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Difu-Berichte 4/2014 - Koordinierte Unternehmensbefragung

Initiative zur Nutzung eines innovativen Instruments für eine aktive Wirtschaftsförderung

Der Deutsche Städtetag (DST) und das Deutsche Institut für Urbanistik haben eine Initiative gestartet, mit der Unternehmensbefragungen in Städten stärker als bisher auf einer gemeinsamen Basis stehen sollen. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat sich dieser Initiative angeschlossen. Die Initiative zur „Koordinierten Unternehmensbefragung“ entstand auch aufgrund der guten Erfahrungen mit der „Koordinierten Bürgerumfrage“ der Städtestatistiker. An dieser auf einem einheitlichen Fragebogen basierenden Umfrage beteiligen sich 20 Städte.

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Quelle/Autor: Seedcamp Photos. Flickr: Seedcamp Singapore 2010. [CC BY-SA 2.0],
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Seedcamp_Singapore_2010_in_a_seminar_room_at_Singapore_Management_University_-_20101005-01.jpg

Ziele der Koordinierten Unternehmensbefragung

Das zentrale Ziel der „Koordinierten Unternehmensbefragung“ entspricht dem klassischen Ziel von vielen bisherigen Unternehmensbefragungen in den Städten: das Einholen von Einschätzungen aus Unternehmen und Betrieben („Kunden“ und potenziellen „Kunden“) zu Unternehmensstrukturen und Veränderungsabsichten, zu Standortbedingungen, zur Servicequalität der Wirtschaftsförderung, der kommunalen Services insgesamt sowie zu Verbesserungsmöglichkeiten.

Gegenüber der Vielzahl bisheriger Einzelbefragungen wird durch die „Koordinierte Unternehmensbefragung“ jedoch ein erheblicher Mehrwert durch die Möglichkeit der Einordnung der Ergebnisse im Städtevergleich über die Bildung von geeigneten Vergleichsgruppen bestehen. Zudem kann ein erprobter und standardisierter Fragebogen genutzt werden. Schließlich werden durch den Aufbau eines gemeinsamen und einheitlichen Datenbestands aller Städtebefragungen vertiefte Zusammenhangsanalysen und Querschnittsauswertungen im Interesse der kommunalen Wirtschaftsförderung wie auch der Wissenschaft möglich sein.

Zeitliche Perspektiven des Vorhabens

Die „Koordinierte Unternehmensbefragung“ ist als langfristiges Vorhaben des Difu in Kooperation mit dem DST und dem DStGB angelegt. Die ersten Befragungen werden voraussichtlich Ende 2014 gestartet. Da die Städte unterschiedliche Terminplanungen haben, werden die Befragungen in den ersten Jahren zeitlich versetzt stattfinden. Mittel- bis langfristig wird jedoch eine zeitlich synchronisierte „Koordinierte Herbstumfrage“ im zwei- oder dreijährigen Rhythmus angestrebt (ohne dies für die Kommunen verpflichtend zu machen). Da das Vorhaben auf Dauer angelegt ist, können Städte dem Kreis der Beteiligten jederzeit beitreten. Umgekehrt können Städte auch jederzeit wieder von einer Mitwirkung Abstand nehmen.

Möglichkeiten der Beteiligung

Das Interesse einer Beteiligung an der „Koordinierten Unternehmensbefragung“ muss gegenüber dem Difu erklärt werden. Für interessierte Städte bestehen dabei grundsätzlich drei Möglichkeiten der Beteiligung:

  • Durchführung und Auswertung der Befragung ausschließlich in eigener Regie.
  • Bauauftragung eines beliebigen Dienstleisters mit der Durchführung und Auswertung.
  • Beauftragung des Difu mit der Durchführung und Auswertung.

Die „Koordinierte Unternehmensbefragung“ umfasst einen Kernfragebogen (Kernfragen, die von allen beteiligten Städten erhoben werden sollten) sowie einen Kürfragebogen (mögliche standardisierte Ergänzungsfragen). Die Fragebögen wurden gemeinsam vom DST (Arbeitsgruppe der Fachkommission Wirtschaftsförderung) und dem Difu entwickelt. Die Bögen sind in allen bereits existierenden und künftigen Versionen durch das Difu urheberrechtlich geschützt und stehen für Kommunen sowie durch sie beauftragte Dienstleister zur Nutzung offen. Voraussetzung ist die Unterzeichnung einer Nutzungsvereinbarung mit dem Difu.

Perspektiven

Aus dem Kreis der beteiligten Städte wird zusammen mit Vertretern des DST und DStGB, des Difu und der Städtestatistik eine Lenkungsrunde gebildet, die u.a. über die Weiterentwicklung des Konzepts der „Koordinierten Unternehmensbefragung“ und der Fragebögen berät. Bis zum November 2014 haben bereits mehr als 20 Städte und Gemeinden ihr Interesse an einer Teilnahme an dem Vorhaben bekundet.

Weitere Informationen: 

Dr. rer. pol. Busso Grabow
Telefon: 030/39001-248
E-Mail: grabow@difu.de

Dipl.-Soz. Detlef Landua
Telefon: 030/39001-196
E-Mail: landua@difu.de

http://www.difu.de
http://www.difu.de/projekte/2014/koordinierte-unternehmensbefragung.html

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