Vorstudie zur Einrichtung einer „Netzwerkagentur Generationenübergreifendes Wohnen“

Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Dipl.-Geogr. Gregor Jekel (Projektltg.)
Status 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin
Themenfelder 
Laufzeit 
im Jahr 2007

Kostenvorteile und der Wunsch nach Selbstbestimmung werden dazu führen, dass künftig mehr gemeinschaftliche Modelle des Bauens und Wohnens entstehen. Die zunehmende Anzahl solcher Wohnprojekte unterschiedlicher Organisationsformen ist u.a. darauf zurückzuführen, dass familiäre Lebensformen immer mehr durch das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters in „Wahlverwandtschaften“, die sich vor allem an gemeinsamen Interessen und Lebensstilen orientieren, abgelöst werden. Ansätze zur Förderung von Selbsthilfe und Selbstorganisation durch generationenübergreifende Wohnformen stellen eine wichtige Ergänzung der bisher am Markt bestehenden Angebote dar und erweitern diesen um eine künftig von wachsender Bedeutung gekennzeichnete Facette.

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erarbeitete das Deutsche Institut für Urbanistik im Rahmen einer Studie Lösungsmöglichkeiten und Maßnahmenvorschläge zur Unterstützung des generationenübergreifenden Wohnens in Berlin. Im Vordergrund standen dabei Modelle wie Baugemeinschaften, Wohnprojekte und Wohnungsgenossenschaften. Neben der Analyse bisheriger Erfahrungen aus Berlin umfasste die Studie auch eine Untersuchung kommunaler Erfahrungen und Lösungsansätze in anderen bundesdeutschen Kommunen.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf Aktivitäten von Großstädten über 250 000 Einwohner. Die Studie machte deutlich, dass eine Unterstützung von Wohnprojekten meist Bestandteil der Kommunalpolitik ist. Insgesamt haben die neuen Wohnformen eine deutlich wahrnehmbare Konjunktur erfahren. In vielen Städten existieren zudem Beratungsstellen für Baugemeinschaften, generationenübergreifende Wohnprojekte oder die Gründung von Genossenschaften. Im Ergebnis der Studie sowie eines Expertenworkshops wurden Empfehlungen zu den Zielgruppen, der inhaltlichen Ausrichtung sowie Organisation einer Beratungsstelle für generationenübergreifendes Wohnen formuliert.

Fallstudienstädte/involvierte Städte: Fallstudienuntersuchung lag in den Aktivitäten von Großstädten über 250 000 Einwohnern.