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Difu-Berichte 3/2017 - Sounds of the Towns: Klänge und Musik in der Stadt

Wie Klänge Städte prägen und welche Rolle Musik für sie spielt sind die Themen der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Moderne Stadtgeschichte“ – MSG, die mit diesem Heft ihren Namen ändert (bisher: „Informationen zur Modernen Stadtgeschichte“).

FotoDie Titeländerung der Zeitschrift trägt dem Umstand Rechnung, dass sich der Charakter der Zeitschrift bereits vor längerer Zeit von einem Newsletter zu einer wissenschaftlichen Zeitschrift mit hohem Anspruch geändert hatte. Ihre Struktur bleibt zunächst gleich: Neben dem Themenschwerpunkt von jeweils 80-90 Seiten, der von Gast-Herausgebern betreut wird, werden in der Rubrik „Forum“ wissenschaftliche Aufsätze zu verschiedenen stadtgeschichtlichen Themen ohne Bindung an das jeweilige Schwerpunktthema veröffentlicht. Diese Beiträge durchlaufen ein anonymes Peer-Review-Verfahren.

In ihrer Einleitung erläutert Sabine Mecking als verantwortliche Herausgeberin das Anliegen des Schwerpunktthemas „Sounds of the Towns – Stadt und Musik“. Es gehe darum zu fragen: „Wie klingt eine Stadt, welche Klänge sind prägend, und was sagt das über die Kultur und das Profil einer Stadt aus?“.

Die Beiträge des Schwerpunktthemas präsentieren ein breites Spektrum an Stadtbeispielen und thematischen Fokussierungen. Daniel Morat geht in „Berliner Luft. Zur Karriere einer Stadthymne“ auf die Entstehung und Verbreitung des bekannten Schlagers ein, während Sven Oliver Müller im Blick auf Opernaufführungen in den europäischen Metropolen im 19. Jahrhundert Musik und städtische Politik diskutiert. Stefan Manz widmet sich dem Wirken deutscher Musiker in Edinburgh und Glasgow von 1840-1914, während Daniel Reupke die politische Instrumentalisierung von Musik auf NS-Reichsparteitagen untersucht. Musik als Ausdrucksform von Widerstand gegen die deutsche Besatzungsmacht steht im Zentrum des Beitrags von Yvonne Wasserloos über Aspekte der Musikkultur in Kopenhagen von 1940-1943. Weitere Beiträge behandeln die Musikfestivals im lettischen Ostseebad Jūrmala von 1986-2014, eine Leitrezension setzt sich mit dem 2014 von Tobias Widmaier und Nils Grosch herausgegebenen Sammelband „Populäre Musik in der urbanen Klanglandschaft“ auseinander.

In der Rubrik Forum beleuchtet der Wiener Historiker Peter Payer in „Ununterbrochen in Betrieb. Eine Geschichte der Paternoster in Wien, 1906 bis heute“ die Geschichte dieses für die vertikale Stadtentwicklung sehr wesentlichen und heute weitgehend vergessenen Transportmittels. Martin Kohlrausch (Leuven, Belgien) setzt sich in seinem Beitrag „Ein eigener Weg in die Moderne? Architekten in Ostmitteleuropa zwischen 1910-1948“ mit der Bedeutung moderner Architekten in Osteuropa auseinander.

Im Berichtsteil geht es um eine Konferenz aus dem Dezember 2016 am DHI London mit dem Titel „The De-industrialising City“, um einen Workshop zu Pfadkonzepten in der historischen Stadtforschung in Hamburg an der Helmut-Schmidt-Universität aus dem Januar 2017 und eine Konferenz über Hamburg und Rotterdam im 20. Jahrhundert an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg aus dem März 2017. Außerdem werden Rückblicke gegeben auf die Konferenzen „UrbanTopias. Discussing the Challenges of Changing“ aus dem Oktober 2016 in Berlin, „Romantische Urbanität“ aus dem November 2016 in Jena sowie auf das Frühjahrskolloquium 2017 des Instituts für vergleichende Städtegeschichte (Münster) über „Die materielle Kultur der Stadt in Spätmittelalter und Früher Neuzeit“.