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Die Reform der Großstadt

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ISBN: , Preis: 12.00€


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Das Heft widmet sich in seinem von Dirk Schubert, Jörg Seifert und Thomas Völlmar (Hamburg) herausgegebenen Themenschwerpunkt "Die Reform der Großstadt" einem vor allem im frühen 20. Jahrhundert viel diskutierten Problemfeld von anhaltender Aktualität. In seiner Einleitung rekonstruiert Schubert die Grundlinien der scharfen Stadtkritik in der öffentlichen Debatte und den Übergang zu praktischen Vorhaben der Großstadtreform, den insbesondere die Stadtplanung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts schrittweise vollzog. In seinem Umriss des Forschungsstands zur Geschichte der Stadtplanung akzentuiert er vor allem die Genese dieser neuen Disziplin.

In den folgenden Einzelbeiträgen zum Themenschwerpunkt werden diese und weitere Fragen unter besonderer Berücksichtigung des Hamburger Beispiels und des dortigen Stadtbaurates Fritz Schuhmacher vertieft verfolgt. Das planerische Leitbild der Gemeinschaft im Wohnungsbau untersucht Celina Kress (Berlin/Erfurt), die unter anderem die Umsetzung dieses Leitbildes in baulichräumliche Strukturen der Wohnung und des Wohnungsumfeldes betrachtet. Der Beitrag von Thomas Völlmar (Hamburg) reflektiert die weltanschaulichen Kontexte von Städtebau und Baukunst zwischen Tradition und Moderne um die Jahrhundertwende mit besonderer Berücksichtigung der Garten(vor) stadt Hellerau. Den komplexen und kontroversen Zusammenhängen zwischen Architektursprache und politischer Grundhaltung geht Hans Günther Burkhardt (Hamburg) nach. Er diskutiert sie am Beispiel Fritz Schumachers, der 1920 vorübergehend vom sozialdemokratisch dominierten Hamburg nach Köln wechselte und mit dem dortigen Oberbürgermeister Konrad Adenauer eng zusammenarbeitete. Anhand des Wirkens von Schumacher im Hamburg der 1920er- Jahre differenziert Jörg Seifert (Hamburg) das Bild vom Wirken der großen Stadtbauräte jener Zeit, indem er die Bedeutung der gestalterischen und administrativen Teams unterstreicht, deren Arbeit in das Werk der "großen Architekten" einfloss. Den Paradigmenwechsel vom Zierpark zum Volkspark und die damit verbundenen ideologischen Auseinandersetzungen erörtert Hartmut Frank (Hamburg). Exemplarisch zeichnet er am Beispiel der Planung und Realisierung des Hamburger Stadtparks die kontroversen Debatten nach und widmet internationalen Einflüssen besondere Aufmerksamkeit.

Transatlantischen Wechselwirkungen geht Carola Hein (Pennsylvania) nach, die den Einfluss der Ausstellungen des Museum of Modern Art (MoMA) in New York aufzeigt, mit denen Beispiele deutscher und europäischer Stadt- und Siedlungsplanung in den USA bekannt gemacht wurden. Der Themenschwerpunkt wird abgeschlossen mit der Leitrezension von Paul Sigel (Berlin) zu dem von Dirk Hempel/Ingrid Schröder herausgegebenen Buch über die Kulturgeschichte Hamburgs 1848–1933.

In der themenübergreifenden Rubrik "Forum" diskutiert Jan Andreas Kaufhold (Osnabrück) die innerstädtische Mobilität im Kontext des Siedlungsprogramms "vorstädtische Kleinsiedlung" der frühen 1930er Jahre und streicht unter anderem die starke Veränderung der Migrationsmuster unter dem Einfluss der nationalsozialistischen Rassepolitik heraus. Petra Spona (Hannover) analysiert am Beispiel von städtischen Ehrungen, wie z.B. der Verleihung von Ehrenbürgerschaften oder Straßenumbenennungen, die Umformung des kulturellen Gedächtnisses der Stadt Hannover im Nationalsozialismus.

In der Rubrik "Allgemeine Berichte" präsentiert die IMS wie immer Berichte über einschlägige Tagungen der letzten Zeit. Die Leser werden hier unter anderem über Konferenzen zur nachhaltigen Stadt in Berlin, zu Städten im Krieg in Karlsruhe sowie über "Community building" in Ravenstein/Niederlande informiert. Weitere Berichte gelten Tagungen zur DDR-Planungsgeschichte in Erkner, zum "Gemischt Wohnen" zwischen Segregation und Integration in Hamburg sowie zur "Urbanization of Nature" in Darmstadt. Abschließend werden in der Rubrik "Mitteilungen" die kommenden Tagungen bis hinein in das Jahr 2015 angezeigt.

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