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Difu-Berichte 1/2012 - Neue Ideen für den Nordseeraum!

Difu-Studie zur Zukunft der transnationalen Zusammenarbeit im deutschen Nordseeraum

Städte und Regionen engagieren sich immer stärker in europäischen Netzwerken und Projekten. Mit dem INTERREG IV B Nordseeprogramm fördert die EU im Zeitraum 2007- 2013 die Zusammenarbeit von Städten und Regionen, aber auch Universitäten und Forschungsinstituten, Verbänden sowie Unternehmen aus den Ländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit europäischen Partnern im Nordseeraum. In den aktuell rund 60 transnationalen Projekten geht es darum, in den Bereichen Innovationsförderung, nachhaltiges Umweltmanagement, Verkehr und nachhaltige Stadtund Regionalentwicklung den wirtschaftlichen, sozialen und räumlichen Zusammenhalt in dieser Region zu stärken.

Foto: Windkraft in der Nordsee
Offshore-Windenergie im Nordseeraum, Quelle: Europäische Kommission

Cover Expertise und Broschüre
Expertise und Broschüre sind online verfügbar:
www.difu.de/publikationen/sonderveröffentlichungen

Mit vereinten Kräften! Ergebnisse und Perspektiven von INTERREG B - Ein Beitrag der Deutschen Regionen im Nordseeprogramm

Transnationale Zusammenarbeit im deutschen Nordseeraum (INTERREG B) - Stand und Perspektiven - Expertise

Das Deutsche Institut für Urbanistik hat im Auftrag der beteiligten Bundesländer und des Bundes eine Expertise zu den bisherigen Ergebnissen sowie zur thematischen und strategischen Ausrichtung des Programms aus „norddeutscher Perspektive“ erarbeitet. Sie dient als Grundlage für die nun beginnende Diskussion zur Neugestaltung der Förderprogramme nach 2013. Für die Expertise wurden zwölf laufende INTERREG-Projekte vertieft untersucht, die Bedeutung von Themen wie Innovationsförderung, Klimaschutz, Demographie und Stadt-Land-Partnerschaften für die zukünftige Kooperation im Nordseeraum analysiert und, neben einer Vielzahl von Expertengesprächen, zwei Workshops mit Projektakteuren, Programmverantwortlichen und Fachexperten durchgeführt.

Foto: Veranstaltung
Veranstaltung „Mit vereinten Kräften!“ im Ausschuss der Regionen (Brüssel)

Mit Blick auf das laufende Programm lässt sich feststellen, dass INTERREG-Projekte im Nordseeraum Antworten auf aktuelle Herausforderungen in wichtigen Themenfeldern geben. Das Spektrum reicht von der gemeinsamen Entwicklung elektronischer Bürgerdienste auf kommunaler Ebene, neuen Angeboten für das Innovationsmanagement in kleinen und mittelständischen Unternehmen, dem Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten für regenerative Energien bis hin zu besseren Lösungen für einen nachhaltigen Stadtverkehr. Die Projekte tun dies in ganz unterschiedlichen Produkten und Formaten: von Handbüchern und Instrumenten für die Praxis über Empfehlungen für die nationale und europäische Politik und Veranstaltungen für Fachpublikum bis hin zu thematischen Ausstellungen für die breite Öffentlichkeit. Viele Regionen des Nordseeraums sind – bei aller Unterschiedlichkeit – mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Somit ergeben sich offensichtliche Vorteile aus der transnationalen Zusammenarbeit im Nordseeraum – für die beteiligten Akteure, die kooperierenden Regionen und den ganzen Kooperationsraum:

  • Nordseethemen voranbringen, besondere Potenziale aktivieren: Wie jede Region verfügt auch der Nordseeraum über Eigenschaften, die ihn unverwechselbar machen. Bei aller Vielgestaltigkeit des Nordseeraums gibt es eine große Menge Gemeinsamkeiten und damit auch gemeinsame Themen. Beispiele dafür sind das Management der Nordsee und Fragen des Küstenschutzes. Diese Probleme machen nicht an Ländergrenzen halt, sondern lassen sich nur gemeinsam mit den Nachbarn anpacken und zu Lösungen bringen. Dazu leisten transnationale Projekte vielfältige Beiträge.
  • Transfer von Know-how und Erfahrungen: Ein entscheidender Mehrwert der Projekte liegt im Austausch von Wissen und im Voneinander- Lernen. Denn bei der gemeinsamen Erarbeitung lokal und regional umsetzbarer Strategien und Konzepte können Partner auf Ideen und Erfahrungen anderer Projektpartner zurückgreifen. In einer Region erprobte Handlungsansätze sind – wie sich immer wieder an konkreten Projektbeispielen zeigt – auch in anderen europäischen Regionen anwendbar.
  • Raum für neue Ideen: INTERREG-Projekte sind oft ideale Labore, um neue Lösungen für wichtige Probleme der Raum- und Regionalentwicklung zu entwickeln und zu erproben – besonders dann, wenn nicht nur verschiedene Länder, sondern auch unterschiedliche Institutionen und gesellschaftliche Gruppen kooperieren. Hier profitieren die Projektpartner wechselseitig von unterschiedlichen Erfahrungen, die nicht nur aus den räumlichen Zusammenhängen erwachsen, sondern auch aus den nationalen oder regionalen Vorschriften, Regelungen, Verwaltungsabläufen und Arbeitsweisen resultieren.
  • Europa vor Ort verwirklichen: Die Europäische Union hat sich dem Weg einer nachhaltigen Entwicklung versschrieben – mit ehrgeizigen Zielen und Vorgaben. Diese betreffen etwa den Klimaschutz und das Umweltrecht. Diese allgemeinen europäischen Ziele mit zumeist abstraktem Charakter können in INTERREG-Projekten auf lokaler Ebene in konkrete Ideen, Konzepte und Maßnahmen umgesetzt werden. Dort, wo von Europa in Verordnungen und Richtlinien konkrete Zielwerte und Verfahren vorgegeben sind, können Projekte der transnationalen Zusammenarbeit zu einer stärker harmonisierten Umsetzung beitragen.

Die zukünftige Zusammenarbeit im Nordseeraum sollte sich weiterhin darauf konzentrieren, raumspezifische Antworten auf die globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Energie- und Ressourceneffizienz oder den demografischen Wandel in einer integrierten Perspektive zu bearbeiten, die unterschiedliche fachliche Beiträge miteinander vereint. Dabei sollten insbesondere die Fragen im Mittelpunkt stehen, die gemeinschaftlich angegangen werden müssen, weil sie geographische und administrative Grenzen überschreiten – wie etwa der Meeres- und Küstenschutz, transnationale Verkehrsströme oder auch die Zusammenarbeit in Fragen der Innovationsförderung und des Technologietransfers.

Fotos: Gerhard Stahl (li.) und Daniel Zwicker-Schwarm (re.)

Bei der Entwicklung eines zukünftigen Nordseeprogramms muss es darum gehen, eine Balance zwischen den Zielen der europäischen Strukturpolitik sowie den Bedarfen und Möglichkeiten künftiger Projektakteure „vor Ort“ zu finden.

Foto: Präsentation der Ausstellung
Präsentation der Ausstellung zum Nordseeprogramm im Ausschuss der Regionen

Ansprechpartner für die Ausstellung: National Contact Point
Termine: unter www.interreg-nordsee.de

Alle Fotos dieser Seite: Deutscher National Contact Point Nordseeprogramm

Das Difu stellte die Ergebnisse der Expertise zu Stand und Perspektiven der transnationalen Zusammenarbeit im Nordseeraum auf der Veranstaltung „Mit vereinten Kräften!“ in Brüssel vor. Hierzu hatten die norddeutschen Länder zusammen mit dem Bund Ende 2011 die Brüsseler Politik im Ausschuss der Regionen zu einer Diskussion zur Zukunft der INTERREG-Programme eingeladen. Neben der fachlichen Expertise wurden die Projekterfahrungen in einer Broschüre und einer Wanderausstellung aufbereitet, die nach ihrer Premiere in Brüssel nun in verschiedenen Städten des Nordseeraums gezeigt wird.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Verw.Wiss. Daniel Zwicker-Schwarm
Telefon: 030/39001-154
E-Mail: zwicker-schwarm@difu.de

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