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Difu-Berichte 2/2016 - Wünsche für die Zukunftsstadt: Lebenswert, lebendig und grün

Cover der Publikation "Stadt der Zukunft. Tendenzen, Potenziale und Visionen"Im "Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Difu mehr als 6.000 Menschen zu ihrer Wunsch-Stadt der Zukunft befragt. Die deskriptiven Ergebnisse der Befragung wurden im Oktober 2015 in der Difu-Sonderveröffentlichung "Ein Tag in deiner Stadt der Zukunft" publiziert.

In der Nachfolgeveröffentlichung "Stadt der Zukunft – Tendenzen, Potenziale und Visionen" lag der Schwerpunkt auf der qualitativen Analyse der individuellen Vorstellungen, die die Teilnehmenden in einer offenen Frage geäußert haben. Darüber hinaus wurden die quantitativen Ergebnisse mit realen Entwicklungen der letzten Jahre verglichen und auf Unterschiede zwischen einzelnen Städten sowie städtischen und ländlichen Räumen hin untersucht. Anschließend wurden zu jedem Themenfeld kommunale Potenziale für die Zukunftsstadt herausgearbeitet.

Die überwältigende Mehrzahl der Teilnehmenden an der nicht-repräsentativen Umfrage wünscht sich über alle Altersgruppen und siedlungsstrukturellen Unterschiede hinweg eine ökologische, soziale und nachhaltige Zukunftsstadt. Das urbane Leben soll sich nach Meinung der Befragten durch ein hohes Maß an Lebensqualität und Lebendigkeit auszeichnen, insbesondere im Wandel ökologischer und sozialer Faktoren werden die entscheidenden Wegweiser dafür gesehen.

Das Gros der befragten Personen sprach sich für eine zukünftig starke Nutzung des Umweltverbunds, sprich einer Mobilität per Rad, Bus, Bahn oder zu Fuß aus. Damit einhergehen soll eine deutliche Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs. Dadurch erwarten die befragten Menschen eine  Steigerung der Lebensqualität, u.a. durch eine verminderte Lärm- und Luftbelastung oder die Umwandlung von städtischem Parkraum in Frei- oder Grünflächen. Die fortschreitende Digitalisierung im Handel, in der Arbeitswelt oder im sozialen Miteinander ist für viele der Befragten zwar ein wichtiges Zukunftsthema, allerdings sieht ein Großteil der Teilnehmenden keine komplette Transformation der genannten Bereiche in die "virtuelle Welt". Besonders im Handel wünscht sich die Mehrheit zukünftig in kleinen Nachbarschaftsläden oder den Geschäften der Innenstädte einzukaufen. Für viele der Befragten sind diese stationären Vertriebsformen wichtig für die Lebendigkeit und Multifunktionalität von Städten und Stadtteilen. In der offenen Frage beschreiben die Befragten dabei Ideen zu Kombinationsmöglichkeiten statt Konfliktpotenzialen zwischen der "analogen" und "digitalen" Welt, z.B. in den Bereichen Konsum oder Arbeit.

Grafik zum "Einkaufen in der Zukunftsstadt"

"Urbanes Grün" hat für die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden einen sehr hohen Stellenwert in der Stadt der Zukunft. Ein Plus an Lebensqualität und des allgemeinen Wohlbefindens, z.B. durch ein angenehmeres Stadtklima oder durch die hohen Erholungs- und Aufenthaltsqualität "grüner" Orte, werden häufig als Gründe für diesen Wunsch genannt.

Das soziale Miteinander, die Digitalisierung und Vernetzung sowie die Bürgerbeteiligung haben sich als weitere wichtige Zukunftsfelder für die Befragten aus der offenen Frage herauskristallisiert. Insbesondere die Vision von mehr Gemeinschaftlichkeit und Zusammenhalt in den Städten bzw. in den jeweiligen Vierteln wurde hier zum Ausdruck gebracht. Der Wunsch nach mehr Solidarität, Inklusion und sozialer Durchmischung statt homogenen Quartiersstrukturen war dabei besonders ausgeprägt. Das Thema Digitalisierung schließt an diesen Aspekt an, denn die Vorstellung, dass soziale Interaktion im öffentlichen Raum auch in einem "digitalisierten" Zeitalter wichtiger Bestandteil einer lebendigen Stadtkultur bleibt, ist unter den Befragten stark verbreitet.

Weitere Informationen: 

Marco Peters, M.A.
Telefon: 0221/340308-27
E-Mail: peters@difu.de

Dipl.-Geogr. Jan Walter
Telefon: 0221/340308-26
E-Mail: walter@difu.de

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