Möglichkeiten der verstärkten Nutzung von Synergien zwischen Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit in Programmen wie der "Sozialen Stadt"

Themenfelder 
Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Auftraggeber 
Umweltbundesamt (UBA)
Laufzeit 
2015 bis 2017
Statut 
laufend

Die Umsetzung des Programms Soziale Stadt zeigt es: Bislang standen die gebaute Umwelt sowie die soziale Umwelt im Zentrum. Dagegen wurde die natürliche Umwelt mit ihren Ressourcen und ökologischen Systemen eher implizit berücksichtigt. Dabei konzentrieren sich in vielen Programmgebieten der Sozialen Stadt Umweltbeeinträchtigungen wie Lärm-, Luftschadstoff- und bioklimatische Belastungen. Die Bewohnerschaft ist dadurch mehrfachen umweltbedingten Gesundheitsbelastungen ausgesetzt.

Vor diesem Hintergrund sollen mit dem Forschungsvorhaben am Beispiel des Programms Soziale Stadt drei übergeordnete Fragen beantwortet werden:

  1. Wie lassen sich umweltpolitische Herausforderungen durch quartiersbezogene Förderprogramme künftig besser bewältigen?
     
  2. Über welche Möglichkeiten verfügen Bevölkerungsgruppen in Programmgebieten der Sozialen Stadt, sich aktiv für eine sozial und ökologisch gerechte Gestaltung ihres Wohn- und Lebensumfeldes zu engagieren? Über welche Möglichkeiten verfügen sie, auch ihren Lebensstil sowie ihr dadurch geprägtes Freizeit- und Konsumverhalten in diese Richtung zu verändern?
     
  3. Wie lässt sich für diese Zielsetzung die Kooperation von "professionellen" Akteuren der Programmumsetzung (Verwaltung, Träger, Organisationen usw.) und "lebens"- bzw. "alltagsweltlicher" Bewohnerschaft verbessern?

Das Forschungsvorhaben anaysiert auf der übergeordneten Ebene von Programmen, Strategien und Konzepten, wie hier die Themen Umweltschutz und ökologische Gerechtigkeit verankert sind und wo sich Synergien zwischen beiden Feldern ergeben (können). In vier Fallkommunen geht es darum, mit qualitativen sozialwissenschaftlichen Methoden unter anderem Erfahrungen und Einschätzungen von Experten sowie Wahrnehmungs- und Deutungsmuster von Quartiersbewohnerschaften in Bezug auf die Lage vor Ort zu untersuchen.

Weiterführende Informationen: 

Das Projekt wird in Kooperation mit dem IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH, Berlin, sowie sociodimensions - Institute for Socio-cultural Research, Heidelberg, durchgeführt.