Glossar

Was ist eigentlich ... ein Flüchtling und was ein Asylbewerber?

Begriffe aus der kommunalen Szene - einfach erklärt

Nach der Genfer Flüchtlingskonvention werden als Flüchtlinge nicht nur politisch Verfolgte anerkannt, sondern auch Menschen, "die gezwungen sind, ihr Land zu verlassen, um Zuflucht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe zu suchen".

"Kontingentflüchtlinge" aus Krisenregionen werden im Rahmen von humanitären Hilfsaktionen in Deutschland aufgenommen. Sie werden in festgelegten Anzahlen gleichmäßig auf die einzelnen Bundesländer verteilt, daher die Bezeichnung "Kontingentflüchtling". Asylbewerber sind Menschen, die bei einem Land, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen, um Asyl, also um Aufnahme und Schutz vor politischer oder sonstiger Verfolgung ersuchen.

Mit Hilfe des "Königsteiner Schlüssels" werden in Deutschland die Höhe der Finanzierungsbeteiligung der Länder an gemeinsamen Aufgaben sowie die Zahl der aufzunehmenden Asylbewerber festgelegt. Der Anteil an Asylbewerbern, den ein Land danach tragen muss, richtet sich nach dem Steueraufkommen, das zu zwei Drittel gewichtet wird sowie der Bevölkerungszahl, die zu einem Drittel gewichtet wird.

aus: Difu-Magazin Berichte 2/2015