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Bereich Stadtentwicklung, Recht, Soziales

Im Bereich Stadtentwicklung, Recht und Soziales wird mit den Themenclustern „Baulich-räumliche Stadtentwicklung, Wohnen und Recht“ und „Soziale Stadtentwicklung“ ein großes Spektrum sehr aktueller und für die Zukunft der Städte bedeutsamer Themen und Aufgaben angesprochen. Übergreifende Mega-Trends und veränderte Rahmenbedingungen wie die demografische Entwicklung (Alterung, ethnische Zuwanderung, Verringerung der Einwohnerzahl, Heterogenisierung von Lebensstilen), der Strukturwandel in der Wirtschaft, die Veränderungsprozesse in der Sozialstruktur der städtischen Bevölkerung und die Anforderungen an die Gestaltung gesunder Lebensbedingungen sowie an den Klimaschutz und die Klimafolgenbewältigung bilden für beide Themencluster die zentralen Herausforderungen.

Unter der Überschrift „Baulich-räumliche Stadtentwicklung“ ordnen sich insbesondere die aktuellen Fragen im Städtebau ein. Aspekte des Stadtumbaus stehen ebenso im Fokus wie Denkmalschutz und Baukultur sowie die Städtebauförderung. Eine zentrale Herausforderung stellt die Entwicklung der Innenstädte dar, deren Potenziale durch den Einsatz geeigneter Strategien und Instrumente genutzt werden sollen. An der Schnittstelle zum Bereich Umwelt werden Fragen des Klimaschutzes und der Klimafolgenbewältigung im Städtebau, aber auch immissionsschutzrechtliche Hemmnisse der Stadtentwicklung behandelt. Auch Fragen der Landschafts- und Freiraumplanung werden aufgegriffen. Ein breiter Erfahrungshintergrund besteht im Feld der integrierten sozialräumlichen Stadtentwicklung.

Im Themenfeld Wohnen sind unter anderem Fragen zum Wohnen in der Innenstadt, zu Wohnungsgenossenschaften und zu neuen Wohnformen wie generationenübergreifendem Wohnen von aktueller Bedeutung. Forschungsbedarf wird zudem in Bezug auf die angemessene Wohnraumversorgung insb. auch „prekärer“ Haushalte, zu unterschiedlichen Strategien für die kommunalen Wohnungsbestände, hinsichtlich der Möglichkeiten und Chancen der Förderung neuer Wohnformen und stabiler Sozialstrukturen sowie zur stadtstrukturellen Bedeutung von Wohnungsbeständen und Wohnungsneubau gesehen.

Besondere fachliche Expertise besteht auch im Bereich des Bau- und Planungsrecht, sowie der Schnittstellen zum Umweltrecht und Baunebenrecht. Hierzu gehören insbesondere die klassischen Instrumente der Bauleitplanung und der kommunalen Bodenpolitik. Ex-Post-Analysen der Anwendungspraxis der einschlägigen Gesetze sowie Planspiele und Praxistests sind im Difu vielfach erprobte und anerkannte Methoden der Gesetzesfolgenabschätzung. Durch praxisnahe Arbeitshilfen und Fortbildungsveranstaltungen wird zur Implementierung der einschlägigen Rechtsinstrumente beigetragen.

Im Themencluster Soziale Stadtentwicklung werden wichtige zentrale Veränderungsprozesse der Stadtgesellschaft und die sich hieraus ergebenden Herausforderungen an kommunales Handeln aufgegriffen. Hierzu zählen insbesondere Fragen des Umgangs mit sozialer Ungleichheit und stadträumlicher Fragmentierung, die Bedeutung von Bildung und Bildungseinrichtungen (Schule und [Aus-]Bildung, lebenslanges Lernen) als stabilisierenden Faktoren der städtischen Gesellschaft, Migration und Integration von Zuwanderern sowie Prävention und Gesundheitsförderung. Auch die sich aus der veränderten Altersstruktur ergebenden Phänomene und Anforderungen bilden Herausforderungen für die Städte, die tragfähige Strategien und Konzepte erforderlich machen. Diese betreffen insbesondere die Bereiche Familie und Jugendhilfe sowie ältere Menschen in der Stadt. Die angesprochenen gesellschaftlichen Gruppen sind dabei nicht in erster Linie Zielgruppe, sondern vor allem Partner und handelnde Akteure im Sozialraum.

Die methodische Kompetenz im Bereich Stadtentwicklung, Recht und Soziales ist breit gefächert. Sie nutzt die gängigen Methoden der quantitativen (z.B. Umfragen) und qualitativen (z.B. Fallstudien, Good-Practice-Analysen, Expertenbefragungen) Sozialforschung sowie Methoden der Gesetzesfolgenabschätzung im Wege von Planspielen und Praxistest. Evaluationen von Programmen und Politiken werden nach den allgemein anerkannten Standards der Gesellschaft für Evaluation durchgeführt. Abgerundet wird das Methodenset durch die Organisation, Durchführung und Dokumentation von Wettbewerben zu aktuellen Fragen der Stadtpolitik, durch Informationsplattformen (z.B. Bundestransferstelle Soziale Stadt) und Begleitforschungen als Instrumente der Wissensgenerierung und Wissensvermittlung in die Praxis.

Forschungsschwerpunkte

  • Städtebau, Stadtumbau (Innenentwicklung, Baukultur, Denkmalschutz, städtebaulicher Klimaschutz und Klimaanpassung, Städtebauförderung)
  • Wohnen (wohnungspolitische Strategien und Konzepte, kommunale Wohnungsbestände, Wohnraumversorgung von prekären Haushalten, neue Wohnformen)
  • Städtebaurecht (Novellierung von BauGB und BauNVO, Klimaschutz und Städtebaurecht, Schnittstelle Immissionsschutz, Schnittstelle Arten- und Biotopschutz, Schnittstelle Vergaberecht)
  • Soziale Ungleichheit und stadträumliche Fragmentierung (Soziale Stadt, integrierte Stadtteilentwicklung)
  • Bildung und Bildungseinrichtungen (Schule und [Aus-]Bildung, lebenslanges Lernen) als stabilisierender Faktor der städtischen Gesellschaft
  • Migration und Integration von Zuwanderern
  • Prävention und Gesundheitsförderung
  • Familie und Jugendhilfe
  • Ältere Menschen in der Stadt

Weiterführende Informationen über die Arbeit des Bereichs Stadtentwicklung, Recht, Soziales