Prozessbegleitung zur Fortschreibung des Gewerbeentwicklungsprogramms Bremen GEP 2030

Bereich 
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Bearbeiter 
Statut 
laufend
Auftraggeber 
Bremen
Themenfelder 
Laufzeit 
2019 bis 2020

Die Hansestadt Bremen als ein bedeutender Standort der maritimen Wirtschaft, aber auch der Luft- und Raumfahrt, des Automobilbaus sowie des Handels und der Logistik, steht angesichts der technologischen und ökonomischen Veränderungen der Industrie und der Bedeutungszunahme wissensorientierter Ökonomien vor großen Herausforderungen. Die Zukunft der Wirtschaftsentwicklung hängt dabei ganz entscheidend von der Bereitstellung qualitativ und quantitativ ausreichender Gewerbeflächen ab. So werden in Bremen – wie auch in zahlreichen anderen deutschen Kommunen – die Themen Gewerbeflächenaktivierung, Revitalisierung von Alt-/Brachflächen sowie Flächensicherung insbesondere für stadtteilbezogenes Gewerbe und Handwerk, aber auch urbane Nutzungsformen (Co-Working, Makerspaces etc.) neu diskutiert. Die zunehmenden Flächenkonkurrenzen erfordern jedoch neue Wege in der Stadtentwicklungsplanung, die auch die Gewerbeentwicklungsplanung betreffen. Themen wie die „produktive Stadt“, „urbane Produktion“, die neue Gebietskategorie der „Urbanen Gebiete“ (MU) bilden Anknüpfungspunkte für Diskussionen von Möglichkeiten, die im Rahmen der Neuaufstellung des GEP 2030 betrachtet werden sollen.

Die Aktualisierung des GEP 2030 soll somit als „Stadtentwicklungsplan Wirtschaft“ einen wichtigen Beitrag zur strategischen Stadtentwicklung der Hansestadt beisteuern. Vorgesehen ist, das Konzept in einem partizipativen Prozess unter Beteiligung wichtiger bremischer Stakeholder sowie der ergänzenden Einbindung von Experten und Fachexpertisen zu entwickeln. Es soll folglich ein Gewerbeentwicklungsprogramm 2030 entstehen, das mit Prognosen und Szenarien eine Handlungsgrundlage für Politik, Verwaltung und Wirtschaft darstellt und von der Stadtgesellschaft akzeptiert und mitgetragen werden kann.

Die Stadt Bremen hat das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) beauftragt, diesen Prozess wissenschaftlich, fachlich und inhaltlich zu begleiten. So wird das Difu u.a. den bisherigen Prozess der Gewerbeflächensicherung und -entwicklung in Bremen evaluieren, aktuelle Auswirkungen wirtschaftsrelevanter Trends in Bremen analysieren und die Ergebnisse des Beteiligungs- und Erarbeitungsprozesses auswerten. Auf diese Weise soll die Expertise des Difu zu unterschiedlichen Handlungsfeldern und Themen der Gewerbeflächenentwicklung sowie insbesondere zu den aktuellen Fragestellungen der Entwicklung von Wirtschaftsflächenkonzepten in den internen Erstellungsprozess des GEP 2030 einfließen.