Evaluierung von PPP-Hochbauprojekten in Bezug auf die Einbindung und Beteiligung des Mittelstands

Bereich 
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Bearbeiter 
Dr. Busso Grabow (Projektltg.), Dr. Beate Hollbach-Grömig, Dr. Stefan Schneider, ISFM, Antje Seidel-Schulze
Kooperationspartner 
Institut für Site und Facility Management GmbH (ISFM)
Status 
abgeschlossen
Auftraggeber 
PPP Task Force im BMVBS, PPP-Task Force NRW im Finanzministerium NRW
Themenfelder 
Laufzeit 
2006 bis 2007

Zwei Fragestellungen standen im Mittelpunkt der Untersuchung "PPP und Mittelstand":

  • Sind PPP-Projekte so ausgestaltet, dass sie gleiche Beteiligungschancen für den Mittelstand eröffnen bzw. eröffnet haben ("mittelstandsgerechte Ausgestaltung")?
  • In welchem Umfang ist der Mittelstand bisher an bereits laufenden PPP-Projekten beteiligt?

In der Studie wurden 30 ausgewählte PPP-Hochbauprojekte in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse zeigen einerseits, dass die These der "Mittelstandsfeindlichkeit" von PPP nicht aufrecht erhalten werden kann, dass andererseits durchaus Verbesserungspotenziale in der mittelstandsgerechten Ausgestaltung der PPP-Projekte bestehen. Die oft geäußerte Vermutung, dass es einen Zusammenhang zwischen Projektvolumen und Mittelstandsbeteiligung gäbe, konnte eindrucksvoll bestätigt werden. Der (weiche) Schwellenwert für ein "mittelstandsgeeignetes Projektvolumen" liegt laut Studie bei etwa 15 Mio. Euro. Auf der zweiten und den folgenden Ebenen, d.h. als Nachunternehmer, sind nach Angaben der Befragten im Durchschnitt zwischen 70 und 80 Prozent in KMU eingebunden. Deutlich mehr als die Hälfte der Wertschöpfung der PPP-Projekte verbleibt in der Region.

Ausblick: Notwendig sind weitergehende Evaluationen der Projekte, die über die vorgenommene Erhebung von überwiegend qualitativen Meinungsbildern der Befragten hinausgehen. Weitere Untersuchungen sollten durchgeführt werden, sobald umfangreichere Erfahrungen aus dem Betrieb der Projekte vorliegen.

Weiterführende Informationen: 
PPP und Mittelstand