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Difu-Berichte 4/2010 - Stadt und Nachhaltigkeit

Neues Heft der "Informationen zur modernen Stadtgeschichte" erschienen

Der Schwerpunkt des aktuellen Hefts widmet sich mit "Stadt und Nachhaltigkeit" einem Thema, das seit der Rio-Konferenz 1992 und der dort verabschiedeten Lokalen Agenda 21 städtische Politik weltweit anleitet und durch die Klimadebatte der letzten Jahre zusätzliche Aktualität erhalten hat.

Die Herausgeber Dieter Schott und Michael Toyka-Seid fragen in ihrem Leitartikel, welche Rolle das Ziel städtischer Nachhaltigkeit für die Entwicklung von Städten seit dem Aufkommen von Stadtkritik und Umweltdebatten in den 1960er und 1990er Jahren gespielt hat und wie sich dieses neue Leitbild städtischer Entwicklung in die Geschichte der Stadt seit ihren Anfängen prägenden Bemühungen einfügt, eine gestaltbare und reaktionsfähige Entwicklung zu generieren. Ein kurzer Literaturüberblick zu der wohl nur auf den ersten Blick "unhistorischen", weil normativ begründeten Frage nach der städtischen Nachhaltigkeit ergänzt diese Überlegungen.

Die Einzelbeiträge des Themenschwerpunkts gehen dieser Grundfrage städtischer Existenz aus unterschiedlicher kultureller Perspektive und mit verschiedenen thematischen Schwerpunktsetzungen nach. In ihrem Beitrag "The Sustainable City: A New Label for the Progressive Cities of the 21st Century" untersucht Michèle Dagenais (Montreal) die Debatte um die Verschlechterung der aquatischen
Umwelt von Montreal in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und spürt der Entstehung des heute aktuell wirkmächtigen Konzepts der "Ville Nature" nach. In einem deutsch-französischen Vergleich diskutiert Cyria Emelianoff (Le Mans) in "Pioneer Cities for Climate Protection (Freiburg-im Breisgau, Grenoble): the 1960s-70s" die Frage, ob und inwieweit die seit den 1990er Jahren in Gang gekommenen lokalen Klimaschutzbemühungen ihre Ursprünge in frühen umweltpolitischen Protestbewegungen der jeweiligen Städte haben. Martina Fendt (Darmstadt) unternimmt in ihrem Beitrag "Städtischer Freiraum und nachhaltige Stadtentwicklung: Mainz und Wiesbaden im Vergleich" eine komparative Untersuchung der Grünflächenausstattung und -politik der benachbarten Landeshauptstädte. Einen Blick auf die Umsetzung des Nachhaltigkeits-Leitbildes im außereuropäischen Bereich bietet schließlich der Beitrag von Miaomiao Zhu (Shanghai) zu "Nachhaltigkeit als modernes Leitbild von Shanghai?". Die Leitrezension von Michael Toyka-Seid widmet sich dem vielschichtigen und facettenreichen Versuch, unter dem Titel "Umwelt Stadt. Geschichte des Natur- und Lebensraumes Wien" die historischen und aktuellen Umweltbeziehungen einer europäischen Großstadt umfassend zu dokumentieren.

Im Forumsartikel "Wiederaufbau und Stadtgeschichte. Neuorientierungen nach dem spatial turn" widmet sich Georg Wagner- Kyora (Berlin) der Frage, inwieweit sich die Forschung zum Wiederaufbau durch neue Fragestellungen im Zuge des spatial turn substanziell verändert hat.

Im Berichtsteil liegt der Schwerpunkt auf einem Sammelbericht von der EAUH-Konferenz zur europäischen Stadtgeschichte in Gent, Belgien; hier wurden Kurzberichte aus den Sektionen mit deutscher Leitung zusammengestellt. Außerdem dokumentieren Berichte zu städtischer Kulturpolitik, Kriminalität in der Stadt, Planung, Stadt nach 1945 sowie der Bericht von der GSU-Sektion auf dem Historikertag die große thematische Breite historischer Stadtforschung. Ein Bericht von der Mitgliederversammlung der GSU informiert über neue Entwicklungen in dieser Gesellschaft.

Weitere Informationen: 

PD Dr. Christoph Bernhardt
Telefon: 03362/793-280, E-Mail: bernhardt@irs-net.de

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