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Difu-Berichte 4/2008 - Transformation städtischer Wasser-Infrastrukturen: Internationale Erfahrungen aus Modellprojekten anderer Industrieländer nutzen

Transformation städtischer Wasser-Infrastrukturen

Internationale Erfahrungen aus Modellprojekten anderer Industrieländer nutzen


Abbildung Heft netWORKS-Papers
Eine neue Studie des Forschungsverbundes netWORKS dokumentiert Modellprojekte neuer Wasserversorgungs- und Sanitärkonzepte aus Ballungsräumen verschiedener Industrieländer.

Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern ist in den letzten Jahren die Zahl der Projekte und Initiativen angestiegen, die sich mit Möglichkeiten neuartiger Versorgungs- und Sanitärkonzepte im Bereich der Wasserinfrastruktur befassen. Bisher gab es jedoch keinen systematischen Überblick dieser Initiativen. Eine aktuelle Studie des Forschungsverbundes netWORKS bündelt im Sinne einer Bestandsaufnahme internationale Erfahrungen und dient damit auch als Grundlage für Überlegungen zu den Möglichkeiten der Transformation städtischer Wasser-Infrastrukturen in Deutschland. An der Untersuchung waren maßgeblich das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), die Arbeitsgruppe für regionale Struktur und Umweltforschung (ARSU) sowie das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) beteiligt.

In die von Prof. Ulrich Scheele, ARSU Oldenburg, in Kooperation mit dem Difu und dem ISOE erstellte Studie wurden solche Projekte einbezogen, die in einem ökonomisch-institutionellen Umfeld realisiert wurden, das dem Deutschlands vergleichbar ist. Betrachtet wurden vor allem Ballungsräume. Damit eine Übertragbarkeit der Erfahrungen auf Deutschland bewertet werden kann, wurden die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den untersuchten Ländern und Regionen berücksichtigt. So sind im Gegensatz zu Deutschland abnehmende Bevölkerungszahlen in anderen Industrienationen eher selten ein Anlass, über notwendige Anpassungsstrategien in der Ver- und Entsorgung nachzudenken. Häufig sind es der anhaltend hohe Siedlungsdruck oder die Auswirkungen des Klimawandels, die eine Fortsetzung der bisherigen Ver- und Entsorgungsmodelle erschweren. Doch auch die klassischen Probleme unzureichender Wasserressourcen geben vielfach den Ausschlag für die Suche nach neuen, nachhaltigen Ver- und Entsorgungskonzepten.

Eines der untersuchten Beispiele ist das Wohngebiet Lanxmeer auf dem Gebiet der niederländischen Kommune Culemborg (27.000 Einwohner). Dort wurde seit Mitte der 1990er Jahre ein Konzept nachhaltiger Stadtentwicklung umgesetzt. Der Wasserversorgung und dem Umgang mit häuslichem Abwasser kam dabei eine besondere Rolle zu. Ein weiteres dokumentiertes Projekt liegt in der japanischen Hafenstadt Fukuoka City (1,3 Mio Einwohner), wo mittlerweile ein Gebiet von knapp acht km 2 mit recyceltem Abwasser für die Toiletten versorgt wird. Die Größenordnung dieses Projekts zeigt, dass neue Versorgungs- und Sanitärkonzepte im Bereich der Wasserinfrastruktur ihr Nischendasein zunehmend verlieren.

Die Studie ist als netWORKS-Paper Nr. 25 erschienen und kann kostenlos beim Deutschen Institut für Urbanistik bezogen werden. Auch als Online-Veröffentlichung steht sie zur Verfügung und kann von der Website des Projekts herunter geladen werden:
www.networks-group.de/veroeffentlichungen/index.phtml.

Foto Steg

Nähere Informationen zum Forschungsverbund und zum Projekt „Transformationsmanagement für eine nachhaltige Wasserwirtschaft“ sind im Internet unter
www.networks-group.de zu finden.

Das Projekt „Transformationsmanagement für eine nachhaltige Wasserwirtschaft“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunkts „Sozial-ökologische Forschung“ gefördert.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Sozialök./Dipl.-Volkswirt Jens Libbe
Telefon: 030/39001-115
E-Mail:
libbe@difu.de

www.networks-group.de

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