenz (Arbeitspapiere zum
Programm Soziale Stadt, Bd. 4).
In den Pausen nutzten
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und vertiefenden Gesprächen.

Bestellung:
Renate Schulz
Telefon: 030/39001-218
Telefax: 030/39001-128
E-Mail: schulz@difu.de


http://www.sozialestadt.de
E-Mail: sozialestadt@difu.de

    

Programmbegleitung durch das Difu
Die bundesweite Starterkonferenz ist Teil der Begleitung des Programms "Soziale Stadt", mit der das Difu vom BMVBW und den Ländern beauftragt ist. Das Difu übernimmt die Funktion einer überregionalen Vermittlungs-, Informations- und Beratungsagentur ("Task Force"). Es ist Ansprechpartner für alle im Rahmen des Programms beteiligten Personen, Initiativen und Institutionen.

Die wichtigsten Elemente der Programmbegleitung sind:

  • der Aufbau eines bundesweiten und allgemein zugänglichen Informationsund Diskussionsnetzwerks,
  • die Programmbegleitung vor Ort in den Modellgebieten, Best-Practice-Analysen und
  • die Vorbereitung der Programmevaluierung.

Bundesweites Netzwerk
Das bundesweite Netzwerk zum Programm "Soziale Stadt" basiert auf drei Fundamenten:

  • dem unmittelbaren Erfahrungsaustausch bei zentralen und dezentralen Veranstaltungen,
  • kontinuierlichen Berichten sowie
  • dem Internet-Forum.

Die Auftaktveranstaltung am 5. Juli 1999 und die Starterkonferenz am 1. und 2. März 2000 gehören zu den ersten zentralen Veranstaltungen des Programms. Außerdem sind Impulskongresse im Jahr 2000 und 2001 und ein Kongress zur Zwischenbilanz im Jahr 2002 vorgesehen. Als dezentrale Veranstaltungen sind Starteroder Themenkonferenzen in den Modellgebieten und Tagungen zum regionalen Erfahrungsaustausch mit den am Programm teilnehmenden Städten und Stadtteilen geplant.

Die kontinuierlichen Berichte sind sowohl als Papierfassungen als auch im Internet-Forum "Soziale Stadt" abrufbar. Dazu gehören zum einen aktuelle Berichte, die als "Infos zur Sozialen Stadt" mindestens dreimal jährlich veröffentlicht werden, und zum anderen die "Arbeitspapiere zum Programm Soziale Stadt", die bislang im Zusammenhang mit der Auftaktveranstaltung und der bundesweiten Starterkonferenz herausgegeben worden sind.

Das Internet-Forum "Soziale Stadt" ist seit dem 10. Januar 2000 online geschaltet und im Internet unter www.sozialestadt.de erreichbar. Dadurch ist auch eine Möglichkeit zur Information und Diskussion gegeben. Wie das Programm selbst entwickelt sich auch das Internet-Forum zur "Sozialen Stadt" prozesshaft und dynamisch. Angebote und Inhalte werden ständig erweitert und fortgeschrieben. Im Einzelnen bietet das Internet-Forum:

  • Informationen zu den Programm- und Modellgebieten,
  • aktuelle Termine und Veranstaltungsinformationen,
  • eine Best-Practice Bibliothek,
  • eine Projektdatenbank mit Suchfunktion,
  • Informationen und Kurzdarstellungen zu anderen regionalen und bundesweiten Netzwerken,
  • die auch als Papierfassung veröffentlichten "Infos zur Sozialen Stadt" und "Arbeitspapiere zum Programm Soziale Stadt",
  • zusätzliche themenspezifische Texte zum Programm,
  • ein Diskussionsforum,
  • eine automatisierte Mailingliste zur regelmäßigen Information über Neuigkeiten im Forum,
  • eine thematisch sortierte Link-Sammlung,
  • einen Presseservice,
  • eine Such-Funktion sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Difu-Projektteam "Soziale Stadt".

Programmbegleitung vor Ort
Bis Ende 1999 haben die Länder insgesamt 161 Gebiete in 123 Städten und Gemeinden für das Programm "Soziale Stadt" gemeldet und je Land ein Modellgebiet für die Umsetzung des Programms ausgewählt. Dabei handelt es sich zum einen um Gebiete, die modellhaft hinsichtlich Konzept und Verfahrensstand sind, zum anderen um Gebiete, die im Hinblick auf Problemlagen und Handlungsbedarf modellhaft sind. In allen 16 Modellgebieten wird eine Programmbegleitung vor Ort eingerichtet, die im Wesentlichen die folgenden Aufgaben hat:

  • die Übernahme von aktivierenden und durch Beratung, Information und Projektvorschläge unterstützenden Funktionen, für die in beschränktem Umfang auch finanzielle Mittel zur Verfügung stehen ("Technische Hilfen"),
  • die begleitende und dokumentierende Untersuchung von Umsetzungsschritten zum Programm "Soziale Stadt",
  • die Beteiligung an Vorbereitung und Durchführung der lokalen Starteroder Themenkonferenzen.

Die "Programmbegleitung vor Ort" wird in vier Gebieten durch das Difu selbst übernommen, in den übrigen zwölf Modellgebieten werden externe Büros, Gruppen, Einzelpersonen beauftragt.

Best-Practice-Analysen
Arbeitsteilig mit dem Büro Empirica, das seine Best-Practice-Untersuchungen auf Neubauquartiere konzentriert, wird das Difu die Best-Practice-Analyse für Altbaugebiete und gemischte Quartiere durchführen. Bei den Analysen werden zum einen "gute Beispiele" ermittelt, die auf lokaler Ebene als innovativ, weiterführend, beispielhaft und damit als "Erfolg" gelten können. Zum anderen geht es um Handlungs- und Gestaltungsprinzipien, die über ihre lokale Wirksamkeit hinaus auch auf andere Orte und Situationen übertragbar sind, und damit eher um Best-Practice- Strategien. Schwerpunkte der Best-Practice- Analyse sollen vor allem die Handlungsfelder sein, die auch im Mittelpunkt der Starterkonferenz standen: Bündelung der Ressourcen, Management und Organisation, Aktivierung der Quartierbevölkerung.

Vorbereitung der Programmevaluierung
Eine Ergebnisevaluierung des Programms wird durch das Difu (in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung - BBR) durch folgende Arbeitsschritte vorbereitet:

  • die Auswertung bereits vorliegender externer Wirkungsanalysen,
  • die Durchführung zweier Fragebogenaktionen in den Programmgebieten, zur Ausgangssituation (1999/2000) sowie zu Wirkungseinschätzungen (Herbst 2001),
  • die Entwicklung eines "indikatorengestützten kleinräumigen Monitoring" als Eigenprojekt des BBR.
     


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