Difu goes Europe - Kommunen und ihre Beratungsbedarfe in ausgewählten europäischen Ländern

Bereich 
Umwelt
Bearbeiter 
Sigrid Künzel, Dr. Werner Heinz (Projektltg.), Dipl.-Geogr. Christoph Hagen
Kooperationspartner 
Deutscher Städtetag
Status 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Eigenprojekt Difu
Themenfelder 
Laufzeit 
2007 bis 2008

Städte und Gemeinden in Europa stehen vor einer Vielzahl nationaler wie supranationaler Herausforderungen: Diese betreffen sowohl die verschiedenen kommunalen Handlungsfelder wie auch Struktur und Organisation von Kommunen. Von besonderer Bedeutung ist auch die Rolle der Städte und Gemeinden im europäischen Mehrebenensystem. Infolge spezifischer nationaler Entwicklungspfade und Verfassungssysteme fällt diese zwar unterschiedlich aus, dennoch besteht ein nationalstaatenübergreifender, von maßgeblichen kommunalen Vertretungskörperschaften wie dem Deutschen oder Österreichischen Städtetag immer wieder betonter Konsens in Bezug auf eine Stärkung der kommunalen Position.

In dieser Situation bedürfen die Kommunen einer doppelten Unterstützung: zum einen in Form einer politischen Lobby-Institution zur Vertretung kommunaler Interessen gegenüber nationalen und supranationalen Akteuren, zum anderen in Form einer fach- und sachgerechten Betreuung und Beratung im Hinblick auf vielfältige sektorale Herausforderungen und Veränderungen.

Während die politische Repräsentanz in der Regel durch einen oder mehrere kommunale Spitzenverbände gewährleistet ist, werden für Beratungs- und Betreuungsleistungen verschiedene Seiten in Anspruch genommen: staatliche oder halbstaatliche Einrichtungen, Hochschulen und private Büros, in EU-Beitrittsländern bisweilen auch international tätige Berater. Diese Einrichtungen und Institutionen sind allerdings vielfach nur sektoral und nicht auf das breite kommunale Handlungsspektrum ausgerichtet. Oft stehen sie zudem für Interessen, die mit denen der Kommunen nur unzureichend übereinstimmen. Ein Institut wie das Difu, dessen Arbeit als kommunales Forschungs- und Beratungsinstitut durch die Belange und vielfältigen sektoralen Bedarfe und Probleme der Städte und Gemeinden bestimmt ist, gilt daher oft als positives Vorbild. Besonderes Interesse wurde von Vertretern französischer, schweizerischer und ungarischer Städte geäußert.

Im Rahmen einer Befragung von zwölf ausgewählten europäischen Nationalstaaten wurde deshalb untersucht:

  • mit welchen konkreten Herausforderungen und Problemen die Kommunen in den einzelnen Nationalstaaten konfrontiert sind,
  • welche institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen im Einzelnen bestehen,
  • welche Forschungs- und Beratungspotenziale vorhanden sind sowie
  • ob und in welchen Nationalstaaten Bedarf an einer Einrichtung wie dem Difu besteht.