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Difu-Berichte 2/2013 - Sozialmonitoring im Dialog mit Akteuren aus der sozialen Praxis

Neuss erarbeitet Sozialmonitoring

Im Januar 2013 legte die Stadt Neuss den dritten und letzten Teil eines umfassenden Sozial- und Jugendberichts vor. Die Stadt, vor allem die Fachbereiche Soziales und Jugend, aber auch Kommunalpolitik und Verwaltungsspitze, haben damit das Ziel eines längeren, sehr erfolgreich verlaufenden Prozesses erreicht. Alle Sitzungen, einschließlich der Auftakt- und der Abschlussveranstaltung, wurden durch das Difu moderiert.

Im Frühjahr 2010 haben der Sozial- und der Jugendhilfeausschuss der Stadt Neuss die Verwaltung beauftragt, eine integrierte Sozial- und Jugendberichterstattung für die Stadt Neuss aufzubauen. Durch eine regelmäßige, im Dreijahres-Turnus angesetzte Fortschreibung des Berichts soll ein Monitoring entstehen, das den aktuellen Zustand darstellt und Verläufe von Entwicklungen aufzeigt.

Der Sozial- und Jugendbericht der Stadt Neuss umfasst drei Teile: Teil I beinhaltet die Datenanalyse, Teil II eine Bestandserfassung der Angebote und Teil III umfasst die Zusammenfassung und Bewertung der beiden ersten Berichtsteile.

Das besondere hierbei ist, dass der letzte Berichtsteil im Dialog zwischen Verwaltung und Akteuren aus der sozialen Praxis und dem Jugendbereich entstanden ist. Im Zuge der Erarbeitung dieses Berichtsteils im Zeitraum Juni 2012 bis Januar 2013 wurden so genannte Bezirksprofile mit Akteuren aus dem Sozial- und Jugendbereich erarbeitet. Damit wurde die primär datengestützte quantitative Analyse der sozialen Situation in den Neusser Stadtteilen durch Einschätzungen aus der Sozialen Arbeit, d. h. Praxiswissen erweitert und damit das Monitoring einer Anwendung unterzogen, die bislang in der kommunalen Praxis eine Ausnahme darstellt. Die Form der Erarbeitung des letzten Berichtsteils, der Dialog und der Austausch zwischen verschiedenen Akteursgruppen sowie der explizite Einbezug der Perspektive der sozialen Praxis, trägt dem Umstand Rechnung, dass der Sozial- und Jugendbericht keine "fertigen Lösungen" liefert. Vielmehr wird er für die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung zu einem Werkzeug, dessen Anwendung in dieser Form für alle Beteiligten neu war.

Die so entstandenen Ergebnisse wurden in den Fachausschüssen vorgestellt und mit Vertretern der Kommunalpolitik diskutiert. Auf Basis der Ergebnisse des Monitoring und der Diskussion der Bezirksprofile kann die Politik nun Handlungsprioritäten festlegen und die Umsetzung konkreter Maßnahmen einleiten.

Die Erarbeitung des Teils III des Sozial- und Jugendberichts erfolgte unter Beteiligung insbesondere der Wohlfahrtsverbände und der freien Träger sozialer Leistungen sowie bereits beteiligter Akteure aus dem Jugendbereich. Die Federführung seitens der Verwaltung lag beim Sozialdezernat und für den Gesamtprozess bei der Sozialplanung. Die Verantwortung für die Arbeitsgruppen war einerseits in der Sozialplanung und andererseits in der Jugendhilfeplanung verortet.

Foto: Gesprächsrunde

Bereits vor Abschluss des Berichts stieß das Projekt auf Landesebene auf Interesse. Auf Einladung des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW) wurde die neue Sozialberichterstattung der Stadt Neuss auf der Fachtagung des Ministeriums "Sozialplanung – Gute Beispiele der Zusammenarbeit von Kommunen und Kreisen mit der Freien Wohlfahrtspflege" am 16.11.2012 vorgestellt.

Weitere Informationen: 

Dr. Bettina Reimann
Telefon: 030/39001-191
E-Mail: reimann@difu.de

Ansprechpartnerin in der Stadt Neuss:
Andrea Schumacher
Telefon: 02131/905-302
E-Mail: andrea.schumacher@stadt.neuss.de

www.neuss.de/leben/soziales

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