Gemeinschaftsstudie der deutschen Städte zur Clusterpolitik

Bereich 
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Bearbeiter 
Dr. Holger Floeting (Projektltg.), Dr. Dirk Assmann
Statut 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Freie Hansestadt Bremen, Stadt Chemnitz, Landeshauptstadt Düsseldorf, Region Hannover, Stadt Leipzig, Stadt Mannheim, Landeshauptstadt München
Themenfelder 
Laufzeit 
2015 bis 2017

Die Gemeinschaftsstudie soll durch eine Kommunalumfrage, vertiefende Fallstudien und einen kommunalen Erfahrungsaustausch einen Überblick über Strategien, Instrumente und Ergebnisse der Clusterförderung auf kommunaler und regionaler Ebene geben, Erfolgskriterien für eine wirkungsvolle Clusterförderung ermitteln und Perspektiven für eine Weiterentwicklung kommunaler und regionaler Clusterpolitiken aufzeigen.

Kompetenzfeldorientierte Konzepte wie Clusterinitiativen und Netzwerke von Wirtschaftsunternehmen, Wissenschaft- und Forschungseinrichtungen spielen in der kommunalen und regionalen Wirtschaftsförderung seit einigen Jahren eine wichtige Rolle. Insbesondere in größeren Städten, hat sich Clusterpolitik als wichtiges eigenes Handlungsfeld der Wirtschaftsförderung etabliert. Viele Städte beteiligen sich zudem an regionalen Initiativen zur Clusterförderung.

Parallel und ergänzend zu lokalen und regionalen Clusterstrategien haben EU, Bund und Länder im Rahmen ihrer Innovations- und Strukturpolitik eigene Initiativen und Programme zur Clusterförderung aufgelegt. Beispiele dafür sind der Spitzenclusterwettbewerb des Bundes oder die Clusterstrategien der Bundesländer. Clusterförderung auf kommunaler Ebene erfolgt daher nicht nur vor unterschiedlichen sozio-ökonomischen Ausgangsbedingungen, sondern vollzieht sich auch vor verschiedenen Programm- und Förderkulissen „übergeordneter“ Ebenen.

Clusterpolitik steht vor einer Reihe neuer Herausforderungen: In Wissenschaft und Praxis wird – nach einer anfänglichen Euphorie – einerseits die Sinnhaftigkeit von Clusterförderung auf lokaler und regionaler Ebene immer mehr relativiert. Andererseits gibt es mittlerweile erste Hinweise darauf, dass sich in einzelnen Regionen diejenigen Wirtschaftsbereiche besser entwickeln, die in Clustern organisiert sind. In vielen Kommunen stellen sich Fragen der Verstetigung und Weiterentwicklung der Clusteransätze (z.B. Internationalisierung, clusterübergreifende Vernetzung). Darüber hinaus weisen Clusteransätze auch interessante Schnittstellen zu neueren Handlungsfeldern der Wirtschaftsförderung oder Stadtentwicklung auf (z.B. Fachkräftesicherung, Smart Cities) und fügen sich in aktuelle Strategien der Innovations- und Strukturpolitik der EU (Stichwort „Smart Specialization“) ein.

Trotz einer Vielzahl von Fallstudien, Regionalstudien, Untersuchungen zu Branchenclustern und Förderschienen fehlt ein umfassender Überblick über die regionale und kommunale Ebene auf empirischer Basis.

An der vom Deutschen Städtetag, der Landeshauptstadt München und dem Difu initiierten Studie beteiligen sich die Freie Hansestadt Bremen, die Stadt Chemnitz, die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Stadt Leipzig, die Stadt Mannheim, die Landeshauptstadt München und die Region Hannover.

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