Bereich Mobilität

Mobilität ermöglicht Teilhabe am öffentlichen Leben und ökonomischen Wohlstand. In den Kommunen gilt es, Mobilität zu sichern und den Verkehr verträglich abzuwickeln. Dabei geht es um die Reduzierung der Belastungen von Gesundheit, Klima und städtischer Umwelt sowie um eine stadtverträgliche Gestaltung der Straßenräume.

Auf der regionalen Ebene und im Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen und örtlichen Akteuren gilt es, Verkehr und Städtebau regional abgestimmt zu entwickeln  sowie die Nutzungsmischung und die "Stadt der kurzen Wege" zu stärken. Die Kommunen stehen vor der Aufgabe, multimodales Verhalten zu fördern und den Güter- sowie  Personenverkehr mit Lkw und Pkw und den daraus resultierenden Belastungen zu verringern.

Für die Neuausrichtung der kommunalen Verkehrsangebote und Infrastruktur bedarf es einer integrierten und reflexiven Planung, die sich am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung im Sinne energieeffizienter, stoffstromarmer und sozial verantwortlicher Daseinsvorsorge orientiert. Das Verkehrssystem steht vor dem Hintergrund notwendiger Klimaanpassungsmaßnahmen und der wachsenden Anforderungen an die Energieeffizienz besonders im Zentrum.

Aktuelle Herausforderungen sind die finanzielle und qualitative Sicherung der vorhandenen Verkehrswege und eines hochwertigen ÖPNV-Angebots. In den Kommunen geht es vor allem auch um die Sanierung der Straßen als Teil des städtischen öffentlichen Raums.

Weitere Aufgaben sind der Umgang mit parkenden Fahrzeugen sowie die Umverteilung des Straßenraums vom fließenden Kfz-Verkehr zugunsten von Flächen für

  • Aufenthalt,
  • Fußgänger und Radfahrer,
  • öffentlicher Verkehr,
  • Grün.

Im Kontext dieser Fragen befasst sich das Difu im Rahmen von Forschungsprojekten und Veranstaltungen mit den Grundlagen der Mobilität und der Beeinflussung des Verkehrsverhaltens, dem Zusammenspiel zwischen Raumstrukturen, Flächennutzung, Erreichbarkeit und Verkehr, mit Themen wie Parkraumbewirtschaftung, Radverkehrsförderung, der kommunalen Aufgabenträgerschaft des ÖPNV, rechtlichen Fragen der Lärmminderung und Luftreinhalteplanung, Gestaltung von Hauptverkehrsstraßen sowie Elektromobilität.

Die zur Fortbildung in Belangen des Radverkehrs seit 2007 angebotene „Fahrradakademie“ wurde bereits von mehr als 10.000 Teilnehmern genutzt.

Forschungsschwerpunkte

  • integrierte Stadt- und Verkehrsplanung
  • Zukunftsfragen der Mobilität
  • ÖPNV-Aufgabenträgerschaft
  • Fahrradverkehr, Verkehrssicherheit, Fußverkehr
  • Rechtsfragen der Daseinsvorsorge und des Straßenverkehrs
  • Städtischer Wirtschaftsverkehr

Weiterführende Informationen über die Arbeit des Bereichs