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Arbeitszeit, Betriebszeit, Freizeit - Auswirkungen auf die Raumentwicklung

Grundlagen und Tendenzen

Publikation

Hrsg. von Dietrich Henckel
mit Beiträgen von Busso Grabow, Dietrich Henckel, Heidrun Kunert-Schroth, Erwin Nopper, Nizan Rauch (Difu-Projektgruppe), Jürgen P. Rinderspacher, Michael Weidinger, Andreas Hoff, Jörg Hohmeier

Veröffentlichungsangaben
Schriften des Deutschen Instituts für Urbanistik, 80, 1988, 203 S., 16 Tab., 25 Schaub., 2 Übers., deutsch
Hinweis: Printausgabe vergriffen

In der Bundesrepublik Deutschland geht die Arbeitszeit seit langem kontinuierlich zurück. Gleichzeitig gibt es Bestrebungen, bei zunehmender Intensivierung der Produktion die Betriebszeiten weiter auszudehnen. Dies geht mit einer Entkoppelung von Betriebs- und Arbeitszeit und mit einer Umverteilung von freien Zeiten der Beschäftigten im Tages- und Wochenablauf einher.

Infolge des technisch-ökonomischen und sozialen Wandels verändern sich also die gewohnten Zeitstrukturen in vielen Bereichen. Dies äußert sich unter anderem in neuen Arbeitszeitformen, neuem Freizeitverhalten, in einer veränderten Inanspruchnahme von infrastrukturellen Einrichtungen und Leistungen (zum Beispiel in den Bereichen Verkehr, Kultur, Weiterbildung, Erholung) und in einer Veränderung der Standortbedingungen für Unternehmen. Veränderte Arbeits- und Betriebszeiten beeinflussen unter anderem die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Verträglichkeit der Funktionen Wohnen und Arbeiten, die Distanzempfindlichkeit des Personals, insgesamt also die Attraktivität von Standorten.

Durch den Wandel der Zeitstrukturen ergeben sich somit auch für die Stadt- und Raumentwicklung weitreichende Konsequenzen. Auf diese Entwicklung kann sich eine zukunftsorientierte kommunale Planung nur dann einstellen, wenn sie sich der Bedeutung von "Zeit" als Planungsfaktor bewußt ist. Dazu will dieser Reader einen Beitrag leisten.

Er enthält grundlegende, eigens für diesen Band verfaßte Beiträge zur Bedeutung der Zeit in unserer Gesellschaft, zur Entwicklung von Arbeits- und Freizeit, zu Tendenzen der Betriebs- und Arbeitszeit, zur Zeitarbeit und zur Zeit als Planungsfaktor.