Ziele für einen umfassenden urbanen Umweltschutz - Weiterentwicklung des UBA-Konzepts "Die Stadt für Morgen": Handlungsfelder, Zielsysteme und Maßnahmenvorschläge für einen umfassenden urbanen Umweltschutz

Das Projekt entwickelt Kenn- und Zielgrößen für eine umweltschonende und sozialverträgliche Stadtentwicklung. Es arbeitet heraus, für welche Kenngrößen bereits Daten verfügbar sind und für welche erst noch Daten zu erheben und aufzubereiten sind. Für die ausgewählten Kenngrößen entwickelt das Projekt Zielgrößen, die statistisch, qualitativ und anhand von drei Beispielstädten geprüft werden. Diese Zielgrößen bilden die Grundlage, um geeignete Maßnahmen zum urbanen Umweltschutz zu ermitteln und vorzuschlagen.

Die strategische Forschungsagenda des Umweltbundesamtes zum "Urbanen Umweltschutz" zielt auf drei zentrale Themencluster städtischer Entwicklung: umweltschonende, sozialverträgliche und gesundheitsfördernde Stadtentwicklung; umweltschonende urbane Ressourcennutzung und regionale Kreislaufwirtschaft; Umweltschutz durch abgestimmte Stadt- und Infrastrukturentwicklung.

Eine Herausforderung besteht darin, urbanen Umweltschutz zugleich visionär und umsetzungsbezogen anzugehen. Zielsysteme und Maßnahmenvorschläge sollen hierfür "Leitplanken" setzen und den Akteuren Orientierung geben. Dazu ist das Themenfeld Urbaner Umweltschutz so weit wie möglich messbar zu machen.

Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist es, durch ein inhaltlich stimmiges, politisch kommunizierbares und operativ handhabbares Set an Zielgrößen das Formulieren und Umsetzen von Politiken im urbanen Umweltschutz zu unterstützen - dies auf staatlicher wie auf kommunaler Ebene. Dazu bedarf es konkreter Zielgrößen und darauf bezogener Maßnahmen für eine umweltschonende und zugleich sozialverträgliche Stadtentwicklung. Beispiele für derartige Zielgrößen sind etwa die vom UBA vorgeschlagenen 150 Pkw pro1000 Einwohner, die "2000 Watt-Gesellschaft" (Stadt Zürich 2017) oder das "30ha-Ziel".

Das Vorhaben bearbeitet unter anderen folgende Forschungsfragen:

  • Wie lässt sich die Vision der "Stadt für Morgen" (UBA 2017) um Ziele für eine umweltschonende, sozialverträgliche und gesundheitsfördernde Stadtentwicklung, Ressourcennutzung und Infrastrukturentwicklung erweitern?
  • Welche Zielgrößen lassen sich aus bestehenden Konzepten ableiten? Welche weiteren sollten entwickelt werden? Welche Daten sind verfügbar, welche können wie möglichst effektiv erhoben werden?
  • Wie lassen sich nicht messbare Ziele einer umweltschonenden Stadtentwicklung qualitativ beschreiben?
  • Welche Zielkonflikte sind erkennbar und wie lassen sie sich lösen?
  • Welche Maßnahmen sind auf Basis der entwickelten Zielsysteme ableitbar?