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Difu-Berichte 4/2007 - Gebäudeenergieeffizienz in Kommunen

Heft Gebäudeenergieeffizienz in KommunenDie Gebäudeenergieeffizienz ist eines der bedeutendsten Handlungsfelder des kommunalen Energiemanagements. Dies gilt sowohl für Neubauvorhaben als auch für Modernisierungen und Sanierungen im Gebäudebestand. Eine ganze Reihe von Gesetzen, Verordnungen, Normen und Bestimmungen regelt die Anforderungen an den „Energieverbrauch“ von Gebäuden und die Vorgehensweise bei der Berechnung. Die wichtigste Regelung ist die Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung – EnEV).

Die erste Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) trat am 1.2.2002 in Kraft. Sie löste die bis dahin gültige Wärmeschutzverordnung von 1994 und die „Verordnung über energiesparende Anforderungen an heizungstechnische Anlagen und Warmwasseranlagen“ von 1998 ab (Heizungsanlagenverordnung - HeizAnlV).

Im Jahr 2004 wurde die EnEV novelliert. Das Hauptziel dieser Novellierung bestand – ohne Veränderungen im grundsätzlichen Anforderungsniveau der EnEV 2002 vorzunehmen – darin, Verfahren zu vereinfachen, Rechtssicherheit und Rechtsklarheit bei der Anwendung der EnEV zu erhöhen und eine Anpassung an den verbesserten Stand der Technik vorzunehmen.

Mit der europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurden die EU-Mitgliedsstaaten 2002 mit einer Frist von drei Jahren zur Umsetzung in nationales Recht verpflichtet, Energieausweise für Gebäude einzuführen, die neu errichtet, verkauft oder neu vermietet werden. Aus kommunaler Sicht sind insbesondere die Einführung obligatorischer Energieausweise für den Gebäudebestand sowie der hiermit verbundene Aushang dieser Ausweise in öffentlichen Gebäuden mit großem Publikumsverkehr und einer Nutzfläche von über 1000 m² von Bedeutung.

Auf Basis der Vorgaben der EU-Richtlinie wurde damit eine Weiterentwicklung und erneute Novellierung der EnEV mit dem Ziel vorgesehen, die CO 2 -Emissionen im Gebäudebereich weiter zu reduzieren. Dies kann jedoch nur dann wirksam erreicht werden, wenn neben den Neubauten auch der Gebäudebestand energetisch betrachtet wird, da im Bereich der Modernisierung im Bestand noch erhebliche Energieeinsparpotenziale liegen.

Die zentralen Elemente der novellierten Fassung beziehen sich auf die neue Anforderungsmethodik bei Nichtwohngebäuden und auf die Einführung von Energieausweisen sowohl auf Basis von Bedarfsberechnungen als auch von Verbrauchskennwerten. Darüber hinaus werden künftig auch Anforderungen an die Beleuchtung, Lüftung und Kühlung von Nichtwohngebäuden gestellt, und für Heizungs- und Klimaanlagen sind regelmäßige Inspektionen vorgesehen.

Vor Erlass der Energieeinsparverordnung wurde die Einführung der Energieausweise zum Teil kontrovers diskutiert. Es bestanden unterschiedliche Meinungen über das zugelassene Nebeneinander von bedarfsorientierten und verbrauchsbasierten Energieausweisen sowie über die Art der grafischen Anzeige der Energieeffizienz („Bandtacho contra Klassenlabel“) eines Gebäudes.

Die novellierte EnEV wurde am 26.7.2007 im Bundesgesetzblatt verkündet und trat am 1.10.2007 in Kraft. Mit den von der Bundesregierung am 24.8.2007 veröffentlichten Eckpunkten für ein integriertes Energie- und Klimaprogramm wurde bereits die nächste Novellierung der EnEV angekündigt, mit der eine Verschärfung des Anforderungsniveaus und eine Ausweitung der Nachrüstungsverpflichtungen bei Anlagen und Gebäuden verbunden sein soll.

Aufgrund der Aktualität war „Gebäudeenergieeffizienz“ auch das Schwerpunkt-Thema des 12. Deutschen Fachkongresses der kommunalen Energiebeauftragten, der am 12. und 13. März 2007 in der Gastgeberstadt Nürnberg stattfand. Dort trafen sich über 200 Teilnehmer, um sich über aktuelle Rahmenbedingungen, Maßnahmen und Projekte des kommunalen Energiemanagements zu informieren und Erfahrungen auszutauschen.

Zu weiteren wichtigen Themen des Energiemanagements wurden neue Verfahren, Ansätze und Beispiele aus der Praxis der Energiebeauftragten vorgestellt und diskutiert. Der Kongress diente damit als Fortbildungsveranstaltung und als Plattform für Erfahrungsaustausch und Diskussion nach dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“.

Im Rahmen des 12. Kongresses fanden in Nürnberg insgesamt 19 Workshops zu folgenden Themenschwerpunkten statt:

  • Energie im Gebäudemanagement
  • Energieeffizienz
  • Energiemanagement in kleinen und mittleren Kommunen
  • Erneuerbare Energien
  • Öffentlichkeitsarbeit und Beratung

Alle Beiträge der Referenten aus Plenumsveranstaltungen und Workshops wurden unter dem Titel „Gebäudeenergiemanagement in Kommunen“ in der Difu-Reihe „Impulse“ dokumentiert. Mit dieser Veröffentlichung werden den Energiebeauftragten und allen, die an Themen des kommunalen Energiemanagements interessiert sind, wertvolle Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten des kommunalen Energiemanagements zur Verfügung gestellt.

Der nächste Fachkongress Der nächste Deutsche Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten wird am 7. und 8. April 2008 in Kaiserslautern mit dem Schwerpunkt „Klimaschutz und Energiemanagement“ stattfinden. Weitere Informationen dazu sind wie immer auf der Difu-Homepage zu finden: www.difu.de/seminare.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. Cornelia Rösler
Telefon: 0221/340 308-18
E-Mail: roesler@difu.de

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