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Difu-Berichte 2/2002 - Gartenschauen - Motor für Landschaft, Städtebau und Wirtschaft

Gartenschauen – Motor für Landschaft, Städtebau und Wirtschaft

Gartenschauen haben seit 150 Jahren Tradition in deutschen Städten. Sie sind Großprojekte mit ökologischen, städtebaulichen, kulturellen und wirtschaftlichen Auswirkungen für die jeweilige Kommune und ihr Umland. In zahlreichen Städten der Nachkriegszeit sind durch internationale Gartenbauausstellungen sowie Bundesund Landesgartenschauen größere Grünräume entstanden. Bislang lagen nur einzelne Länderübersichten, Einzelinformationen zu Gartenschaustädten – oft in Form "grauer Literatur" – sowie Material der Gartenbauverbände vor, das jedoch noch nicht systematisch bearbeitet wurde. Das Deutsche Institut für Urbanistik trug umfangreiche Informationen und Grundlagenwissen zu diesem Thema zusammen.

Während es in den Nachkriegsjahren um den Wiederaufbau der durch Bomben, Baumfällungen und Trümmerschuttablagerungen zerstörten Parkanlagen ging, wurden in späteren Jahren mit Gartenschauen Probleme gelöst wie die Lenkung des Autoverkehrs, Untertunnelungen und fußläufige Verbindungen, die Verbesserung der örtlichen Grün- und Freiflächensituation in den dicht bebauten Innenstädten sowie das Anlegen von Sport-, Spiel- und Erlebnisbereichen für Kinder und Jugendliche. Durch die Ökologiedebatte, die besonders intensiv bei der Bundesgartenschau in Kassel im Jahr 1981 geführt wurde, kam es zu einer Neuausrichtung der Gartenschauen hin zur Umnutzung von städtebaulichen Brachen, Gewässerrändern sowie zur Aufwertung unterversorgter Stadtteile und an Stadträndern durch Grünflächen.

Internationale Gartenschauen finden alle zehn Jahre, Bundesgartenschauen alle zwei Jahre und Landesgartenschauen im zeitlichen Rhythmus entsprechend der jeweiligen Landesregelung statt.

Ob eine Internationale Gartenbauausstellung, Bundesgartenschau, Landesgartenschau oder eine andere Form der Schau und des Wettbewerbs gewählt wird, entscheiden die Städte und Gemeinden nach ersten Einschätzungen zu stadt- und landschaftsplanerisch innovativen Konzepten, Wettbewerbsergebnissen und Machbarkeitsstudien. Gartenschauen in Planung benötigen einen fünf- bis zehnjährigen Planungs- und Projektvorlauf, um schließlich im Jahr der Schau für die Öffentlichkeit fachlich akzeptable Ergebnisse präsentieren zu können.

Jedes Bundesland und jede Stadt hat im Laufe der Jahrzehnte eine andere Gartenschautradition entwickelt. Die Stadt Hamburg bereitet die nächste Internationale Gartenschau (IGA) für das Jahr 2013 vor, Nordrhein-Westfalen hat ebenso viele Bundes- wie Landesgartenschauen durchgeführt und andere Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern haben mehr Planungspraxis bei Landesgartenschauen. Seit der Wende werden Gartenschauen wieder vermehrt mit neuen Aufgaben und Inhalten bei der Stadt-, Landschafts- und Gartenplanung, der Wirtschaftsentwicklung und der Planung von Events eingesetzt. Sie sind Plattform für die Diskussion neuer Ideen und dienen als Forum, um neue Trends in der Grünund Gartennutzung erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Ihr Erfolg ist abhängig vom gemeinschaftlich umgesetzten Gestaltungswillen des Rates, der Parteien, der Verbände, der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt und Region und zunehmend auch mehr vom finanziellen Potenzial und dem Erfolg des Fördermittelmanagements.

Vorhandene Gartenschauen

Die neue Difu-Veröffentlichung "Gartenschauen – Motor für Landschaft, Städtebau und Wirtschaft" basiert auf umfangreichen Datenrecherchen und enthält Beiträge verschiedener Fachautoren. In dem Band wird Grundlagenwissen im Hinblick auf die Planung und Ausrichtung einer Gartenschau vermittelt und der gezielte Einsatz öffentlicher Mittel bei den Planungsvarianten von Gartenschauen und anderen Formen einer Schau oder des Wettbewerbs angeregt.

Weitere Informationen:
Dipl.-Ing. Luise Preisler-Holl
Telefon: 030/39001-266
E-Mail: preisler-holl@difu.de
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