Kommunen vernetzen

Bereich 
Umwelt
Bearbeiter 
Kooperationspartner 
adelphi (Koordination), alpS
Status 
laufend
Auftraggeber 
Umweltbundesamt (UBA)
Themenfelder 
Laufzeit 
2019 bis 2022

Das Vorhaben „Kommunen vernetzen – Peer Learning zwischen Kommunen stärken und Anpassungskapazitäten erhöhen“ soll in drei kommunalen Modellprojekten Lern- und Austauschprozesse im Bereich Klimaanpassung gemeinsam mit lokalen Akteuren und Akteurinnen etablieren. Dabei werden sowohl Erkenntnisse zu Erfolgsbedingen für Peer-Learning-Ansätze mit Blick auf die Förderung kommunaler Aktivitäten gewonnen als auch Anpassungsaktivitäten in den Kommunen vorangebracht.

Der Sommer 2019 zeigte einmal mehr, dass bereits jetzt die Folgen des globalen Klimawandels auf lokaler Ebene spürbar sind. Hitzerekorde, Starkregen und Hochwasser – all diese Klimafolgen berühren schon heute zentrale Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge. Folglich kommt den Kommunen auch bei der Anpassung an den Klimawandel eine Schlüsselrolle zu. Trotz Unterstützung durch den Bund und einem großen Handlungsdruck sorgen jedoch vor allem kleine und mittlere Kommunen immer noch unzureichend vor.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes unterstützt dieses Projekt Kommunen dabei, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. In drei Netzwerken bringt das Projekt Kommunen, die bereits Maßnahmen zur Anpassung umgesetzt haben, und solche, die dabei noch ganz am Anfang stehen, zusammen. So können unerfahrene von erfahrenen Kommunen lernen (Peer-Learning) und sich auf Augenhöhe austauschen. Thematisch knüpft das Vorhaben dort an, wo Kommunen durch den Klimawandel besonders betroffen sind. Dazu gehören unter anderem die Anpassung der kommunalen Infrastrukturen, aber auch die Gesundheits- und Sozialvorsorge. Die konkreten Themen und Bedarfe werden im Projekt mit den Kommunen gemeinsam identifiziert.

Im Vorhaben sollen folgende zentrale Fragen beantwortet werden:

  • Welche Ansätze des Peer-Learning sind geeignet, um kommunale Anpassungsprozesse zu fördern?
  • Welchen Beitrag können Peer-Learning Ansätze leisten, um Anpassung an den Klimawandel in die Breite der kommunalen Landschaft in Deutschland zu bringen?
  • Wie lässt sich der Mentoring-Ansatz nutzen, um Kommunen, welche sich bisher nicht oder wenig mit Klimaanpassung auseinandergesetzt haben, zu Klimaanpassung zu motivieren und befähigen? Welche Faktoren sind erforderlich bzw. welche Rahmenbedingungen müssen für den Erfolg dieses Ansatzes geschaffen werden?
  • Wie lassen sich Netzwerkstrukturen verstetigen, welche Peer-Learning-Methoden als Kernziel verfolgen?

Das Deutsche Institut für Urbanistik betreut zusammen mit adelphi und alpS im Rahmen des Vorhabens drei kommunale Netzwerke. Mit Design-Thinking-Methoden erarbeitet das Projektteam gemeinsam mit lokalen Akteuren Ideen für die Netzwerkarbeit und fördert das gegenseitige Lernen in interaktiven Werkstätten. Dabei werden verschiedene Peer-Learning-Ansätze getestet. Darüber hinaus untersucht das Team, inwiefern diese Ansätze genutzt werden können, um Kommunen, die sich bisher nicht oder nur wenig mit Klimaanpassung auseinandergesetzt haben, dazu zu motivieren und zu befähigen.

Peer Learning zwischen Kommunen stärken und Anpassungskapazitäten erhöhen