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Difu-Berichte 2/2000 - Städtewettbewerb Multimedia MEDIA@Komm

 

    

Von Konzepten zu Projekten ­ auf dem Weg zu "elektronischen Rathäusern" und "elektronischen Marktplätzen"

Im März 1999 wählte eine unabhängige Jury die Städte Bremen, Esslingen und den Städteverbund Nürnberg als Preisträger unter insgesamt 136 Teilnehmern im Städtewettbewerb Multimedia MEDIA@Komm aus. Mit diesem Wettbewerb unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die Entwicklung und Erprobung von innovativen multimedialen Anwendungen in Städten und Gemeinden. In den nächsten drei Jahren sollen die Preisträger rund 50 Millionen DM für die Realisierung ihrer prämierten Konzepte erhalten.

Die angestrebten Impulse für die kommunale Ebene sind vielfältig:

  • Technische Möglichkeiten zur Verbesserung der verwaltungsinternen Effizienz sowie zur Steigerung der Kundenzufriedenheit im Prozess der Verwaltungsmodernisierung sollen erkannt und genutzt werden. In diesem Zusammenhang spielen Entwicklung und Nutzung der digitalen Signatur eine wichtige Rolle.
  • Wirtschaftliche Potenziale in zukunftsträchtigen Branchen des gesamten IuK-Bereichs sollen auf kommunaler und regionaler Ebene - etwa durch die Dynamisierung des Mittelstandes - aktiviert werden. Hiervon erwartet man auch positive Beschäftigungseffekte.
  • Bürgerpartizipation soll durch die technikgestützte Verbesserung der Transparenz des "elektronischen Rathauses" gestärkt werden.
  • Durch kontinuierlichen Informationstransfer aus den Preisträgerstädten in die kommunale Landschaft sowie den organisierten Erfahrungsaustausch sollen für alle interessierten Städte und Gemeinden Möglichkeiten zur Nachahmung und Übertragung erprobter Konzepte geschaffen werden.

Begleitforschung und Aufbau eines Kooperations- und Kommunikationsnetzwerks

Unter Federführung des Difu wird durch eine wissenschaftliche Begleitforschung die Realisierung der Teilprojekte in den Preisträgerstädten unterstützt. Das Konsortium besteht aus vier Einrichtungen oder Institutionen: Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), Berlin; DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin; Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI) in Verbindung mit der Forschungsstelle Recht und Innovation (CeRI), Hamburg, sowie TÜV Informationstechnologie GmbH (TÜViT), Essen.

Neben klassischen Forschungsaufgaben besteht die zentrale Aufgabe im Rahmen von MEDIA@Komm in dem Aufbau eines Kooperations- und Kommunikationsnetzwerks, das den Bedarf an Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer decken sowie als Kommunikations- und Diskussionsplattform, aber auch der Darstellung von Best Practices dienen soll.Der hiermit angestrebte Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den drei Preisträgerkommunen, allen weiteren Städten und Gemeinden in Deutschland, aber auch den Entwicklern von technischen Lösungen, den Bürgern und Unternehmen als potenziellen Anwendern sowie möglichen Multiplikatoren aus Medien, Wissenschaft usw., wird auf verschiedenen Wegen organisiert. Neben öffentlichen Veranstaltungen und Printmedien ist der neu eingerichteten Informations- und Kommunikationsplattform im Internet (
mediakomm.difu.de) eine zentrale Rolle zugedacht. Das Angebot bietet Nutzerinnen und Nutzern viele Möglichkeiten:Informationen über ...

  • Hintergrund und Verlauf des Städtewettbewerbs MEDIA@Komm;
  • aktuelle Projekte und Aktivitäten in den Preisträger- und anderen Städten im Zusammenhang mit MEDIA@Komm;
  • Hintergrund und Grundlagen, Positionen, Kontaktadressen usw., geordnet nach Themen (u.a. digitale Signatur, elektronisches Rathaus, elektronischer Marktplatz) und Rubriken (Beiträge und Aufsätze, Best Practices, usw.);
  • qualifizierte Linklisten, Veranstaltungshinweise usw.

Kommunikation und Interaktion (Realisierung in der zweiten Ausbaustufe) durch ...

  • moderierte Foren sowohl zu Grundsatzfragen als auch u.a. zu rechtlichen oder technischen Fachfragen;
  • Kooperations-/Kontaktbörsen mit der Möglichkeit des wechselseitigen "Gebens und Nehmens".



 

 


Weitere Informationen:
Dipl.–Ing. Uwe Krüger
Telefon: 030/39001–127
E-Mail: 
u.krueger@difu.de


MEDIA@Komm
im World Wide Web unter

http://mediakomm.difu.de


Kontakt für die Aufnahme
in den Verteiler für
regelmäßige Informationen
(Mailing-Liste, Newsletter ...)
über MEDIA@Komm:
Begleitforschung MEDIA@Komm
c/o Deutsches Institut für Urbanistik
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
E-Mail: 
mediakomm@difu.de

    

Start der Konzeptrealisierung und der Begleitforschungsaktivitäten
Die drei Preisträger begannen ihre Konzeptrealisierung etwa zum Jahreswechsel 2000 jeweils mit offiziellen Auftaktveranstaltungen, nachdem sie und ihre privaten Projektpartner das formelle Antragsverfahren für die Fördermittel des Bundes abgeschlossen hatten. Zurzeit laufen die Vorarbeiten zur Umsetzung der ersten Teilprojekte.

Die erste Bestandsaufnahme der Begleitforschung - dazu werden Arbeitspapiere herausgegeben - zeigte u.a. die enorme Dynamik auf, mit der sich zum Teil auch grundlegende Rahmenbedingungen für die Konzepte der Preisträger, beispielsweise im Bereich der rechtlichen Grundlagen, der technischen und sicherheitstechnischen Möglichkeiten, der Marktentwicklung von Hard- und Softwareprodukten usw., verändern oder weiterentwickeln.

Ein erster durch das Hans-Bredow-Institut organisierter Workshop zu rechtlichen Fragen bot ein Forum für den Austausch und Wissenstransfer zwischen Regierungsbehörden und der Praxis. In erster Linie wurden die großen Unsicherheiten hinsichtlich der Folgen der elektronischen Signatur für die Verwaltung thematisiert. Diese Unsicherheiten betreffen die bestehenden rechtlichen Grundlagen ebenso wie die notwendig gewordene Weiterentwicklung des deutschen Signaturgesetzes anlässlich der Ende 1999 in Kraft getretenen EU-Richtlinie und weitere rechtliche Anpassungserfordernisse. Die Veranstaltung hat bei den beteiligten Akteuren Wissen vermittelt und das Bewusstsein für rechtliche Fragestellungen geschärft.

In Folge eines ersten Workshops zu Normungs- und Standardisierungsfragen initiiert das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) Arbeitsgruppen, die im Hinblick auf die zu entwickelnden technischen und inhaltlichen (Produkte, Geschäftsprozesse) Lösungen für das "elektronische Rathaus" sowie den "elektronischen Marktplatz" die normungs- und standardisierungsrelevanten Fragen diskutieren und gegebenenfalls die entsprechenden Verfahren in Gang setzen werden.

Der weitere Projektverlauf
Für die Projektlaufzeit ist in jedem Jahr jeweils eine große öffentliche Fachveranstaltung in einer der drei Preisträgerstädte vorgesehen. Hierdurch bietet sich den dortigen Akteuren, dem Fachpublikum und Multiplikatoren die Möglichkeit, den erreichten Stand der Maßnahmen darzustellen sowie sich über Erfahrungen und Probleme auszutauschen, das heißt, "aus der Praxis für die Praxis" zu diskutieren. Am 4. und 5. September findet die erste Veranstaltung in Bremen zum Themenbereich "Virtuelles Rathaus" statt. Im Jahr 2001 wird sich die Veranstaltung in Esslingen dem Themenkomplex "Bürgerpartizipation" widmen, 2002 soll in Nürnberg der Schwerpunkt "elektronische Marktplätze" im Mittelpunkt stehen.

Aktuelle Informationen im Zusammenhang mit MEDIA@Komm sind am schnellsten über das von der Begleitforschung betreute Informations- und Kommunikationsportal im Internet zu beziehen. Das dort gebündelte Angebot wird sich ebenso wie die MEDIA@Komm-Projekte dynamisch entwickeln. Darüber hinaus werden Newsletter und Arbeitspapiere über den Stand der Aktivitäten der Preisträger und der Begleitforschung informieren.

Durch die konsequente Nutzung der Webbasierten Möglichkeiten der Information und Kommunikation - insbesondere durch die Kommunen - sollen eine breit angelegte Diskussion und Impulse zur Nutzung der sinnvoll erscheinenden Möglichkeiten der Anwendung von IuK-Technologien in den Städten und Gemeinden entstehen. Gleichzeitig wird ein Forum für den Austausch über Hemmnisse, Risiken usw. des IuK-Einsatzes und seiner Folge- und Wechselwirkungen geboten.

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