Resümee Hitzesommer 2018 - Durchführung einer Ad hoc-Erhebung in Kommunen in Deutschland

Bereich 
Umwelt
Bearbeiter 
Status 
laufend
Auftraggeber 
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Themenfelder 
Laufzeit 
2018 bis 2019

Mittels Telefoninterviews mit ausgewählten Fachleuten (Grünflächen, Umwelt, Gesundheit, Stadtbetriebe, Bürgerbüros, Lokalpolitik) und anderen Erfahrungsberichten aus Kommunen wird zum einen ein Überblick erstellt, mit welchen Auswirkungen der Hitzewelle 2018 die befragten Kommunen konfrontiert waren, wie sie mit diesen umgingen und welche Schäden sie festgestellt haben oder noch vermuten. Zum anderen soll erhoben werden, welche direkten Schutzvorkehrungen oder Gegenmaßnahmen seitens der Verwaltungen oder auch anderen Akteuren getroffen wurden, und welche Motivation dem Handeln jeweils zugrunde lag.

Die mehrwöchige Hitze- und Trockenperiode im Juli und August 2018 hat Städte und Gemeinden, die Bevölkerung, soziale Einrichtungen und lokale Wirtschaft vor besondere Herausforderungen gestellt: Temperaturen von fast 40° C in vielen Teilen Deutschlands und wochenlange Trockenheit, Innenstädte und Wohnviertel, die auch nachts nicht mehr abkühlten, und ausgetrocknete Bäume, Grünflächen und Feuchtgebiete, die von Feuerwehren, mit Wasserwerfern der Polizei oder von engagierten Bürgerinnen und Bürgern bewässert wurden.

Der Hitzesommer 2018 hat nach längerer Zeit wieder fühlbar und erfahrbar gemacht, welche temperaturbezogenen klimatischen Herausforderungen in Zukunft auf Kommunen, Bevölkerung, Umwelt, Wirtschaft und Infrastruktur in Deutschland und Europa zukommen. Die Vielzahl der in Medien und auf Websites berichteten Reaktionen, Gegenmaßnahmen, Aufrufen und Warnhinweisen von Kommunen, Fachbehörden oder Landes- und Bundesministerien während der heißen Wochen zeigen es deutlich: Es ist Zeit für eine breit angelegte, fachlich integriert und konsequent umgesetzte Hitzevorsorge in Kommunen.

Das Projekt zeiht ein erstes Resümee zum Hitzesommer 2018 und benennt resultierende Handlungs- und Unterstützungsbedarfe für Kommunen, die kommunalen Spitzenverbände, die Bundesländer und den Bund.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.