Evaluierung des Kölner Bürgerhaushaltes 2016

Seit Durchführung des ersten Kölner Bürgerhaushalts 2008/2009 sanken die Teilnehmerzahlen und die Anzahl der gemachten Vorschläge – trotz Modifizierungen und einer wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation. Erst mit dem Bürgerhaushalt 2016 ließ sich der rückläufige Trend umkehren. Das Difu untersucht in der aktuellen Evaluation die zentrale Frage, welchen Beitrag die technischen und organisatorischen Modifikationen des Bürgerhaushaltsverfahrens 2016 zur Verbesserung der Beteiligung geleistet haben und durch welche ergänzenden Maßnahmen eine weitere Steigerung erreicht werden kann. Dabei werden auch Verknüpfungsmöglichkeiten mit anderen Dialog- und Beteiligungsformaten der Stadt Köln herausgearbeitet.

Die Stadt Köln nutzt seit 2008 das Instrument des "Bürgerhaushalts", um ihre Bürgerinnen und Bürger für einen stadtübergreifenden Diskurs zu finanz- und haushaltspolitisch relevanten Themen zu aktivieren. Bürgerhaushalte bieten die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven der Stadtgesellschaft bei der Realisierung von politischen Maßnahmen zu berücksichtigen, die Expertise "der Vielen" zu nutzen, ein Verständnis für die Komplexität politischer Entscheidungsprozesse zu fördern und auf diese Weise letztlich auch die Akzeptanz für politische Mehrheitsentscheidungen zu erhöhen.

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