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Was tun mit den Schwierig(st)en?

Cover der Publikation
Veröffentlichungsangaben
Hinweis: Printausgabe vergriffen
Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe (AGFJ) (Hrsg.)

Die Beschäftigung mit der Frage "Was tun mit den Schwierig(st)en?" ist ein Dauerbrenner sowohl in der Tagespresse als auch in Veröffentlichungen von Fachzeitschriften geworden. Die öffentliche Debatte darüber, ob Kinder und Jugendliche wirklich immer krimineller werden, die Gruppe der sogenannten jugendlichen Mehrfach- und Intensivtäter spürbar zunimmt und wie weit die Hemmschwellen noch sinken müssen, bevor "etwas" passiert, wird zuweilen recht emotional geführt. Der Handlungsbedarf der Jugendhilfe und der beteiligten Professionen ist dementsprechend groß. Welche Antworten hat Jugendhilfe darauf, welches Selbstverständnis bringt sie ein, wie sieht die Alltagspraxis im Umgang mit den Schwierig(st)en aus? Die Meinungen sind geteilt, mit welchen Mitteln und Methoden besonders schwierigen und problembelasteten Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann und muß. Ist die geschlossene Unterbringung ein geeignetes Erziehungs- und Sanktionsmittel oder nicht, sind individualpädagogische Betreuungsangebote die besseren Resozialisierungshilfen, helfen erlebnispädagogische Angebote, was erzieht ...?

Anliegen der Fachtagung war es, zur Versachlichung der Diskussion über den Umgang mit mehrfach auffälligen Kindern und Jugendlichen beizutragen, den fachlichen Austausch und die Entwicklung flexibler und kooperativer Strukturen zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Elternhaus, Schule, Polizei, Justiz, Psychiatrie und Pädiatrie zu befördern und innovative Praxismodelle und -projekte vorzustellen. Es wurde intensiv darüber diskutiert, wie die Angebotsstrukturen der Erziehungshilfen verbessert und flexibler gestaltet werden können und inwieweit die Fachpraxis gefordert ist, unkonventionelle Lösungswege zu gehen und neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben.

Die Dokumentation dieser Fachtagung richtet sich an Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe, an Ausländerbeauftragte, an Fachkräfte aus Polizei und Justiz, an Kinderärzte und Vertreter aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Aus dem Inhalt

Podiumsdiskussion zum Thema "Grenzfälle" - Statements aus der Sicht der beteiligten Professionen

  • Dr. Ehrhart Körting, Senator für Justiz, Berlin
  • Prof. Dr. Karin Böllert, Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik der Universität Rostock
  • Siegfried Dreusicke, Geschäftsführer der Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EFJ) gGmbH, Brandenburg
  • Joachim Henkel, Leiter des Jugendamtes der Stadt Köln
  • Dr. Ute Projahn, Landschaftsverband Rheinland, Leiterin des Rheinischen Jugendheimes Steinberg, Remscheid

Standortbestimmung und Spannungsfelder: Jugendhilfe und ...
Diskussion in 4 Foren:

  • Forum 1: Der Umgang mit den Schwierig(st)en - Jugendhilfe und Alltagskulturen - Was erzieht?
    • Dr. Lale Akgün, Landeszentrum für Zuwanderung, Solingen
    • Dr. Jürgen Schmetz, Kinder- und Jugendarzt, Hamburg
  • Forum 2: Der Umgang mit den Schwierig(st)en - Jugendhilfe und Bildung - eine letzte Chance?
    • Werner Berndt, Regierungsschuldirektor, Münster
    • Dr. Barbara Hülsmeyer, ABPF R. Diehl GmbH, Rostock
  • Forum 3: Der Umgang mit den Schwierig(st)en - Jugendhilfe und Polizei und Justiz - Wie viel Strafe?
    • Manfred Häfner, Polizeioberrat, Leiter der Inspektion Revierdienst im Polizeipräsidium der Stadt Mannheim
    • Renate Haustein, Projektleiterin im Sozialpädagogischen Institut Berlin (SPI)
  • Forum 4: Der Umgang mit den Schwierig(st)en - Jugendhilfe und Psychiatrie - Problem beseitigt?
    • Dr. Klaus Wolf, Dozent im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Neubrandenburg
    • Dr. Joachim Jungmann, Chefarzt der Abt. Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Psychiatrie Weinsberg

Arbeitsgruppendiskussion:

  • AG 1: (Fest)Halten?! - Erziehung unter Zwang?
    • Erfordernisse und Bedingungen für den Umgang mit sogenannten schwierigen Kindern und Jugendlichen;
      Wolfgang Liegel, Landschaftsverband Rheinland, Landesjugendamt
    • "Menschen statt Mauern" - die Jugendhilfeeinrichtung Frostenwalde in der Uckermark;
      Sigrid Jordan-Nimsch, Leiterin der Jugendhilfeeinrichtung Frostenwalde der Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk gGmbH (EJF)
  • AG 2: Schwierig, schwieriger, ... ? Sekundäre Prävention
    • Initiativen des Jugendamtes Magdeburg zur Vorbeugung und Vermeidung von Straftaten von Kindern und Jugendlichen;
      Dr. Charlotte Gersbacher, Stellvertretende Leiterin des Jugendamtes der Stadt Magdeburg
    • "Ohne Gewalt läuft nichts, oder doch? - Angebote zur Gewaltprävention an Mannheimer Schulen und Aspekte des Anti-Aggressivitätstrainings;
      Monika Jetter-Schröder, Leiterin der Abt. Jugendgerichtshilfe, Jugendamt Stadt Mannheim
  • AG 3: Erlebnispädagogik - mehr als ein Erlebnis?
    • Ergebnisse und Erfahrungen des Projektes "Bismuna";
      Dieter Dubbert, Pädagogischer Leiter des erlebnis-pädagogischen Projektes "Bismuna" in Nicaragua
  • AG 4: Die Täter sind Opfer sind Täter - Hintergründe ...
    • Pilotprojekt "Ambulante intensive Begleitung (AIB) - Transfer der niederländischen INSTAP-Methode in das dt. Jugendhilfesystem;
      Dr. Reinhard Koch, Geschäftsführer, Institut des Rauhen Hauses für Soziale Praxis gGmbH (isp), Hamburg
  • AG 5: Es gibt keine Unerreichbaren? Zugangswege in der Großstadt
    • Projekt "Fallschirm" - Hilfen für strafunmündige Kinder;
      Andreas Hemme, Projektleiter, Sozialpäd. Institut (SPI), Berlin

Abschlussplenum: "Rückspiegel" - eine Tagungscollage:

  • Teil 1: Wärst Du ein Zauberer - Pädagogik nach Ihren Wünschen;
  • Teil 2: "Noch Fragen?" Eine subjektive Zusammenfassung der Tagungsergebnisse;
    Mareile Kalscheuer, Diplompädagogin, ISA-Planungs- und Entwicklungs GmbH, Institut für soziale Arbeit e.V. Münster
Weitere Informationen: