Expertise zur Unterstützung bei der Evaluation des Berliner Flächennutzungsplans im Hinblick auf aktuelle Themen der Stadtentwicklung

Der Berliner Flächennutzungsplan (FNP) wurde Anfang der 1990er Jahre als städtebaurechtlicher Rahmen für das Zusammenwachsen der beiden bis 1990 geteilten Stadthälften aufgestellt und im Jahr 1994 beschlossen. Der FNP war und ist bis heute getragen von an den Prinzipien einer nachhaltigen Stadtentwicklung ausgerichteten strategischen Planungszielen. Zudem ist er eingebettet in ein komplexes System sektoraler und teilräumlicher Planungen auf deren Grundlage notwendige Anpassungen des FNP an neue Entwicklungen vorbereitet wurden bzw. werden. Im Rahmen dieser Planungen und durch das kontinuierliche Flächenmonitoring in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erfolgt eine zeitnahe und regelmäßige Überprüfung der Grundannahmen und Ziele der Flächennutzungsplanung.

Siebzehn Jahre nach Inkrafttreten des FNPs erschien es gleichwohl angebracht, losgelöst von diesen kontinuierlichen Fortschreibungen und Aktualisierungen eine Überprüfung der Steuerungsfunktion des FNPs vorzunehmen. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat das Difu im Rahmen einer Studie untersucht, ob die Grundannahmen und Ziele des Berliner Flächennutzungsplans noch zutreffen oder ob ein städtebauliches Erfordernis für eine grundlegende Weiterentwicklung besteht. Die Untersuchung ist dabei über das Beispiel des Berliner FNPs für die Praxis vieler anderer Städte von Bedeutung, da in ihr Vor- und Nachteile unterschiedlicher Strategien zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanung und zu einer effizienten Koordination der raumwirksamen Stadtentwicklung aufgezeigt werden.