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Flächenrecycling als kommunale Aufgabe

Potenziale, Hemmnisse und Lösungsansätze in den deutschen Städten

Publikation
Veröffentlichungsangaben
Umweltberatung für Kommunen - UfK, 36, 2001, 152 S., deutsch
Hinweis: Printausgabe vergriffen
Dipl.-Ing. agr. Thomas Preuß, Stephan Tomerius

Die ungebremste Flächeninanspruchnahme in Deutschland für Siedlungs- und Verkehrszwecke liegt nunmehr in einer Größenordnung von nahezu 130 Hektar pro Tag und steht damit in krassem Widerspruch zum Leitbild der Nachhaltigen Stadtentwicklung. Nicht nur der zunehmende Wegzug der Einwohner aus den Ballungskernen der Städte ins Umland und der Trend zum "Häuschen im Grünen" stellen die Stadtentwicklung vor neue Herausforderungen: Im Zeitraffer vollziehen sich in weiten Teilen der neuen Bundesländer Prozesse der Deindustrialisierung in den Städten, der Abwanderung in prosperierende Regionen und nach wie vor der Ausweisung von Flächen für Gewerbe, Dienstleistung und Handel an den Stadtperipherien. Das Ergebnis: massive Zersiedelungstendenzen im Umland der Städte, während Innenstädte und Stadtquartiere von Funktionsverlusten unterschiedlichen Ausmaßes betroffen sind. Die Revitalisierung von Brachflächen auf dem Wege des Flächenrecycling spielt vor diesem Hintergrund als Gegenstrategie im Sinne einer modernen, flächensparenden und revitalisierenden Stadtentwicklung aktuell und mittelfristig eine zentrale Rolle.

Der vorliegende Band ist eine aktuelle Standortbestimmung zur Bandbreite der vielschichtig gelagerten kommunalen Probleme und Lösungsansätze des Themas Flächenrecycling. Neben der Schilderung der rechtlichen Rahmenbedingungen des kommunalen Flächenrecycling insbesondere in Gestalt des Bauplanungs- und Bodenschutzrechts wird vor allem die Bedeutung von Integration und Verzahnung des Flächenrecycling mit der städtebaulichen Planung herausgearbeitet. Inwieweit Flächenmanagement und Flächenrecycling Gegenstand bürgernaher Verfahren in den Kommunen sein können, wird anhand von Praxisbeispielen zur Lokalen Agenda 21 dargestellt.

Die Studie verweist auf Beispiele einer notwendigen ämterübergreifenden Zusammenarbeit an den Schnittstellen von Stadtentwicklung, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung. Gemeinsame Vorteile des Flächenrecycling und Chancen für gemeinsame "Win-win"- Strategien der unterschiedlichen kommunalen Akteure - etwa Wirtschaftsförderung, Planungs- und Umweltamt - werden deutlich gemacht.

Sowohl die Auswertung einer Umfrage bei den Mitgliedstädten des Deutschen Städtetages zu praxisrelevanten Fragestellungen, wie z.B. dem Stellenwert des Flächenrecycling im Spannungsfeld von Stadtentwicklung und Investoreninteressen, Verfahrensmanagement, Finanzierung und Vermarktung von Flächenrecyclingvorhaben, als auch Interviews mit Experten aus kommunalen Verwaltungen und Gesellschaften sowie Beratungs- und Wissenschaftseinrichtungen stellen den aktuellen Praxisbezug her.

Ein Exkurs über die Praxis von Flächenmanagement und Flächenrecycling in US-amerikanischen Städten sowie dortige Lösungsansätze vermittelt Anregungen für neue Herangehensweisen bei der Revitalisierung von Brachen.

Schließlich sind in einem ausführlichen Wegweiserteil weiterführende Literatur, Praxisbeispiele und praxisrelevante Forschungsergebnisse zusammengestellt.

Insgesamt trägt die Studie somit dazu bei, weitere strategische und instrumentelle Ansatzpunkte für ein stärker interdisziplinär ausgerichtetes Flächenrecycling in den Kommunen aufzuzeigen und die ökologischen, ökonomischen und sozialen Chancen einer flächensparenden Stadtentwicklung zu verdeutlichen.

Weitere Informationen zu dem Band finden Sie hier.

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