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Difu-Berichte 4/2017 - Klimaangepasste Planung im Wohnungsbau

Hitze, Starkregen, Überflutungen – von extremen Auswirkungen des Klimawandels sind immer wieder Städte und Regionen betroffen. Kommunen sollten bereits bei der Stadtentwicklung darauf reagieren, doch wie? Ein neuer Leitfaden unterstützt Kommunen.

Das Foto zeigt eine zum Gehweg hin stark abgesenkte Straße, die gleichzeitig als Regenwasserkanal dient.

Der Klimawandel ist bereits heute Realität – auch in Deutschland. Im Monitoringbericht der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel wird auf steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme hingewiesen. Vor allem Städte besitzen ein hohes Schadenspotenzial und müssen resilienter werden. Die Städte müssen sich den aus dem Klimawandel abzuleitenden Herausforderungen wie Überhitzung, Starkregen, Flussausweitungen und Stürme stellen. Negative gesundheitliche Auswirkungen für Bewohner sowie Schäden an Gebäuden und Infrastruktur können eine Folge sein.

Städte sind angesichts ihrer hohen baulichen Dichte, ihrem hohen Versiegelungsgrad und erhöhten Energie- und Wasserumsatz vorrangig von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Um sie zukunftsfähig auszurichten, müssen umfassende Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt werden. Bei der Entwicklung von neuen Siedlungs- und Gewerbegebieten oder beim Stadtumbau ist der Klimawandel zwingend zu berücksichtigen, daher spielen hier Stadtplanung und -entwicklung eine besonders wichtige Rolle. Obwohl Anpassungskonzepte, Handlungsleitfäden oder Internet-Tools wie der "Klimalotse" vorliegen, scheitert eine Umsetzung jedoch oft in der Praxis des Planungsalltags. Das Forschungsprojekt Plan- 4Change –"Neue Wege zu einer klimaangepassten Stadtplanung am Beispiel des Modellgebiets‚ Quartier Feldmark‘" widmete sich daher dem Übergang von der Theorie eines Klimaanpassungskonzepts in die Praxis eines realen Planungsprozesses. Das Planungsverfahren der Stadt Bochum wurde vom Difu über drei Jahre wissenschaftlich begleitet.

Um die Erfahrungen aus Plan4Change auch anderen Kommunen zur Verfügung zu stellen und das Themenfeld Klimaanpassung in der Stadtentwicklung weiter zu stärken, wurde der Leitfaden "Klimaangepasste Planung im Quartier am Beispiel des OSTPARKs in Bochum" entwickelt. Er enthält Aussagen zur Ausgestaltung der Rahmenplanung, der Gestaltungsvorgaben, der Erschließungs- und Freiraumplanung, der Bauleitplanung und zur Kommunikation. Eine Besonderheit liegt – neben der intensiven Beschäftigung mit der Bauleitplanung – vor allem in der Darstellung von Ergebnissen eines realen Planungsprozesses. Auftretende Hemmnisse im Planungsverfahren werden ebenso wie mögliche Lösungen aufgezeigt. Damit steht Verwaltung und Politik der Kommunen praxisnahe Hilfe zur Verfügung, um Belange der Klimaanpassung in künftige Planungsprozesse zu integrieren.

An dem Projekt waren das Stadtplanungs-, das Tiefbau- und das Grünflächenamt der Stadt Bochum, das Difu, die Ruhr-Uni Bochum und die Eimer Projekt Consulting beteiligt.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. (FH) Maic Verbücheln
+49 30 39001-263
verbuecheln@difu.de

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