Kommunale Zeitpolitik

Bereich 
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Bearbeiter 
Prof. Dr. Dietrich Henckel (Projektltg.), Dr. Matthias Eberling
Status 
abgeschlossen
Themenfelder 
Laufzeit 
1995 bis 1997

Das Projekt "Kommunale Zeitpolitik. Veränderte Arbeits- und Betriebszeiten - kommunale Handlungsmöglichkeiten" wurde mit finanzieller Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung sowie der Fallstudienstädte Bonn, Karlsruhe, Münster und Wolfsburg durchgeführt.

Auf der Basis einer empirischen Untersuchung in den Fallstudienstädten (sekundärstatistische Analysen, rund 100 Expertengespräche) wurden Zeitprofile der Städte erstellt sowie kommunale Handlungsmöglichkeiten untersucht. Zentrale Schlußfolgerung der Untersuchung ist, daß aufgrund des Zeitstrukturwandels in unserer Gesellschaft die Zeitkonflikte massiv zunehmen werden. Da nicht zu erwarten ist, daß sich diese Konflikte von selbst lösen, ist damit zu rechnen, daß "Zeitpolitik", insbesondere auch auf kommunaler Ebene, eine wachsende Bedeutung haben wird. Inhalte und Dimensionen kommunaler Zeitpolitik werden in dem Bericht ausführlich dargestellt.

Das Projekt gehörte zu einem Projektverbund der Hans-Böckler-Stiftung, der von einer Arbeitsgruppe am Wissenschaftszentrum Berlin moderiert wurde. Dieser Projektverbund beleuchtete unterschiedliche Aspekte - von der familiaren Arbeitsteilung bis zu den Umweltwirkungen veränderter Arbeitszeiten - des sogenannten VW-Modells in Wolfsburg, also die weitreichende Verkürzung der Arbeitszeit und die Flexibilisierung von Arbeits- und Betriebszeiten.

Die Ergebnisse der Untersuchung "Kommunale Zeitpolitik" wurden in Workshops in den Fallstudienstädten sowie auf einer in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführten Fachtagung am 30.-31.10.1997 einer größeren Öffentlichkeit präsentiert. Der Bericht erscheint im Frühjahr 1998 beim Sigma-Verlag in Berlin.