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Altengerechter Umbau der Infrastruktur: Investitionsbedarf der Städte und Gemeinden

Dipl.-Geogr. Anne Klein-Hitpaß, Dr. Busso Grabow, Dipl.-Soz. Detlef Landua (Mitarb.), Friederike Christian (Mitarb.), Dr. Marion Eberlein, Prof. Dr. Klaus J. Beckmann (Mitarb.), KfW Bankengruppe (Auftraggeber)
Veröffentlichungsangaben
Difu-Impulse, 6, 2012, 108 S., zahlreiche Abbildungen und Tabellen


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Preis (Print): 
18.00€ (Schutzgebühr)

Der bundesweite demografische Trend der Alterung stellt auch neue Anforderungen an die Infrastrukturen der kommunalen Daseinsvorsorge – insbesondere an die baulichen Anlagen, ihre Lage und Erreichbarkeit. Ältere Menschen, als einzig wachsende Personengruppe, haben spezifische Bedürfnisse und mit steigendem Alter wachsende (Mobilitäts-)Einschränkungen, aus denen besondere Bedürfnisse und damit Handlungserfordernisse entstehen. Diese spezifischen Bedürfnisse zu befriedigen und damit die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen zu sichern, ist eine weitreichende gesellschaftliche, politische und planerische Aufgabe, die Kommunen vor neue Herausforderungen stellt.

Vor diesem Hintergrund hat das Deutsche Institut für Urbanistik im Auftrag der KfW Bankengruppe eine Studie zum Investitionsbedarf in einen altengerechten Umbau der Infrastruktur von Städten und Gemeinden durchgeführt. Neben der Darstellung der demografischen Altersentwicklung und daraus erwachsenden Herausforderungen für einzelne Infrastrukturbereiche der Kommunen, standen Aktivitäten der kommunalen und freigemeinnützigen Träger sowie Defizite und Hemmnisse der altengerechten Anpassung der Infrastrukturen im Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt war die Investitionsbedarfsschätzung für nötige Investitionen in altengerechte, barrierefreie Infrastrukturen.

Um alle Facetten dieser komplexen Fragestellung in ausreichender Art und Weise beantworten zu können, wurde ein Methodenmix aus qualitativen und quantitativen Methoden angewendet. Neben einer Kommunalbefragung wurden eine Fokusgruppendiskussion sowie leitfadengestützte  Telefoninterviews mit Akteuren kommunaler und freigemeinnütziger Träger geführt. Um den bestehenden Investitionsbedarf für altengerechte, barrierefreie Infrastruktur quantifizieren zu können, wurde darüber hinaus eine analytische Investitionsbedarfsschätzung durchgeführt.

Zentrales Ergebnis der schriftlichen Befragung der Kommunen, der Fokusgruppendiskussion und der Experteninterviews ist, dass der größte Investitionsbedarf im Bereich Wohngebäude, Straßen und  ÖPNV besteht. Hier sehen die Kommunen auch den höchsten Bedarf an entsprechenden  Förderprogrammen. Zum gleichen Ergebnis kommt auch die analytische Investitionsbedarfsschätzung. Auch hier sind Straßen, ÖPNV und Wohngebäude die Bereiche mit dem größten investiven Bedarf. Förderprogramme, die diese Infrastrukturen integrativ als Lebensumfeld älterer Menschen begreifen, über die sektorale Betrachtung von Einzelmaßnahmen hinausgehen und altengerechte Anpassungen als Gesamtkonzept planen, dürften daher einen hohen Mehrwert für die Kommunen darstellen.